Posts Tagged ‘Italien’

Die Minestrone mit der Bohne (oder zwei)

22. März 2010

Minestrone gehört zu meinen Lieblingssuppen. In meine Version gehören auf jeden Fall:
Karotten, Lauch, Staudensellerie, grüne Bohnen, weisse Bohnen (am besten Riesenbohnen) und Tomaten. Und natürlich Parmesan!
Nudeln widerum mag ich nicht in der Minestrone. Und auch Zucchini finde ich nicht so passend.

Heute habe ich zuerst Speck angebraten, die letzten Stängel von meinem riesen Strauss glatter Petersilie dazugegeben und mit Wasser abgelöscht.
Weitere Vorgehensweise: Ein paar Pfefferkörner dazugeben und eine Dose Tomatenstücke. Wenn die Flüssigkeit kocht grüne Bohnen, Karotten, Sellerie und Lauch dazugeben, je nach Grösse der Stücke evtl. nacheinander, damit alles gleichzeitig gar wird. Geschmacklich habe ich ein bisschen nachgeholfen mit Gemüsebrühe (ohne Geschmacksverstärker).
Intensiver gemüsig wird die Minestrone wenn man Gemüsesaft zur Brühe dazugibt, anstatt oder zusätzlich zu der Dose Tomaten.
(Mein Tipp: Gemüsesaft von Alnatura im kleinen Tetra-Pack, z.B. bei dm) Wer die Vitamine schonen will tut das erst kurz vor dem Servieren.
Zum Schluss die weissen Bohnen dazugeben und gerade nur erwärmen lassen, ab in den Teller und mit Parmesan und Petersilie bestreuen.
Leider habe ich heute so kurzfristig keine Riesenbohnen bekommen, aber die kleineren weissen Bohnen aus dem Glas tun es zur Not auch.

Und das Ganze geht ratz-fatz. Sozusagen: Zack – die Bohne(n)! :-)

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Mittwochsmenü [2]

5. November 2009

Mittwochsküche

Hier sieht man lauter heiter Gesichter bei der zweiten Auflage des „Mittwochsmenü“ bei Manfred. Vielleicht schaffe ich Ess-Verrückte es bald ein kulinarisches Event für jeden Wochentag einzuplanen. Donnerstag Club Michel, Freitag Freitagsküche im Atelier Frankfurt… Die Möglichkeiten sind gegeben, nur Zeit und Magenfüllung müssten dementsprechend angepasst werden…
Wer Manfreds exclusiver (!) Einladung nicht gefolgt ist hat definitiv was verpasst!

Cook and Talk

Für mich war der Abend überraschend stressfrei, obwohl wir die Einkäufe erst um halb acht in der Wohnung hatten und für 20.00 Uhr eingeladen war. Aber dank durchdachter Planung hatte ich hauptsächlich Spass beim Kochen, das Chaos hat sich in Grenzen gehalten und am Ende waren alle waren satt und zufrieden.
Der grandiose Rotwein hat noch zusätzlich zur (meiner!) guten Stimmung beigetragen… Oder war es der Weisswein-Dampf der mir beim Risotto kochen die Sinne vernebelt hat?

Jessie kocht

Rohkostsalat

Ich wusste gleich, dass dieser Salat mir schmecken würde, als ich das Rezept in Nicole Stichs Kochbuch gelesen habe. Mit meinem Lieblings-Schafskäse und kleinen Blätterteig-Kisschen aufgepeppt war es der perfekte Einstieg für das Menü. Osso Buco ist unbestritten ein ordentlicher Magenfüller, da wollte ich mit etwas frischem, knackigen starten.
Fruchtige Orangen und Äpfel, knackiger Rotkohl und aromatischer Fenchel machen diesen Rotkohlsalat mit Feta zu einer echten Vitaminbombe!

Wie schon einmal erwähnt gehört Osso Buco zu meinen absoluten Lieblingsgerichten. Aber nur in DIESER Kombination! Mit Risotto alla Milanese und Gremolata. Und am Ende wird das Mark aus dem Knochen gelöffelt!

Semifreddo

Semifreddo, Halbgefrorenes oder auch Parfait ist die perfekte Möglichkeit ein Eisdessert zuzubereiten ganz ohne Eismaschine. Und das langsam auftauende Eis aussen abzuschaben ist für mich ein weitaus grösserer Genuss als eine Kugel Eis zu löffeln. Kürbiskernkrokant und -öl geben diesem Semifreddo eine leicht bittere Note, die aber perfekt mit der Cremigkeit von Sahne und Eiern harmoniert.
Und jetzt alle: „Hmmmmmm!“

Zum ersten Mittwochsmenü: [1]

Schoko-Himmel

11. Oktober 2009

Dieses Schoko-Schätzchen ist nichts für Kalorien-Zähler und Salat-Knabberer. Die kleine Kuppel mit 18cm Durchmesser besticht durch „innere Größe“ – je 400g Schokolade und Sahne stecken in diesem Traum von Torte. Unter ihrer Decke steckt ein geradezu überirdischer Schoko-Schaum. Hüftgold in absoluter Bestform!

Schoko-Mousse-Torte

Cupola con mousse al cioccolato – Schoko-Mousse-Torte

Für den Boden:
40g Edelbitter-Kuvertüre (70%), 1 Ei, 30g weiche Butter, 30g feiner Zucker, 50g Mehl
Die Kuvertüre grob hacken und in eine kleine Schüssel geben. Im warmen Wasserbad schmelzen. Ei, Butter und Zucker mit den Quirlen des Handrührers cremig-schaumig rühren. Erst die geschmolzene Schokolade, dann das Mehl zugeben und unterrühren. Teig in einer kleine mit Backpapier ausgelegte Springform (18cm Durchmesser) streichen und bei 180°C im vorgeheizten Backofen auf der 2. Schiene von unten 10 min backen (Ober-/Unterhitze). Abkühlen lassen und vom Papier lösen.

Für die Schokoladenmousse:
200g Edelbitter-Kuvertüre (70%), 2 Blatt Gelatine, 2 Eier, 1 EL Zucker, 3 EL brauner Rum, 50g Baiser, 350g Schlagsahne
Die Kuvertüre grob hacken und im Wasserbad schmelzen. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Eier, Zucker und Rum in einen Schlagkessel geben und über dem kochenden Wasserbad cremig-dicklich aufschlagen. Flüssige Kuvertüre unterrühren. Gelatine gut ausdrücken, zugeben und in der warmen Schokoladenmasse auflösen. Im kalten Wasserbad kalt rühren.
Baiser in grobe Stücke schneiden. Sahne steif schlagen. Sahne nach und nach vorsichtig unter die kalte Schokoladenmasse heben. Baiserstücke zugeben und unterheben.
Eine Eisbombenform (18cm Durchmesser, Inhalt 1,5l) mit Klarsichtfolie auslegen und die Schokoladenmousse einfüllen. Den Tortenboden auflegen und leicht andrücken. 4 Stunden ins Tiefkühlfach stellen.

Für die Canache (Schokoladenglasur)
150g Zartbitter-Kuvertüre (70%), 20g Kakaopulver, 60g Zucker, 70ml Wasser, 50ml Schlagsahne, 20g Baiser zum Dekorieren
Die Kuvertüre hacken und im Wasserbad schmelzen. Kakaopulver mit dem Wasser, Zucker und Sahne in einem Topf gut verrühren, kurz aufkochen und mit der Kuvertüre verrühren. Canache ca. 30 min abkühlen lassen, bis sie zähflüssig ist.
Schokoladenmousse-Torte aus der Form lösen, Folie entfernen und die Torte auf eine Tortenplatte setzen. Die Canache von der Mitte aus auf die Torte giessen und mit einer Palette zügig rundherum verstreichen. In den Kühlschrank stellen und über Nacht auftauen lassen.
Baiser grob zerbröseln und über die Torte streuen.

Zubereitungszeit ca. 1:30 Stunden (plus Gefrier- und Kühlzeit)

Tipp: Mehrere Blätter Butterbrotpapier leicht überlappend unter die Ränder der Torte auf die Tortenplatte legen. Diese kann man leicht herausziehen wenn die Canache aufgestrichen wurde (sofort!) und die Tortenplatte ist beim Servieren rundherum schön sauber.

Where is my Romeo?

26. Juni 2009

„Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.“

Lieber Oscar Wilde, ich schliesse mich Ihrer Meinung an!

„Das Beste“ muss aber nicht heissen dass ich nur im Gourmet-Tempel ins Schwärmen kommen kann. Auch eine Pizza kann der absolute Genuss sein, wenn sie denn richtig gut ist.
Pizza also ….. kann mir jemand mal einen richtig guten Pizza-Lieferdienst nennen? Jeden zweiten Tag habe ich so ein Werbeblättchen im Briefkasten, aber die Pizzen per Kurier sind einfach immer … sagen wir mal ungeniessbar!

Meine Lieblingspizza ist die „Originale“ von unserem Michele in Ober-Modau. Leckerer knuspriger Teig (ohne Tomatensosse), Mozzarella, frische Tomaten und Kräuter – es braucht nicht viel um mich zufrieden zu machen.
Doch eine „Originale“ beim Lieferservice zu bestellen habe ich schon lange aufgegeben. Zweiter Versuch: „Pizza Vegetale“ – aber doch bitte mit frischem Gemüse und nicht unter einer dicken Schicht von zähem Analog-Käse!!!
Ich hatte alle Hoffnung schon aufgegeben, da erschien mir mein Pizza-Messias: Pizzeria Romeo in der Mendelssohnstrasse.
So eine wunderschöne, dick belegte, knusprige Gemüse-Pizza hat bisher kein Liefer-Service hervorgebracht.
Ich bestelle sie am liebsten in Kombination mit einem kleinem Meeresfrüchte-Salat – das ganze reicht locker für zwei. Trotzdem gebe ich zu, dass ich es öfter schaffe alles zu verputzen – es ist einfach zu lecker. Dabei ist die Pizza so gut, dass sie es problemlos verträgt am nächsten Tag nochmal aufgebacken zu werden.

Genug erzählt, ihr sollt jetzt auch sehen von was ich schreibe:

Consegna a domicilio!

Einen Wermutstropfen gibt es aber doch: Romeo ist wohl am Wochenende bei Julia zu Besuch: Der Laden ist zu!
Aber ich sollte nicht undankbar sein und hoffe stattdessen nur, dass Romeo weiterhin so lecker bleibt, dann droht auch keine Verbannung…

Pizzeria da Romeo
Mendelssohnstrasse 83
60325 Frankfurt (Westend)
069 – 749501