Posts Tagged ‘Oliven’

Holy Cherry!!!

6. August 2011

Ein kleiner Vorgeschmack auf mein nächstes Menü im Salon Noir: Diese eingelegten „Kirschen-als-Oliven“ sind eine Offenbarung!

„Kirschen-als-Oliven“
Quelle: http://newfinmysoup.blogspot.com

1/2 kg frische (Süss-)Kirschen
1 Bio-Orange
1 Bio-Zitrone
5 Knoblauchzehen
4 Zweige Rosmarin
6 Zweige Thymian
2 frische Lorbeerblätter
100 ml Olivenöl
50 ml Sherry Essig
1/4 TL grobes Meersalz

Kirschen entkernen und in eine verschliessbare Schüssel geben. Mit dem Sparschäler jeweils die Hälfte der Orangen- und Zitronenschale abschälen. Knoblauchzehen schälen und mit der Messerklinge flach drücken. Olivenöl und Essig mischen und mit dem Knoblauch, Salz und Zitrusschalen zu den Kirschen geben. Vorsichtig vermengen und über Nacht durchziehen lassen.

Für alle, die keinen Kirschenentkerner haben habe ich hier eine praktische, aber auch optisch schöne Alternative:
Die Kirschen auf der unteren Seite (gegenüber dem Stängel) kreuzweise einschneiden. Dann mit einem Essstäbchen (die ganz einfachen Einweg-Stäbchen aus Holz sind am besten) am Stielanstatz einstechen und den Kern nach unten herausdrücken. Dazu ab besten die Kirsche fest in die geschlossene Faust nehmen. Funktoniert einwandfrei und sieht ausserdem schön aus.

Die heilige Dreifaltigkeit der Tapas-Bars

28. April 2010

Ich liebe Oliven. Aber das war nicht immer so. Ich erinnere mich wie ich als Kind bei einem Buffet diese salzig-sauren Dinger probiert habe und wirklich geschmeckt haben sie mir nicht. Was mich aber noch mehr dazu anstachelte sie immer wieder zu probieren – das kann doch nicht sein, dass mir das nicht schmeckt! Zur Verteidigung der Olive muss ich dazusagen: das waren diese fiesen Dinger aus den 80ern – grüne ohne Kern, die mit diesem Paprika-Schwabbel gefüllt waren. Sowas esse ich heute auch nicht mehr….
Meine wahre Oliven-Leidenschaft nahm ihren Anfang an der Feinkost-Theke von Halil, wo ich einen Nebenjob hatte. Oliven in allen Farben, mit allen Füllungen und allerlei Kräutern versetzt – ein Traum. Dazu noch viele Aufstriche, Schafs- und Ziegenkäse, Antipasti und ein fabelhaftes selbstgebackenes Brot, das ich so noch nicht wieder gegessen habe. Denn den Laden gibt es leider nicht mehr.
Zum Glück gibt es aber Halil noch (der heute aber leider keinen Oliven- sondern einen Schreibwarenladen führt), denn nicht nur die Oliven, sondern auch seine Gesellschaft waren und sind eine wahre Bereicherung für mich! Heute noch (über 10 Jahre später) habe ich den Geschmack von einigen seiner Spezialitäten auf der Zunge (die ich natürlich jeden Tag probieren musste – man muss ja wissen was man seinen Kunden verkauft!) und suche, suche, suche noch nach geeignetem Genuss-Ersatz, der sich aber partout nicht finden lässt! Keiner ist so gut wie Halil!

Soviel zur Olive an sich und meiner Liebe zu ihr.
Heute esse ich Oliven zum Beispiel gerne beim Spanier. Zu leckeren Tapas oder als Appetitanreger vor den Vor- und Hauptspeisen.
Manchmal bekommt man sie ungefragt gebracht, manchmal muss man sie bestellen. Mal sind sie pur, mal eingelegt. Mit Kern oder ohne. Grün, schwarz, violett, oder gemischt.
Machmal sind sie auch eiskalt, zu sauer, salzig oder mit getrockneten Kräutern verunstaltet. Oder geschmacksneutral. Einmal üppig und mal in homöopathischen Mengen gereicht.
Für mich sind sie ein klarer Anzeiger dafür, ob dem Koch oder Geschäftsführer etwas an der Qualität der Speisen liegt, denn es macht weder mehr Arbeit noch kostet es mehr, diesem Detail ein bisschen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, noch hängt es von der Fähigkeit des Kochs ab.
Ähnlich verhält es sich nach meiner Meinung mit Brot. Beim Italiener komme ich schon vor dem Essen bei gutem Brot und Butter oder Olivenöl ins Schwärmen. Und was dem Italiener die Butter, ist dem Spanier die Aioli. Es kam schon vor, dass mein Begleiter und ich nach einer Trilogie des Grauens von pappiger Mayo mit Kräutern, Aldi-Aufback-Brötchen und eiskalten Oliven das Weite gesucht haben.

Letztes Wochenende war ich in Hamburg in einer Tapas-Bar, die uns das Grauen gelehrt hat. Ich nenne hier gerne den Namen damit wenigstens ihr diesen Fehler nicht macht: Vagueira, Lange Reihe 51, St.Georg. Auch zu finden bei Qype.
HÄTTEN wir da mal besser vorher die Dreifaltigkeit getestet!
Alle Tapas kamen aus der Mikrowelle und wurden warscheinlich schon am Vortag frittiert. Oliven hatte ich keine bestellt, aber das Brot war seltsam farblos, konsistenzlos und geschmacklos. Vielleicht war es Analog-Brot? ;-) Und die Aioli hatte eine komische Farbe (etwas dunkel und definitiv eben nicht ECHTE Aioli), hat aber zumindest etwas nach Aioli geschmeckt. Dazu kam, dass der Service schrecklich war, aber wer mehr wissen will liest bitte meinen Qype-Eintrag.

Nun zu meinem Projekt:
Ich möchte alle Tapas-Bars in Frankfurt auf die Qualität ihrer „Dreifaltigkeit“ testen. Das heisst ich bestelle zunächst nur einen Wein oder ein Bier und dazu Oliven, Aioli und Brot. Je nach Hunger vielleicht noch ein Tapa, aber kein komplettes Essen, so dass ich bei Nichtgefallen danach das Weite suchen kann….
Das Ganze soll natürlich dokumentiert und bewertet werden, dazu werde ich Punkte verteilen, bzw. Oliven von 1 bis 5.

Wer also Lust hat mich dabei zu begleiten darf sich gerne bei mir melden. Bei gutem Wetter könnte man im überschaubaren Fankfurt sogar eine kleine Bar-Tour mit dem Fahrrad machen und mehrere auf einen Schlag durchtesten!
Auf die Oliven, fertig, los!

Autschn, das zwiebelt!

4. Oktober 2009

Zwiebelkuchen-Muffins
Seit ich keine Kontaktlinsen mehr trage kann ich keine Zwiebeln mehr schneiden ohne ganze Flüsse von Tränen zu produzieren. Aber das soll kein Nachteil sein – die Taucherbrille liegt seitdem in der Küche bereit.
Die war heute Mittag wieder in Gebrauch, denn der französische Zwiebelkuchen – auch Pissaladière – vom Club Michel hat mich so überzeugt, dass ich heute schon die zweite Eigenkreation davon zubereite, um euch das Rezept zu liefern. Beim ersten Mal habe ich einen klassischen Hefeteig gemacht und den Kuchen auf dem Blech gebacken. Sehr lecker! Aber da ich ja aus praktischen Gründen gerne von allem die „petit“ Version zubereite, habe ich jetzt eine Buffet-taugliche Muffin-Variante für euch:
Für 12 Muffins habe ich knapp ein Kilo Zwiebeln in Halbringe geschnitten und in etwas Butterschmalz und einem Teelöffel braunem Zucker leicht angebräunt und gedünstet. Später habe ich dann noch frischen Thymian dazugegeben, mit Meersalz gewürzt und ein Teelöffelchen Gänseschmalz reingeschmuggelt. Gänsefett ist übrigens besser als sein Ruf, es hat ca. 68% ungesättigte Fettsäuren, davon ca. 11% mehrfach ungesättigte. Und laut meinem „fat“-Kochbuch soll es eine super Handcreme abgeben….
Die Zwiebeln in die mit dem Blätterteig ausgelegten Muffinformen geben und etwas andrücken da ja kein Eierguss oder ähnliches für zusätzliche Festigkeit sorgt. Jeden Muffin mit einer Olive (schwarze, getrocknete, am besten aus Frankreich) und einem Sardellenfilet belegen.
Die Sardellenfilets sollten nur in Salz eingelegt sein. Man spült sie mit Wasser ab oder wässert sie ein paar Minuaten damit sie milder schmecken und nicht ganz so salzig sind. Übriggebliebene können in Olivenöl eingelegt weiter aufgewahrt werden.
Nach dem Backen die Muffins mit frischem Thymian bestreuen und mit gutem Olivenöl beträufen.

Im Anschluss habe ich zum ersten Mal mit meiner neuen digitalen Spiegelreflex-Kamera ein Bild für den Blog gemacht. Und dafür, dass ich totaler Foto-Laie bin und von den tausend Einstellungen sogut wie nichts verstehe….. bin ich ganz zufrieden!
Ende Oktober mache ich einen Foto Kurs bei der VHS: Food Photography! Ich kann es kaum erwarten!

Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in die neue Woche!

Chez Michel…encore!

26. September 2009

Un petit menu française chez „Club Michel“:

SALADE FRISÉE AUX LARDONS
Friséesalat mit Speck

So einfach und so gut.

PISSALADIÈRE
Zwiebel-Sardellen-Kuchen

Diese Kombination war überraschend gut. Zusammen mit den getrockneten (aber dennoch nicht zu salzigen) Oliven, Thymian und dem ein oder anderen Spitzer Olivenöl eine wunderbare variante de Provence des bekannten Klassikers. Tut mir leid, aber Speck, Sahne und Kümmel sind somit SO WAS von gestorben!

Zwiebelkuchen

PÊCHES AU FOUR, SAUCE AUX PISTACHES
Gebackene Pfirsische mit Pistaziensauce

Sehr, sehr lecker und leicht. Aber es schreit nach einer eigenen Variante! Den Pfirsich hätte ich halbiert gegrillt oder etwas länger gebraten. Oder vielleicht eine Blätterteigvariante auf Pistazienschaum? Da fällt mir sicher was ein….

Pfirsisch

Die Türkei liegt in Bornheim

22. Juni 2009

Den nächsten Monat werde ich in der Türkei verbringen. Dass ich von dort aus fleissig weiterbloggen werde versteht sich von selbst!
Vorhin konnte ich auf der Bergerstrasse an einem wunderbaren türkischen Laden einfach nicht vorbeigehen….

türkisches Allerlei

Drei Sorten Oliven: Fette grüne, schwarze getrocknete und scharf eingelegte mit Paprika. Dazu Pepperoni, etwas Schafskäse und Auberginencreme. Wie das gekringelte Brot heisst werde ich sicher in der Türkei lernen.
Dazu passte hervorragend das Lammsteak vom Markt an der Konstabler Wache. Eingelegt mit Olivenöl, Rosmarin und Knoblauch, scharf angebraten mit Butterschmalz, in Alufolie im Ofen weitergegart und noch wunderschön rosa. Und lasst euch sagen: Es war einfach unglaublich zart und wunderbar aromatisch.

Fabelhaftes Lammsteak