Posts Tagged ‘Mediterran’

Entspanntes mediterranes Menü

17. August 2009

Artischocke

Artischocken mit Knoblauch-Dip

Artischocken gehören definitiv zu meinen Lieblingsgemüsesorten und am liebsten mag ich sie ganz basic. Hier mache ich auch ausnahmsweise optische Eingeständnisse und versuche auf dem Markt am Südbahnhof geschickt zu handeln, wenn die äusseren Blätter der Artischocken nicht mehr so schön aussehen. Das macht geschmacklich keinen Unterschied und ich bekomme doppelten Genuss fürs gleiche Geld.
Mein perfekter Dip dazu ist schnell zusammengerührt:
Aioli und Joghurt zu gleichen Teilen (wenns schnell gehen soll nehme ich die „Allioli“ von Couvi aus dem Kühlregal), etwas Zitronensaft und Salz nach Geschmack, gehackter Oregano und evtl. noch mehr Knoblauch nach Geschmack.
Zur Vorbereitung der Artischocken zunächst die untersten Blätter um den Stiel abzupfen und den Stiel über der Tischkante abbrechen, dann die Artischocke auf der Unterseite gerade abschneiden und die Schnittstelle sofort mit Zitronensaft einreiben. Dann die Spitze auch um einige Zentimeter kürzen, so passen mehr Artischocken in einen Topf. Wer es besonders schön haben will schneidet nur die einzelnen Blätter mit der Schere gerade ab. In reichlich Salzwasser ca. 25 min garen. Ich gebe auch immer noch die restliche Zitrone mit in den Topf. Die Artischocken sind gar, wenn man die Blätter ohne Mühe auszupfen kann. Gut kopfüber abtropfen lassen und los gehts mit dem Fingerfood!
Und nicht vergessen Messer und Gabel für den Artischockenboden mit auf den Tisch zu legen!

Lammsteak mit Kichererbsen-Püree

Lamm-Hüftsteak mit Kichererbsen-Püree und halb-getrockneten Tomaten

Zum Hauptgang gab es mal wieder Lammsteak aus dem Taunus das ich immer auf dem Markt auf der Kontablerwache kaufe. Dazu ein Püree von Kichererbsen und halb-getrocknete Tomaten.
Die Lammsteaks in Olivenöl, Rosmarin und Knoblauch einlegen und ein paar Stunden oder über Nacht marinieren. Salzen und pfeffern und in Butterschmalz scharf von beiden Seiten anbraten. Dann in Alufolie gewickelt mit den Kräutern on top im Ofen bei mittlerer Hitze weitergaren. Dafür habe ich keine Zeitangabe, das kommt ganz drauf an wie gross und dick das Steak ist und welchen Gargrad man mag.
Für das Kichererbsenpüree eine gehackte Zwiebel in Olivenöl glasig dünsten und mit einer Dose Kichererbsen und etwas Fond oder Gemüsebrühe pürieren. Ich habe ausserdem noch Sesam angeröstet, mit grobem Meersalz im Mörser zerrieben und dazugegeben. Ein Stück Butter oder ein Schluck Sahne schadet nie. Dann noch etwas Pfeffer und fertig!
Die halbgetrockneten Tomaten habe ich zu Testzwecken einer Speed-Trocknung unterzogen und sie in einer ofenfesten Form im Ofen bei ca. 150°C etwa eine Stunde „gebacktrocknet“ nach dem ich sie mit Meersalz, Pfeffer und etwas Olivenöl beprenkelt hatte. Geschmacklich hat mich das noch nicht überzeugt, aber es sah toll aus und war einfach.
Garniert habe ich alles noch mit feinem Rucolablättern und gerösteten Pinienkernen. Sieht schön aus, oder?

Himbeertörtchen
Ganz schnelle Himbeer-Törtchen

Zum fruchtigen Abschluss – ganz unmediterran – gab es kleine Himbeertörtchen. Auch hier habe ich man ganz entspannt zur Convenience-Ware gegriffen und fertige Bisquit-Tarteletts verwendet. Frisch geschlagene Sahne mit pürierten Himbeeren und etwas Himbeer-Marmelade verrühren und auf die Tarteletts geben. Mit einigen Himbeeren garnieren und geniessen. Mehr Aufwand ist mit so einem vollen Bauch auch nicht angesagt.

Dies ist ein entspanntes kleines Menü, und es tut mir auch gar nicht leid, dass ich bei jedem Gang ein Fertigprodukt verwendet habe… wobei ich Kichererbsen aus der Dose total legitim finde. Perfekt für einen Sonntag-Abend!

Artischocken mit Knoblauch-Dip
2 grosse Artischocken
4 EL Aioli
2 EL Joghurt 3.5%
1 EL Oregano, gehackt
1 TL Zitronensaft
Salz und gepressten Knoblauch nach Geschmack

Lamm-Hüftsteaks
2 Lamm-Steaks á 150g
1 Zweig Rosmarin, 2 Knoblauchzehen und Olivenöl zum marinieren
frisch gemahlener Pfeffer, Salz
Butterschmalz zum Anbraten

Kichererbsen-Püree
1 Dose Kichererbsen
1 kleine Zwiebel
Olivenöl zum Anbraten
ca. 50ml (Gemüse-) Fond
2 EL Sesamsaat, geröstet und im Mörser zerstossen
Salz nach Geschmack
1 TL Butter
Rucola und geröstete Pinienkerne zur Garnierung

Halb-getrocknete Tomaten
2 mittelgrosse aromatische Tomaten
Meersalz, Pfeffer
etwas Olivenöl

Himbeertörtchen
2 Mürbeteig-Tarteletts
1/2 Becher Sahne
Bourbon-Vanillezucker
100g Himbeeren
1 EL Himbeer-Konfitüre
einige Himbeeren zum Garnieren

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Einmal Kebab – nie mehr Döner!

30. Juli 2009

Sicher habt Ihr alle beim Dönermann um die Ecke in der netten Glasvitrine schon diese Hackfleisch-Spiesse liegen sehen. Gleich neben den bekannten Döner-Zutaten Salat, Zwiebeln, Wasserbomben (auch Tomaten genannt) und der guten Knobi-Sosse…..
Aber wer von Euch hat sich so ein Kebab schon mal bestellt?? Die Deutschen haben wohl wenig Vertrauen in Hackfleisch-Produkte, die roh in der Vitrine liegen – und das auch noch beim TÜRKEN! Vergesst nicht, dass viele Döner auch zur Hälfte aus Hackfleisch bestehen und traut Euch einfach mal einen Schritt weiter. Bin gespannt auf Eure Berichte. Ich werde auch selbst mal austesten, ob die deutschen Türken auch solche super-saftigen Kebabs hinkriegen. Das Ganze bekommt man natürlich auch als To-Go-Variante in Brot gewickelt wie ein Lahmacun. Nur zum empfehlen und mindestens doppelt so saftig wie ein Döner.

Zweierlei Lamm-Kebab ... ... und eine Auswahl an Mezze

Zu den zwei verschiedenen Kebab-Varianten und den kleinen Lamm-Kottelets gab es Beilagen und Mezze (Vorspeisen) – Joghurt mit Knoblauch und Gurken, Auberginen-Salat, Hirtensalat, gegrillte Tomaten, Paprika und Zwiebeln, eine pikante Paste aus gegrillten Paprika, Bulgur-Pilaw, Salat, Zwiebeln und Mini-Lahmacun.

Beyti-Kebab

2. Juli 2009
Lammhack-Kebap

Dieses Gericht war ein sehr leckeres:
Lammhack-Kebab vom Grill (d.h. auf dem Spieß gebraten), in ganz dünnes Brot gewickelt. Ganz wichtig ist bei der Zubereitung – habe ich mir sagen lassen – das Ganze mit Lamm-Fett zuzubereiten. Außerdem darf Knoblaub nicht fehlen.
Serviert wurden die Fleischröllchen mit Joghurt und Petersilie, dazu gab es Salat, gegrilltes Gemüse, ein leckeres Mus aus gegrillten Paprika, Zucchini und Tomaten und eine Art Couscous.
Die Grill-Aromen waren fantastisch! Vor allem das Gemüse-Mus hat durch den Grillgeschmack wirklich hervorragend geschmeckt und war von der Schärfe genau richtig. Das Lamm mit dem Joghurt war auch eine gelungene Mischung, deftig und warm mit frisch und kühl.
Note 1 fürs Grillrestaurant!

Beilagen

Where is my Romeo?

26. Juni 2009

„Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.“

Lieber Oscar Wilde, ich schliesse mich Ihrer Meinung an!

„Das Beste“ muss aber nicht heissen dass ich nur im Gourmet-Tempel ins Schwärmen kommen kann. Auch eine Pizza kann der absolute Genuss sein, wenn sie denn richtig gut ist.
Pizza also ….. kann mir jemand mal einen richtig guten Pizza-Lieferdienst nennen? Jeden zweiten Tag habe ich so ein Werbeblättchen im Briefkasten, aber die Pizzen per Kurier sind einfach immer … sagen wir mal ungeniessbar!

Meine Lieblingspizza ist die „Originale“ von unserem Michele in Ober-Modau. Leckerer knuspriger Teig (ohne Tomatensosse), Mozzarella, frische Tomaten und Kräuter – es braucht nicht viel um mich zufrieden zu machen.
Doch eine „Originale“ beim Lieferservice zu bestellen habe ich schon lange aufgegeben. Zweiter Versuch: „Pizza Vegetale“ – aber doch bitte mit frischem Gemüse und nicht unter einer dicken Schicht von zähem Analog-Käse!!!
Ich hatte alle Hoffnung schon aufgegeben, da erschien mir mein Pizza-Messias: Pizzeria Romeo in der Mendelssohnstrasse.
So eine wunderschöne, dick belegte, knusprige Gemüse-Pizza hat bisher kein Liefer-Service hervorgebracht.
Ich bestelle sie am liebsten in Kombination mit einem kleinem Meeresfrüchte-Salat – das ganze reicht locker für zwei. Trotzdem gebe ich zu, dass ich es öfter schaffe alles zu verputzen – es ist einfach zu lecker. Dabei ist die Pizza so gut, dass sie es problemlos verträgt am nächsten Tag nochmal aufgebacken zu werden.

Genug erzählt, ihr sollt jetzt auch sehen von was ich schreibe:

Consegna a domicilio!

Einen Wermutstropfen gibt es aber doch: Romeo ist wohl am Wochenende bei Julia zu Besuch: Der Laden ist zu!
Aber ich sollte nicht undankbar sein und hoffe stattdessen nur, dass Romeo weiterhin so lecker bleibt, dann droht auch keine Verbannung…

Pizzeria da Romeo
Mendelssohnstrasse 83
60325 Frankfurt (Westend)
069 – 749501

Quiche to go

21. Juni 2009

Am Freitag war ich zu Besuch bei meinen Großeltern und habe in weiser Voraussicht einen kleinen Snack vorbereitet.
Es handelt sich um ein Rezept nach dem ich ständig gefragt werde, dabei gibt es gar kein Rezept.
Daher werde ich jetzt und hier zumindest eine „Anleitung“ veröffentlichen, damit in Zukunft weniger Parties und Brunches auf meine „Quiffins“ verzichten müssen.

Quiffins
– Eine Mischung aus Quiche und Muffin, schmeckt kalt fast so gut wie frisch aus dem Ofen

Man nehme eine Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal. Mit einem Glas Kreise ausstechen und diese locker in die Mulden von gefetteten Muffinformen geben. Ich selbst habe ein Muffin-„Blech“ aus Silikon, da lassen sich die kleinen Kerlchen nach dem Backen leicht rausdrücken.
Reste vom Blätterteig auf- oder aneinanderlegen und evtl. nochmal ausrollen. NIEMALS kneten. Den Teig an den Seiten und am Boden leicht andrücken und am Boden mit einer Gabel einstechen.
Für die Füllung sollte jeder seine Kreativität zum Einsatz bringen. Für meine beliebte mediterrane Variante werden Paprika, Zucchini (Kerne entfernen, sonst wird’s zu wässerig) und (Frühlings-)Zwiebeln mit Thymian, Salz und Pfeffer angebraten und zusammen mit Scheiben von schwarzen Oliven und kleinen Fetawürfeln in die vorbereiteten Mulden gegeben.
Je nach Geschmack kann man andere Gemüsesorten, andere Kräuter, scharfe Pepperonis und Speckwürfel nehmen, es gibt aber auch ausgefallene Varianten z.B. Lauch mit Speck oder Birne mit Gorgonzola. Ausprobieren!!!
Für den Eierguss (bei 12 Quiffins) 2 Eier mit einem halben Becher Schmand oder Creme fraiche verrühren, Pfeffer und ordentlich Salz dazugeben. Wird Feta oder Speck verwendet mit dem Salz etwas vorsichtiger sein. Den Eierguss in jedes Quiffin geben bis kurz unter dem Rand des Blätterteigs. Nach Möglichkeit sollte der Guss nicht über den Rand fliessen, sonst sehen die Quiffins hinterher von aussen nicht so schön aus.

liebevoll vorbereitet

Das Ganze im Backofen bei ca. 180-200° ca. 10 min backen bis die Quiffins eine schöne Farbe haben.

knusprig gebacken

Quiffins
1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal
verschiedene Gemüse und frische Kräuter je nach Geschmack
Knoblauch, Salz, Pfeffer
Oliven, Feta-Würfel oder Speck nach Geschmack

Eierguss
2 Eier
1/2 Becher Schmand oder Creme fraiche
1 TL Salz, Pfeffer

Zu meinen Quiffins gab es am Freitag einen kleinen Salat aus Tomaten und Gurken (so schöne, die aussehen wie aus dem eigenen Garten) vom Kelsterbacher Markt, mit Frühlingszwiebeln, frischem Dill, Petersilie und Kresse.

Ein kleiner feiner Abendimbiss

Lasst es euch schmecken!