Posts Tagged ‘Kuchen’

Föhr-gnügte Käfer und noch mehr Kuchen

21. Mai 2010


Frühlingsgefühle auch bei den Marienkäfern – und bald sind auch die Pfingstrosen soweit … wo doch Pfingsten vor der Tür steht.



Ein letztes Mal Kaffee und Kuchen in der Sonne, im „Café im Apfelgarten“ in Oldsum. Nebendran ein sehr schöner kleiner Laden mit lauter schönen Dingen, den wir uns morgen vor Abfahrt noch einmal vornehmen werden.

We ♥ old-fashioned Kaffeekränzchen!

3. Mai 2010



Mit 30 gehöre ich jetzt seit einer Woche endlich zur erwachsenen und seriösen Gesellschaft (unter 30 gilt man heutzutage ja noch als „Jugendlicher“). ;-) Da passt doch ein feines, old-fashioned Kaffeekränzchen hervorragend zum Anlass.
Mit hübschem Porzellan mit Blütenmustern, Sammeltassen, Spitzendeckchen und Blumen aus Omas Garten war die Dekoration farbenfroh und stilecht nostalgisch. Statt neumodischem Schnickschnack wie Latte Machiato gab es Filterkaffee und Likörchen, aber auch Prosecco und frischen Minztee.
Und wie in alten Zeiten wurde mit den Kalorien nicht gegeizt: Für die zwei Biskuitrollen mit Erdbeeren und Himbeeren ging einiges an Schlagsahne drauf und in dem super schokoladigen Schokokuchen aus dem Kochbuch von Delicious Days verschwand fast ein komplettes Stück Butter, dafür aber nur 3 Esslöffel Mehl. Immer wieder ein Wunder!
Ausserdem gab es eine schnelle Nuss-Kirsch-Torte und ein Rhabarber-Tiramisu, das ich euch zur Rhabarber-Zeit dringend noch vorstellen muss – ein Photo gab es schonmal hier.

Die Biskuitrollen waren für mich eine Premiere, ich backe ja eher selten und schon gar keine kompletten Kuchen – wer soll die denn essen? Ich habe nunmal keine ganze Familie zu verköstigen.
Die Biskuitrollen waren allerdings so flott fertig dass das sicher nicht das letzte Mal war. We ♥ Kaffeekränzchen!

5 Eier
120 g feinster Backzucker
Prise Salz
(1/2 TL Zitronenschale, fein abgerieben)
80 g Mehl
40 g Kartoffelstärke
Puderzucker oder Stärkemehl zum Bestreuen
200-300g Schlagsahne
Zucker oder Vanillezucker nach Geschmack
250g (oder mehr) Himbeeren, Erdbeeren oder anderes Obst
4 Blatt Gelatine (bei sofortigem Verzehr nicht nötig)

Backofen auf 200 Grad vorheizen (bei Ober- und Unterhitze, bei Heißluft auf 180 Grad vorheizen).
Eier trennen. Eiklar mit einer Prise Salz steifschlagen.
Eigelbe und Zucker in einer mittelgrossen Schüssel so lange schlagen bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat.
Eischnee auf die Ei-Zucker-Masse geben, Zitronenschale dazugeben und Mehl und Stärke darübersieben. Alles vorsichtig unterheben. Masse schnell aber mit Vorsicht auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, mit einer Palette gleichmäßig verstreichen und im Ofen auf mittlerer Schiene etwa 8-10 Minuten hell backen. Ofentür geschlossen halten.
Ein Stück Backpapier von der Größe des Backblechs mit Puderzucker oder Stärke bestreuen. Gebackenes Biskuit auf das Backpapier stürzen und mitgebackenes Papier abziehen.

Die Schlagsahne schlagen und nach Geschmack und je nach Obstsorte süssen. 4 Blatt Gelatine einweichen und in einem Topf bei ganz geringer Hitze mit 2 EL Wasser auflösen. Mit etwas Sahne oder etwas Fruchtpüree verrühren und dann vorsichtig in die übrige Sahne unterheben und das Obst untermischen.
Sahne-Frucht-Masse auf den abgekühlten Biskuit geben und mit Hilfe des Backpapiers aufrollen. Die Rolle mit Puderzucker bestäuben.
Die fertige Rolle lässt sich auch toll einfrieren.

Zitronen-Mohn-Muffins

24. Januar 2010



Backen und vor allem Kuchen backen ist nicht mein Steckenpferd. Vielleicht weil man nicht alle 5 Minuten probieren und sich im Laufe des Prozesses immer mehr auf das Endergebnis freuen kann (deshalb liebe ich Schmorgerichte…).
Aber die Zitronen-Mohn-Kombination ging mir schon seit einer Woche nicht aus dem Kopf.
Nach einem kurzen Besuch bei Foodgawker – wo ich sonst vor allem neue Inspirationen suche – wurde mir klar, dass ich da nicht die erste war. Über 30 wunderschöne Kombinationen von Mohn und Zitrone, in allen Formen und mit verschiedensten Toppings und Frostings.
Als Backmuffel möchte ich mich dann aber genau an das Rezept halten (was ich sonst nie tue) und genau da liegt der Hase im Pfeffer:
Amerikanische Rezepte und ihr „Baking Soda“ und „Baking Powder“:

Baking Soda = Natron
Baking Powder = Backpulver = Natron mit Zusatz von einem Säuerungsmittel

Ausführlicher:
BAKING SODA ist Natriumhydrogencarbonat (kurz Natron). Im Handel wird Natron auch unter Bezeichnungen wie „Speisesoda“, „Backsoda“, Speisenatron (z. B. in Rezepten) und unter den Traditionsmarken „KaiserNatron®“ oder „Bullrich-Salz®“ gehandelt.

BAKING POWDER = Backpulver = eine Mischung aus (meist) Natriumhydrogencarbonat und einem Säuerungsmittel, oft Dinatriumdihydrogendiphosphat (E 450a) oder Monocalciumorthophosphat (E 341a), einem sauren Salz. So genannte natürliche Backpulver enthalten als Säuerungsmittel Zitronensäure (E 330) oder Weinsäure (E 334); auch Weinstein (E 336).

Das würde heissen, ich sollte in Zukunft auch Natron im Haus haben, allerdings kommt da noch das Problem hinzu, dass das deutsche Backpulver von der Backtriebkraft angeblich nicht mit dem amerikanischen Baking Powder übereinstimmt.
Ich habe mich dann doch an ein deutsches Rührteig-Rezept gehalten um auf Nummer sicher zu gehen.

Aber kann man eigentlich zu viel Backpulver oder Soda verwenden? Was passiert dann? Ich freue mich über Erfahrungsberichte und Ratschläge!

Zitronen-Mohn-Muffins
Quelle: www.chefkoch.de
1 Kastenkuchen oder 12-15 Muffins

250 g weiche Butter
100 g Mohn (ganze Samen)
1 Vanilleschote
150 g feinster Backzucker
5 Eier
Abrieb von 2 unbehandelten Zitronen
Saft von 1 Zitrone
250 g Mehl
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
150 g Puderzucker (für den Guss)

Zitronen gut waschen und die Schale abreiben.
Butter schaumig rühren, Mohn, Zucker, die ausgekratze Vanille, Zitronenabrieb und 5 Eier dazugeben und gut glattrühren.
Mehl mit Backpulver und der Prise Salz mischen und zur bisherigen Masse sieben. Alles zusammen nochmals kurz, aber gut verrühren und den Teig in eine gut gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kastenform oder in Muffinformen füllen.

Bei 175° ca. 60min backen, Muffins dauern erheblich kürzer (ca. 15min) Am besten die Probe mit dem Holzstäbchen machen.

Puderzucker in ein Schüsselchen geben und etwas Zitronensaft dazurühren. Ich mache meinen Guss sehr dick weil es auf den Muffins schön aussieht und habe hier ein bisschen violette Lebensmittelfarbe hinzugefügt.
Bei einem Kastenkuchen kann man mit einem Holzstäbchen Löcher in den Kuchen stechen und einen eher dünnen Guss (100g Puderzucker auf Saft von 2 Zitronen) darüber- und hineingiessen. So wird der Kuchen besonders saftig und zitronig. Dann den Kuchen einen Tag durchziehen lassen. Eine dicke Glasur sieht dann trotzdem zusätzlich schön aus.

Schoko-Himmel

11. Oktober 2009

Dieses Schoko-Schätzchen ist nichts für Kalorien-Zähler und Salat-Knabberer. Die kleine Kuppel mit 18cm Durchmesser besticht durch „innere Größe“ – je 400g Schokolade und Sahne stecken in diesem Traum von Torte. Unter ihrer Decke steckt ein geradezu überirdischer Schoko-Schaum. Hüftgold in absoluter Bestform!

Schoko-Mousse-Torte

Cupola con mousse al cioccolato – Schoko-Mousse-Torte

Für den Boden:
40g Edelbitter-Kuvertüre (70%), 1 Ei, 30g weiche Butter, 30g feiner Zucker, 50g Mehl
Die Kuvertüre grob hacken und in eine kleine Schüssel geben. Im warmen Wasserbad schmelzen. Ei, Butter und Zucker mit den Quirlen des Handrührers cremig-schaumig rühren. Erst die geschmolzene Schokolade, dann das Mehl zugeben und unterrühren. Teig in einer kleine mit Backpapier ausgelegte Springform (18cm Durchmesser) streichen und bei 180°C im vorgeheizten Backofen auf der 2. Schiene von unten 10 min backen (Ober-/Unterhitze). Abkühlen lassen und vom Papier lösen.

Für die Schokoladenmousse:
200g Edelbitter-Kuvertüre (70%), 2 Blatt Gelatine, 2 Eier, 1 EL Zucker, 3 EL brauner Rum, 50g Baiser, 350g Schlagsahne
Die Kuvertüre grob hacken und im Wasserbad schmelzen. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Eier, Zucker und Rum in einen Schlagkessel geben und über dem kochenden Wasserbad cremig-dicklich aufschlagen. Flüssige Kuvertüre unterrühren. Gelatine gut ausdrücken, zugeben und in der warmen Schokoladenmasse auflösen. Im kalten Wasserbad kalt rühren.
Baiser in grobe Stücke schneiden. Sahne steif schlagen. Sahne nach und nach vorsichtig unter die kalte Schokoladenmasse heben. Baiserstücke zugeben und unterheben.
Eine Eisbombenform (18cm Durchmesser, Inhalt 1,5l) mit Klarsichtfolie auslegen und die Schokoladenmousse einfüllen. Den Tortenboden auflegen und leicht andrücken. 4 Stunden ins Tiefkühlfach stellen.

Für die Canache (Schokoladenglasur)
150g Zartbitter-Kuvertüre (70%), 20g Kakaopulver, 60g Zucker, 70ml Wasser, 50ml Schlagsahne, 20g Baiser zum Dekorieren
Die Kuvertüre hacken und im Wasserbad schmelzen. Kakaopulver mit dem Wasser, Zucker und Sahne in einem Topf gut verrühren, kurz aufkochen und mit der Kuvertüre verrühren. Canache ca. 30 min abkühlen lassen, bis sie zähflüssig ist.
Schokoladenmousse-Torte aus der Form lösen, Folie entfernen und die Torte auf eine Tortenplatte setzen. Die Canache von der Mitte aus auf die Torte giessen und mit einer Palette zügig rundherum verstreichen. In den Kühlschrank stellen und über Nacht auftauen lassen.
Baiser grob zerbröseln und über die Torte streuen.

Zubereitungszeit ca. 1:30 Stunden (plus Gefrier- und Kühlzeit)

Tipp: Mehrere Blätter Butterbrotpapier leicht überlappend unter die Ränder der Torte auf die Tortenplatte legen. Diese kann man leicht herausziehen wenn die Canache aufgestrichen wurde (sofort!) und die Tortenplatte ist beim Servieren rundherum schön sauber.

Marshmallow-Törtchen aus der Hölle

30. Juni 2009

Heute schreibe ich mal was für die Kategorie
„Jessie schmeckts NICHT!“

Als aufgeschlossener Mensch probiere ich am Buffet auch Dinge, die auf den ersten Blick nicht meinem Beuteschema entsprechen.
Heute Mittag war das ein kleines lindgrünes Törtchen. Das Grün suggerierte zwar eher Waldmeister-Aroma als Pistazien-Geschmack, aber da Pistazien hier eine beliebte Zutat von Süßem sind war es nicht auszuschließen, dass sich da vielleicht eine Leckerei hinter künstlichem Farbstoff versteckt.
Aber – ohweh! Eine kleine Katastrophe auf meinem Teller:
Die Konsistenz war gelatineartig fest, wie eine Götterspeise die nach falschem Mischverhältnis hergestellt wurde. Geschmacklich war es eine Herausforderung aus Waldmeister-Wackelpudding und Marshmallow. Süßer kann ein Dessert nicht sein – dachte ich – bevor ich das vermeintliche Sahnehäubchen probierte. Das war aber eine Art rohe Baiser-Masse nur NOCH viel süsser, was ja eigentlich nicht möglich ist. Die wortwörtliche Krönung war die rote Soße: Ich tippe auf geschmolzene Erdbeer-Gummibärchen.
Ich hoffe nur, dass dieses Dessert die kreative Missetat eines schlechten Kochs ist und nicht eine türkische Spezialität. Sonst wäre ich etwas enttäuscht….

Fieses Törtchen