Posts Tagged ‘Suppe’

Die Minestrone mit der Bohne (oder zwei)

22. März 2010

Minestrone gehört zu meinen Lieblingssuppen. In meine Version gehören auf jeden Fall:
Karotten, Lauch, Staudensellerie, grüne Bohnen, weisse Bohnen (am besten Riesenbohnen) und Tomaten. Und natürlich Parmesan!
Nudeln widerum mag ich nicht in der Minestrone. Und auch Zucchini finde ich nicht so passend.

Heute habe ich zuerst Speck angebraten, die letzten Stängel von meinem riesen Strauss glatter Petersilie dazugegeben und mit Wasser abgelöscht.
Weitere Vorgehensweise: Ein paar Pfefferkörner dazugeben und eine Dose Tomatenstücke. Wenn die Flüssigkeit kocht grüne Bohnen, Karotten, Sellerie und Lauch dazugeben, je nach Grösse der Stücke evtl. nacheinander, damit alles gleichzeitig gar wird. Geschmacklich habe ich ein bisschen nachgeholfen mit Gemüsebrühe (ohne Geschmacksverstärker).
Intensiver gemüsig wird die Minestrone wenn man Gemüsesaft zur Brühe dazugibt, anstatt oder zusätzlich zu der Dose Tomaten.
(Mein Tipp: Gemüsesaft von Alnatura im kleinen Tetra-Pack, z.B. bei dm) Wer die Vitamine schonen will tut das erst kurz vor dem Servieren.
Zum Schluss die weissen Bohnen dazugeben und gerade nur erwärmen lassen, ab in den Teller und mit Parmesan und Petersilie bestreuen.
Leider habe ich heute so kurzfristig keine Riesenbohnen bekommen, aber die kleineren weissen Bohnen aus dem Glas tun es zur Not auch.

Und das Ganze geht ratz-fatz. Sozusagen: Zack – die Bohne(n)! :-)

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Ochsenschwanz-Sugo

10. Dezember 2009

Was lange schmort wird endlich gut butterzart!
Und dazu braucht es noch nicht mal viele Zutaten. Der Geschmack wird durch die Hauptzutat Zeit langsam herausgekitzelt.

Ochsenschwanz-Sugo
Quelle: eigene Kreation
2-3 Portionen

400g Ochsenschwanz in Stücken
4 EL Öl oder Butterschmalz
3 Karotten
2 Stangen Sellerie
1 Dose Tomaten
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
200ml (Rot)wein
1 Lorbeerblatt
1 TL Chiliflocken
1 TL Koriandersamen, im Mörser zerstossen
1/2 TL grobes Meersalz

Die Fleischstücke im heissen Fett scharf anbraten und beiseite legen. Karotten, Sellerie, Zwiebel in Stücke schneiden und ebenso anbraten, Knoblauch pressen oder schneiden und auch kurz mit anrösten.
Alles wieder in den Topf oder Bräter geben und mit allen übrigen Zutaten aufgiessen bzw. würzen. Mit etwas Wasser aufgiessen, so dass Fleisch bedeckt ist (nicht mehr als 200ml). Mindestens 2 Stunden leise köcheln lassen, das geht auf dem Herd oder auch im Backofen bei ca. 175°.
Die Ochsenschwanz-Stücke aus der Sosse nehmen und das Fleisch vom Knochen lösen. Das Gemüse mit der Sosse durch ein Sieb passieren und wieder mit dem Fleisch in den Topf geben. Evtl. die Sosse etwas mit Speisestärke andicken, sodass ein dicker Sugo entsteht und nachwürzen.
Dazu gibt es Klösse, Spätzle oder Nudeln.

Mit mehr Flüssigkeiten (Wasser, Wein, Tomaten) wird das Ganze zu einer deftigen Suppe, die ideale Mitternachtssuppe für die Silversterparty, wenn ihr mich fragt….

Gans lecker! – Gänse-Ragout mit Bandnudeln

21. November 2009


Leider nicht ganz scharf, dafür aber GANS lecker! Meinen Mitessern hat es etwas am Verständnis für die Notwenigkeit der Fotos gefehlt, da musste ich mich etwas beeilen…

Es gab: Gänse-Ragout mit hausgemachten Bandnudeln

Einsatz: Eine Idee, 2 Gänsekeulen, etwas Gemüse und viel Zeit.
Gewinn: Spass, Lerneffekt und ein besonderes Geschmackserlebnis.
Ein Rezept brauche ich nicht – ich traue sowieso niemandem :-)

Hier ist mein Rezept ohne viel Schnickschnack, aber mit etwas Zeiteinsatz:

Gänse-Ragout
Quelle: eigene Kreation
Für 3 Portionen

Zwei Gänsekeulen (á 400g) enthäuten und entbeinen, die Haut in Stücke und das Fleisch in Würfel von ca. 2cm Kantenlänge schneiden. Das dauert länger als man denkt, ausserdem habe ich mal wieder ein wirklich scharfes Messer vermisst.
Das Fett aus der Haut in einem grossen Topf auslassen ausgiessen und beiseite stellen. Die Knochen in den Topf dazugeben und anrösten. Eine Petersilienwurzel und einige Karotten in groben Stücken zugeben und ebenso anrösten. Zuletzt 2 Zwiebeln dazugeben, ebenso 1/2 TL Pefferkörner, 1TL Koriandersamen, alles noch eine Weile rösten und mit 500ml Wasser aufgiessen. Nicht salzen. Mindestens 1 Stunde köcheln lassen.
Das Gänsefleisch mit etwas Gänsefett scharf anbraten (evtl. in mehreren Portionen), mit 200 ml Rotwein aufgiessen, salzen und ebenso mindestens 1 Stunde köcheln lassen. Das Fleisch ist am Ende ganz zart.
Man könnte beides natürlich auch im Ofen schmoren.

Die Knochen aus dem Gemüse nehmen und das Gemüse durch ein Sieb passieren. Mit 300 ml Rotwein aufgiessen und wieder einreduzieren. Die Sosse salzen, am Ende ein paar Zweige Thymian darin ziehen lassen und eine klein gewürfelte Karotte zugeben und garen. Am Ende das Fleisch zugeben. Für mich gehört Majoran zur Gans, daher habe ich getrockneten Majoran dazugegeben und beim Servieren noch etwas frischen Oregano.
Ein echtes Winter-Wohlfühl-Essen! Ich möchte fast sagen besser als Gänsebraten. Aber doch nicht ganz :-)
Als Beilage mal wieder Rotkohl-Fenchel-Salat (ja, wenn mir etwas schmeckt dann kann ich es immer und immer wieder essen…), aber diesmal ohne Orange und Feta.

Die Nudeln habe ich mit dem klassischen „1 Ei auf 100g Mehl – Rezept“ gemacht, per Hand ausgerollt, und was soll ich sagen: Natürlich waren sie wieder zu dick. Aber der Teig hat sich einfach geweigert, bei aller Kraft. Trotzdem waren sie natürlich sehr lecker. Selbstgemacht ist halt selbstgemacht. Ich warte noch auf die Nudelmaschine :-)

Zum Transport habe ich die Nudeln zwischen Butterbrotpapier gelegt damit sie nicht zusammenkleben. Ob es nötig war weiss ich nicht, aber so waren sie auf jeden Fall perfekt separiert und nichts hat geklebt.

Als Vorspeise hat hier hervorragend meine Karottensuppe mit frischem Meerrettich gepasst. Natürlich mit einem Klecks frischer Meerrettich-Sahne!

Soviel zum Kochen. Besonderen Spass hatte ich aber beim Entbeinen. Anatomische Strukturen finde ich extrem spannend und ich habe mir viel Zeit gelassen alles genau zu inspizieren und zu palpieren. Muskeln, Sehnen, die Gelenkkaspel, die Menisken, die Kreuzbänder – einfach phantastisch! Ich überlege schon, was ich als nächstes präparieren könnte – und das nächste mal mit Skalpell!!

Karottenrahmsüppchen mit Kräutern

7. November 2009

Restesuppe

Etwa alle zwei bis drei Wochen praktiziere ich eine abgeschwächte Variante von „Eating Down the Fridge“ – ein Food-Projekt bei dem man sich herausfordert eine Woche nicht einzukaufen (oder auswärts zu essen) und bis zum Ende der Woche alles an Vorräten aufzubrauchen.
So intensiv betreibe ich das nicht, ich höre einfach im Laufe der Woche auf Essen einzukaufen und habe dann am Samstag (oder auch mal Freitag) einen leeren Kühlschrank, der danach schreit bei einer Shopping-Tour auf der Leipziger Strasse und dem Konstimarkt wieder aufgefüllt zu werden.

Aus den letzten Resten kann man manchmal ganz schön was zusammenmurksen. Vor allem wenn man eigentlich zu faul zum Kochen ist. (Jaaaa, das kommt auch bei mir mal vor!)
Dann schmeckt es eher so-la-la und man ist eigentlich nur froh, dass die Reste weg sind. Die wären sonst eh vergammelt.
Um so schöner ist es, wenn aus den Resten mal etwas besonders leckeres entsteht. Wie diese Suppe.

Was in meinem Kühlschrank zu finden war (und die Herkunft):

  • etwa 10 Karotten (vom Osso Buco)
  • ein halber Staudensellerie mit etwas Grün (auch vom Osso Buco)
  • eine angebrochene Flasche Schlagsahne (vom Kürbiskern-Semifreddo)
  • einige (erstaunlicherweise noch frische) Kräuter – Petersilie, Kerbel, Kresse und Schnittlauch (vom Pasta-Experiment)
  • Mit (ausserhalb meines Kühlschranks noch gefundenen) 2 kleinen Zwiebeln und einem etwas gealterten Apfel haben sich diese Zutaten zu einem grandiosen Süppchen vereint.

    Vorgehensweise (für eine Portion): 3 Karotten mit Olivenöl anrösten, Zwiebeln dazu, dann den Sellerie (2 Stangen). Mit etwas Wasser aufgiessen, den geschälten und geschnittenen Apfel dazugeben (und psst… mit etwas Rinderbrühe-Pülverchen würzen).
    Ein wenig köcheln lassen bis alles weich ist. Dann mit meinem defekten Mixstab grob pürieren. (Ich ärgere mich jedes Mal, aber wenn ich mir einen neuen kaufe soll es ein echter Zauberstab sein und diese Investition schiebe ich etwas vor mir her…)
    Das geschnittene Selleriegrün (nur das gelbe aus der Mitte) und die gehackten Kräuter (ausser dem Schnittlauch) dazugeben, dabei etwas von allem für die Deko übrig behalten. Die Sahne dazugeben und alles nochmal ordentlich schaumig pürieren. Etwas salzen, Kräuter und Schnittlauchröllchen drübergeben … UND LOSLÖFFELN!
    Ach ja, vorher noch ein Foto machen versteht sich von selbst. Ich möchte doch mit euch teilen!

    Abschieds-Suppe

    29. Juni 2009

    — english recipe at the end of the post —

    Sonntag Abend vor meiner Abreise haben Anne-Marie und ich ein Abschieds-Süppchen gekocht, unsere leckere

    Tom Kha Gung

    Thailändische Zitronengras-Kokos-Suppe mit Garnelen

    Tom Kha Gung

    Unsere bisherigen Versionen hatten uns noch nicht ganz überzeugt. Diesmal wollten wir ein Rezept aus der „Effilee“ so genau wie möglich nachkochen.
    Ein bisschen abgewandelt wurde dann aber doch, war aber wirklich sehr lecker und hat „originalgetreu“ geschmeckt.

    Tom Kha Gung
    für 2 Portionen

    500 ml Kokosmilch
    6 Scheiben Galgant
    2 Stängel Zitronengras (längs halbieren und zerquetschen)
    4 Kaffirlimettenblätter
    5 EL Fischsoße (unsere Alternative: Austernsoße)
    2 EL Zucker
    1 TL schwarze Chilisoße (Unsere Alternative: rote Chilisoße)
    125 ml Limettensaft
    rohe Garnelen, Menge nach Belieben
    halbierte Cocktailtomaten, Champignons, Shiitake-Pilze
    frischer Koriander
    Thai Chili (die haben wir weggelassen und es war prima so)

    Kokosmilch mit den Gewürzen aufkochen und ein paar Minuten köcheln lassen.
    Garnelen zugeben und gar ziehen lassen.
    Das Gemüse kleinschneiden und in die Suppenschalen oder eine große Schüssel geben, ebenso den Limettensaft. Die Suppe daraufgiessen und mit dem Koriander und evtl. etwas Thai-Chili-Schoten bestreuen.

    Diese Version der Suppe ist sehr intensiv und gehaltvoll. In Thailand habe ich sie auch schon „dünner“ gegessen, und gerade als Vorspeise ist das zu empfehlen.
    Als Hauptspeise serviert man dazu einfach eine Portion Basmatireis.

    Tom Kha Gung
    easy and fast recipe, serves 2

    500 ml coconut milk
    1 inch galangal, thinly sliced
    2 stalkes lemongrass (cut half lengthwise and crush)
    4 kaffir lime leaves
    5 Tbsp fish sauce (aka „nam pla“, oyster sauce ist fine too)
    2 Tbsp sugar
    1 tsp black chili sauce (I used red chili sauce)
    125 ml lime juice
    raw prawns – as many as you like
    cherry tomatoes, white mushrooms, shiitake mushrooms
    fresh cilantro
    thai chili, thinly sliced (we didn’t use these and it was fine)

    Let coconut milk and the spices simmer for a few minutes.
    Add prawns, let cook until done.
    Cut vegetables and arrange in soup bowls, add limejuice.
    Pour soup in the bowls, add fresh cilantro and fine slices of thai chili if you like.
    The soup goes well with a bowl of basmati rice.