Posts Tagged ‘Zitrone’

The short life of a pie

13. Dezember 2012

pie3

Beim Umräumen des Gefrierfachs fiel mir ein Stück Mürbeteig in die Hände und mit ein paar anderen Zutaten die weg mussten ergab sich daraus ein leckerer Limetten-Curd Pie mit Avocado.
Also eigentlich zwei kleine. In diesen praktischen Silikon-Tarte-Formen lässt sich Teig ganz einfach verteilen – ganz ohne Ausrollen. Dadurch bleibt der Mürbeteig auch mürber, vorausgesetzt man hat auch vorher nicht geknetet.
Für eine schönere Farbe und Cremigkeit habe ich der Füllung aus Ei, Zucker, etwas Butter und Limettensaft die halbe Avocado und paar Blätter Spinat untergemogelt.

Liebe Grüße,
Eure Jessie

Advertisements

Geröstet und gegrillt in München

12. Juli 2010

Kurzurlaub in München – königlich-bayerisches Wetter von früh bis spät! Den Freitag Nachmittag haben wir am Starnberger See verbracht. Die Uni München hat dort ein eigenes Grundstück mit Liegewiese und allem drum und dran: das Studentenbad, auch bekannt als Wassersportplatz Starnberg.
Was für ein Luxus! Schicke Duschen und Umkleiden, Kiosk, Sitzgelegenheiten und eine grosse Liegewiese gibt es dort, der schöne Steg führt ins brusttiefe Wasser und der Seeboden ist sogar mit feinem Sand aufgeschüttet.
Wir wollten unseren Platz am Ende des Stegs gar nicht aufgeben, aber Magenknurren und ein drohender Sonnenbrand haben uns irgendwann nach Hause vertrieben.

Durchgebrutzelt von der Hitze mussten wir uns erstmal erfrischen, bevor der Grill angeheizt wurde für das Abendessen…


Jetzt zur Grill-Aktion: Frisches Rinderhack mit etwas Pfeffer und Salz locker vermischen und das Ganze ohne kneten ordentlich zu Frikadellen formen. Das funktionert besonders gut in einer runden oder ovalen, zylindrischen Tupperdose oder einer anderen kleinen Schüssel mit geradem Rand. Dazu das Gefäss mit Frischhaltefolie auslegen, das Hackfleisch hineindrücken bis die Form stimmt und mit Hilfe der Folie wieder aus der Dose nehmen. Ein guter Trick, auch um Frikadellen mit Schafskäse oder anderem zu füllen.
Wir haben uns für die XXL Variante von je 250g entschieden, denn unsere Brotunterlage waren 2 halbe Ciabattabrote. Die halten einiges aus und saugen gut auf.

Die Idee mit der Lemon-Herb-Butter war eine Entdeckung auf Foodgawker . Dort suche ich mir regelmässig optische Anregungen oder Rezeptideen für bestimmte Zutaten. Sehr empfehlenswerte Rezepte-Sammlung, die nur aus den schönesten Blog-Beiträgen zusammengestellt wird.

Weitere Zutaten der Burger: Ketchup, Tomaten, Rucola und gegrillte Zucchini. Die obere, kurz auf dem Grill angetoastete Hälfte der Brote, wurde dick mit der Lemon-Herb-Butter bestrichen.

Für die Lemon-Herb-Butter ein halbes Stück Butter weich werden lassen. Je eine Hand voll Rucola, Petersilie und Basilikum, dazu einige Zweige Minze sehr fein hacken und mit der Butter vermischen. Vorsicht mit der Minze, sonst gibts Kaugummi-Butter! Optional: 1 Knoblauchzehe
Anstatt die Kräuter fein zu hacken kann man auch den Pürierstab oder Blitzhacker bemühen.
Zum Schluss 2 TL Zitronensaft, den Zitronenabrieb von 2 Bio-Zitronen und etwas schwarzen Pfeffer und Fleur de Sel unterrühren.
Die Zugabe von Knoblauch war bei uns wegen der Abendplanung tabu, und etwas mehr Rucola sorgt schon für etwas Schärfe.
Die Buttermischung auf ein Stück Frischhaltefolie geben und wie eine Wurst einrollen, die Enden festzwirbeln. Im Kühlschrank erkalten lassen und in Scheiben geschnitten servieren. Reste können sehr gut eingefroren werden und warten auf das nächste Steak, Gemüse oder Baguette.

Anstatt Pfirsischen, die ja sehr lecker gegrillt schmecken, haben wir es mit Nektarinen versucht: Halbiert, entkernt und mit etwas vom Zitronenabrieb gespickt sind die Früchte in Alufolie direkt in die Glut gewandert. Die Ciabatta-Burger zu verpeisen hatten uns so viel Zeit gekostet, dass die Kohle schon zu weit runtergebrannt war um die Nektarinen noch auf den Grill zu legen. Für das BBQ-Aroma haben wir die Folie einfach ein paar Mal eingestochen.
Serviert wurde mit Honig, eigenen Himbeeren und einer Creme aus Ziegenfrischkäse und griechischem Joghurt.


Share/Bookmark

Zitronen-Mohn-Muffins

24. Januar 2010



Backen und vor allem Kuchen backen ist nicht mein Steckenpferd. Vielleicht weil man nicht alle 5 Minuten probieren und sich im Laufe des Prozesses immer mehr auf das Endergebnis freuen kann (deshalb liebe ich Schmorgerichte…).
Aber die Zitronen-Mohn-Kombination ging mir schon seit einer Woche nicht aus dem Kopf.
Nach einem kurzen Besuch bei Foodgawker – wo ich sonst vor allem neue Inspirationen suche – wurde mir klar, dass ich da nicht die erste war. Über 30 wunderschöne Kombinationen von Mohn und Zitrone, in allen Formen und mit verschiedensten Toppings und Frostings.
Als Backmuffel möchte ich mich dann aber genau an das Rezept halten (was ich sonst nie tue) und genau da liegt der Hase im Pfeffer:
Amerikanische Rezepte und ihr „Baking Soda“ und „Baking Powder“:

Baking Soda = Natron
Baking Powder = Backpulver = Natron mit Zusatz von einem Säuerungsmittel

Ausführlicher:
BAKING SODA ist Natriumhydrogencarbonat (kurz Natron). Im Handel wird Natron auch unter Bezeichnungen wie „Speisesoda“, „Backsoda“, Speisenatron (z. B. in Rezepten) und unter den Traditionsmarken „KaiserNatron®“ oder „Bullrich-Salz®“ gehandelt.

BAKING POWDER = Backpulver = eine Mischung aus (meist) Natriumhydrogencarbonat und einem Säuerungsmittel, oft Dinatriumdihydrogendiphosphat (E 450a) oder Monocalciumorthophosphat (E 341a), einem sauren Salz. So genannte natürliche Backpulver enthalten als Säuerungsmittel Zitronensäure (E 330) oder Weinsäure (E 334); auch Weinstein (E 336).

Das würde heissen, ich sollte in Zukunft auch Natron im Haus haben, allerdings kommt da noch das Problem hinzu, dass das deutsche Backpulver von der Backtriebkraft angeblich nicht mit dem amerikanischen Baking Powder übereinstimmt.
Ich habe mich dann doch an ein deutsches Rührteig-Rezept gehalten um auf Nummer sicher zu gehen.

Aber kann man eigentlich zu viel Backpulver oder Soda verwenden? Was passiert dann? Ich freue mich über Erfahrungsberichte und Ratschläge!

Zitronen-Mohn-Muffins
Quelle: www.chefkoch.de
1 Kastenkuchen oder 12-15 Muffins

250 g weiche Butter
100 g Mohn (ganze Samen)
1 Vanilleschote
150 g feinster Backzucker
5 Eier
Abrieb von 2 unbehandelten Zitronen
Saft von 1 Zitrone
250 g Mehl
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
150 g Puderzucker (für den Guss)

Zitronen gut waschen und die Schale abreiben.
Butter schaumig rühren, Mohn, Zucker, die ausgekratze Vanille, Zitronenabrieb und 5 Eier dazugeben und gut glattrühren.
Mehl mit Backpulver und der Prise Salz mischen und zur bisherigen Masse sieben. Alles zusammen nochmals kurz, aber gut verrühren und den Teig in eine gut gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kastenform oder in Muffinformen füllen.

Bei 175° ca. 60min backen, Muffins dauern erheblich kürzer (ca. 15min) Am besten die Probe mit dem Holzstäbchen machen.

Puderzucker in ein Schüsselchen geben und etwas Zitronensaft dazurühren. Ich mache meinen Guss sehr dick weil es auf den Muffins schön aussieht und habe hier ein bisschen violette Lebensmittelfarbe hinzugefügt.
Bei einem Kastenkuchen kann man mit einem Holzstäbchen Löcher in den Kuchen stechen und einen eher dünnen Guss (100g Puderzucker auf Saft von 2 Zitronen) darüber- und hineingiessen. So wird der Kuchen besonders saftig und zitronig. Dann den Kuchen einen Tag durchziehen lassen. Eine dicke Glasur sieht dann trotzdem zusätzlich schön aus.

Lemon Curd Parfait

10. Dezember 2009

Ich liebe Parfaits. Sie sind einfach herzustellen, tausendfach zu variieren und machen eine Eismaschine überflüssig.
Und ich liebe Lemon Curd. Cremig, vanillig, butterig und super-zitronig. Nur was kann man damit tun, ausser seinen Frühstücks-Toast damit zu veredeln?
Meine perfekte Lösung: eine Kombination aus beidem!

Und da ich noch ein grosses Glas selbstgemachtes Lemon-Curd im Tiefkühlfach hatte war es schwupp-di-wupp fertig!

Lemon Curd Parfait
Quelle: eigene Kreation
6 Portionen á 125ml (normale Muffinform)

250g Lemon Curd (Rezept unten)
200g Sahne
1 Bio-Zitrone, davon Saft und Abrieb

Lemon-Curd mit dem Saft und dem Abrieb der Zitrone verrühren.
Die Sahne steif schlagen und das Lemon Curd vorsichtig unterheben. Die Masse in Muffin- oder Timbaleförmchen geben und mindestens 4 Stunden ins Gefrierfach stellen. Besonders praktisch sind Muffinbleche aus Silikon. Aus ihnen lassen sich die Parfaits ganz leicht auslösen und die Portionsgrösse ist auch prima. Für eine perfekte Form achtet man beim Einfüllen darauf, dass alle Ecken mit der Creme ausgefüllt sind und es so keine Luftblasen gibt.
Die Parfaits nach den Anrichten noch einige Minuten auf dem Teller antauen lassen, schliesslich ist ein Parfait ja ein „halbgefrorenes“.

Weil ich die das Dessert optisch so schön fand habe ich es am Morgen nach dem Mittwochsmenü nochmal schön im Tageslicht fotografiert.

Die süssen nostalgischen Deko-Kügelchen in rosé-metallic sind mir in der Kleinmarkthalle in die Hände gefallen und hier haben sie – zumindest optisch – ihre perfekte Verwendung gefunden. Leider sind sie kaum zu zerbeissen und stören vielleicht den ein oder anderen beim Eis-Genuss.
Die rosé-farbene Sosse ist Marc-de-Champagne-Likör, den ich mit etwas Granatapfelsaft und -sirup vermischt habe.

Lemon Curd – englische Zitronencreme / Brotaufstrich
Quelle: eigene Variation
ergibt ca. 350g (ein grosses Marmeladenglas)

2 Bio-Zitronen
100g Zucker
50g Butter
2 Eier
1/2 Vanilleschote

Die Zitronen gut waschen, das Gelbe der Schale fein abreiben und den Saft auspressen (ca. 100ml). Das Mark der Vanilleschote herauskratzen.
Zitronensaft, Zitronenabrieb, Zucker, Butter und die Vanilleschote in einem Topf bei mittlerer Hitze rühren bis der Zucker ganz aufgelöst ist.
Eier in einer Schüssel verquirlen. Nach und nach kleine Mengen von der heissen Mischung zu den Eiern geben und gut verrühren bis alles vermischt ist. So stocken die Eier nicht wenn sie zur heissen Mischung kommen.
Die Mischung wieder in den Topf geben und bei niedriger Hitze so lange rühren bis die Masse cremig-dicklich wird.
Die Vanilleschote entfernen und die Masse durch ein Sieb streichen. Am Schluss das Vanillemark unterrühren und das Lemon Curd in sehr saubere Gläser mit Schraubdeckel oder in Weckgläser füllen.
Das Lemon-Curd hält sich im Kühlschrank nur etwa 4 Wochen. Es lässt sich aber sehr gut einfrieren und hält so viele Monate.