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Gans lecker! – Gänse-Ragout mit Bandnudeln

21. November 2009


Leider nicht ganz scharf, dafür aber GANS lecker! Meinen Mitessern hat es etwas am Verständnis für die Notwenigkeit der Fotos gefehlt, da musste ich mich etwas beeilen…

Es gab: Gänse-Ragout mit hausgemachten Bandnudeln

Einsatz: Eine Idee, 2 Gänsekeulen, etwas Gemüse und viel Zeit.
Gewinn: Spass, Lerneffekt und ein besonderes Geschmackserlebnis.
Ein Rezept brauche ich nicht – ich traue sowieso niemandem :-)

Hier ist mein Rezept ohne viel Schnickschnack, aber mit etwas Zeiteinsatz:

Gänse-Ragout
Quelle: eigene Kreation
Für 3 Portionen

Zwei Gänsekeulen (á 400g) enthäuten und entbeinen, die Haut in Stücke und das Fleisch in Würfel von ca. 2cm Kantenlänge schneiden. Das dauert länger als man denkt, ausserdem habe ich mal wieder ein wirklich scharfes Messer vermisst.
Das Fett aus der Haut in einem grossen Topf auslassen ausgiessen und beiseite stellen. Die Knochen in den Topf dazugeben und anrösten. Eine Petersilienwurzel und einige Karotten in groben Stücken zugeben und ebenso anrösten. Zuletzt 2 Zwiebeln dazugeben, ebenso 1/2 TL Pefferkörner, 1TL Koriandersamen, alles noch eine Weile rösten und mit 500ml Wasser aufgiessen. Nicht salzen. Mindestens 1 Stunde köcheln lassen.
Das Gänsefleisch mit etwas Gänsefett scharf anbraten (evtl. in mehreren Portionen), mit 200 ml Rotwein aufgiessen, salzen und ebenso mindestens 1 Stunde köcheln lassen. Das Fleisch ist am Ende ganz zart.
Man könnte beides natürlich auch im Ofen schmoren.

Die Knochen aus dem Gemüse nehmen und das Gemüse durch ein Sieb passieren. Mit 300 ml Rotwein aufgiessen und wieder einreduzieren. Die Sosse salzen, am Ende ein paar Zweige Thymian darin ziehen lassen und eine klein gewürfelte Karotte zugeben und garen. Am Ende das Fleisch zugeben. Für mich gehört Majoran zur Gans, daher habe ich getrockneten Majoran dazugegeben und beim Servieren noch etwas frischen Oregano.
Ein echtes Winter-Wohlfühl-Essen! Ich möchte fast sagen besser als Gänsebraten. Aber doch nicht ganz :-)
Als Beilage mal wieder Rotkohl-Fenchel-Salat (ja, wenn mir etwas schmeckt dann kann ich es immer und immer wieder essen…), aber diesmal ohne Orange und Feta.

Die Nudeln habe ich mit dem klassischen „1 Ei auf 100g Mehl – Rezept“ gemacht, per Hand ausgerollt, und was soll ich sagen: Natürlich waren sie wieder zu dick. Aber der Teig hat sich einfach geweigert, bei aller Kraft. Trotzdem waren sie natürlich sehr lecker. Selbstgemacht ist halt selbstgemacht. Ich warte noch auf die Nudelmaschine :-)

Zum Transport habe ich die Nudeln zwischen Butterbrotpapier gelegt damit sie nicht zusammenkleben. Ob es nötig war weiss ich nicht, aber so waren sie auf jeden Fall perfekt separiert und nichts hat geklebt.

Als Vorspeise hat hier hervorragend meine Karottensuppe mit frischem Meerrettich gepasst. Natürlich mit einem Klecks frischer Meerrettich-Sahne!

Soviel zum Kochen. Besonderen Spass hatte ich aber beim Entbeinen. Anatomische Strukturen finde ich extrem spannend und ich habe mir viel Zeit gelassen alles genau zu inspizieren und zu palpieren. Muskeln, Sehnen, die Gelenkkaspel, die Menisken, die Kreuzbänder – einfach phantastisch! Ich überlege schon, was ich als nächstes präparieren könnte – und das nächste mal mit Skalpell!!

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Und Sonntag kommt die Wiederholung

17. September 2009

Collage

Mein Grossvater hat mir einmal in mein Poesie-Album geschrieben:
Der verlorenste aller Tage ist der an dem man nicht gelacht hat.

Und ich sage:
Der verlorenste aller Tage ist der an dem man nicht gut gegessen hat.

Deshalb ist es spätestens am Ende der Woche nötig, kulinarische Defizite auszugleichen. Und das gerne mit Gerichten, die bereits vielfach getestet und für gut befunden wurden.

Jakobsmuscheln mit einem „Ketchup“ aus grünen Tomaten und Mango, dazu karamellisierte Mango

Lamm-Hüftsteak mit Feigensosse, gelbe Karotten mit Ingwer und Ahornsirup, dazu Kartoffelgratin

Warme Tartes aux mirabelles mit Vanillesosse