Posts Tagged ‘Low Carb’

Gemüsehimmel

16. Juni 2011

Heute habe ich mich den ganzen Nachmittag auf das Abendessen gefreut.
Um diese Jahreszeit bin ich total im Gemüsehimmel… man kann sich gar nicht entscheiden.
Meine Beute vom Erzeugermarkt: die fettesten Kirschen der Welt (leider schon weggegessen), ein Lammhüftsteak aus dem Taunus (kommt Euch sicher bekannt vor…), vielleicht die letzten Spargel für diese Jahr und eine Tüte Saubohnen.

Mein Abendessen:

Lammhüftsteak mit Johannisbeer-Sosse
Lauwarmer Salat aus Spargel, Erbsen und Saubohnen

Hüftsteak salzen und pfeffern, in Butterschmalz im kleinen Pötterchen scharf anbraten und dann im Ofen bei 150°C noch ca. 15 min weitergaren lassen.
(Das Pötterchen ist mein Lieblingstopf von Oma, ein kleines blaues gusseisernes Töpfchen dem der Deckel fehlt, das aber höchst praktisch ist um kleine Portionen Fleisch scharf anzubraten und dann im Ofen langsam weiterzugaren.)
Fleisch in Alufolie wickeln und den Bodensatz im Topf mit einem Esslöffel Gelee (Johannisbeer heute, aber Holunder ist BEST!)
auflösen etwas einkochen lassen. Fleisch aufschneiden und mit der Sosse perfektionieren :-D
Während das Fleisch im Ofen ist: Saubohnen und Erbsen aus den Hülsen holen, blanchieren und die Bohnen noch aus ihrer Haut drücken. Spargel schälen und in groben Stücken ebenso in Salzwasser (mit etwas Zucker) bissfest garen. Alles mit einem Dressing aus Zitronenconfit (danke, Simon), Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer marinieren.
Yumm!

Lecker Learning heute:
Diesen „Salat“ könnte man auch roh zubereiten. Die dicken Bohnen, eigentlich Ackerbohnen gehören zu den Wicken und sind somit – anders als Bohnen – auch roh geniessbar. Und Spargel ist auch roh äusserst lecker. Wirklich! Einfach mal ausprobieren!

Zum Kochen ist immer Zeit!

15. Juni 2011

Das höre ich oft: Ich hab doch keine Zeit zum Kochen…
Aber eine Pizza aus dem Kühlfach braucht auch 20 min, oder nicht?
Ich arbeite 4 Tage die Woche bis 20 Uhr. Und trotzdem gibt es bei mir Abends kein Wurstbrot und auch kein Fertigessen.
Mit ein bisschen Kreativität und Grundkenntnissen in der Zubereitung von Zutaten gelingt jedem in kurzer Zeit ein schönes Essen.

Der Blick über meinen Tellerrand gestern Abend:

Auch ein Food-Freak wie ich kauft nicht immer auf dem Markt ein. Dieses schöne Gemüse habe ich bei REWE erbeutet… Kohlrabi, frische Erbsen und eine Artischocke. Ich konnte mich nicht entscheiden, also wurde es ein grüner Teller.

Das Kalbskotelett ist ganz simpel in Butterschmalz gebraten, der Kohlrabi in zwei Hälften zusammen mit der Artischocke in Salzwasser und einer halben Zitrone bissfest gegart. Das dauert etwa 20 min.
Den Kohlrabi in dünne Scheiben schneiden und zusammen mit den blanchierten Erbsen mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Olivenöl verfeinern. Zur Artischocke gab es einen Dip aus 1/2 Aioli und 1/2 Joghurt mit Zitrone und Majoran.

Ein kleiner grosser Genuss am Ende des Tages!

PS: Wieder ein Beispiel für ein schönes Low-Carb Gericht!

Brotfreie Zone

1. Juli 2010

Bisher habe ich im Blog hauptsächlich genussorientierte Themen behandelt. Schliesslich bin ich der Meinung, wer zu geniessen weiss, der kann auch Mass halten, denn nicht die Quantität, sondern die Qualität entscheidet über den Genuss.
Trotzdem muss auch ich manchmal darauf achten was ich esse und bin nicht immun gegen diese kleinen fiesen Kalorien, die Nachts die Hosen enger nähen.
Mein „Geheimnis“ (das heute keins mehr ist), ist eine zucker- und stärkereduzierte Ernährung, auch bekannt als LOGI-Methode.
Ohne hier gross ins Detail zu gehen (kommt später – und ich beantworte auch gerne alle Fragen) – ich verzichte einfach auf die typische „Sättigungsbeilage“ zu den Gerichten, und achte dafür auf eine ausreichende Eiweiss- und Ballaststoffversorgung. Fett ist dann gar nicht mehr so relevant.
Vor allem Abends sind Kohlenhydrate in Form von Brot, Kartoffeln, Reis, Nudeln und natürlich Zucker tabu – dafür gibt es Fleisch, Fisch, Milchprodukte oder pflanzliche Eiweisslieferanten (am besten eine Kombination) und viele Ballaststoffe – ja, davon wird man satt!
Brot gibt es bei mir so gut wie nie, vor allem nicht als Abendessen, trotzdem esse ich natürlich Nudeln, Kartoffeln und Brot WENN es besonderen Genuss verspricht, aber nie zum satt essen.
Trotzdem kommt dann oft die Frage: Und was isst du dann?

Hier kommt ein Beispiel:

Spanferkel-Koteletts vom Grill, Ratatouille und Linsensalat mit Ziegenkäse


Wer hatte denn hier noch Appetit auf eine Wurst…?


Für den Linsensalat 2 Tassen schwarze Linsen nicht zu weich kochen (erst gegen Ende der Garzeit salzen). Mit 4 EL (oder nach Geschmack) Aceto Balsamico beträufeln und abkühlen lassen.
Eine rote Zwiebel in feine Spalten und einige Karotten in feine Stifte schneiden. Die Karotten habe ich in etwas Erdnussöl angebraten, aber man kann sie auch roh verwenden. Mit viel Petersilie würzen, evtl. nochmal salzen und pfeffern und nach Belieben noch 2 EL Oliven- oder ein Nussöl dazugeben. Der Salat kann auch lauwarm als Gemüse servierte werden. Zum Schluss Ziegenkäse (oder Schafskäse) aus der Lake darüberkrümeln und servieren.


Eine grosse Schüssel Ratatouille gab es auch. Auberginen, Zucchini, rote und gelbe Paprika, (Gemüse-)Zwiebeln, Fenchel und Tomaten anbraten, mit Knoblauch, Petersilie, Thymian, Basilikum, Rosmarin, Salz und Pfeffer würzen. Schmeckt heiss und lauwarm.

Typischerweise würde man hier jetzt ein schönes Baguette dazu reichen. Nicht nur um die Sosse vom Ratatouille aufzustippen. Aber warum? Gewohnheit? Oder haben wir Angst nicht satt zu werden?
Glaubt mir: Auch ohne grosse Not schmeckt die Wurst auch ohne Brot! :-) Aber schön Gemüse dazu essen, ja?


Zum Abschluss habe ich mir einen Minze-Tee gegönnt, der mir NUR mit ECHTEM Zucker schmeckt. Soviel zum Thema Genuss … manchmal kann man einfach keine Eingeständnisse machen.


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