Posts Tagged ‘Gemüse’

Prinzessinnen aber weit und breit keine Erbse

4. Mai 2012

Wie herrlich ist es in Berlin Kreuzberg … da sitzt man gemütlich in der Sonne, mitten zwischen Gemüsebeeten voller Salat, Radiesschen und Kräutern und geniesst seinen Kaffee und Kuchen. Glaubt ihr nicht? Dann kennt ihr nicht den Prinzessinnengarten!

Auf einer ehemaligen Brachfläche von 600qm ist 2009 ein Gemeinschaftsprojekt entstanden, bei dem Kräuter und Gemüse angebaut, verkauft und in der Gartenküche für’s Café verarbeitet werden. Es gibt Workshops und Pflanzen-Tausch-Märkte und im Sommer gemeinsame Essen an langen Tischen unter den Bäumen.

(more…)

Advertisements

… bleibt mehr für mich!

11. Mai 2010

Manchmal könnte es Sinn machen etwas zu kochen das den Gästen gar nicht schmeckt möchte man meinen…
Dann bleibt mehr für einen selbst!
Und da ich mit zwei Geschwistern gross geworden bin ist „Futterneid“ kein Fremdwort für mich.
Ich teile gerne, aber wenn es um besondere Leckereien geht ist es mir schon lieb, wenn genug davon da ist, und man sich ganz aufs Schlemmen konzentrieren kann.

Um so besser, wenn der ein oder andere von vorneherein abwinkt – zum Beispiel beim Rindermark. Vielen Menschen schmeckt Mark einfach nicht. Um nicht so sagen sie finden es ekelhaft.
Ich kann das nicht nachvollziehen, schliesslich ist es ja eigentlich nur Fett und verstärkt den Geschmack der anderen Zutaten. Zum Beispiel beim Osso Buco.
Nun ja, wenn also keiner seinen Knochen auslöffeln will übernehme ich das gerne! (… trifft übrigens auch auf den Fettrand beim Steak zu – immer her damit!)

Bei der Zubereitung dieser Suppe gab es nur einen einzigen Knochen zum Auslöffeln. Wie gut dass niemand anderes Anspruch darauf erhoben hat!

Eine Gemüsesuppe – „Quer durch de Garde“ wie man in Hessen sagt – mit Salsiccia-Klösschen, Parmesan und naturalmente dem Mark aus dem Knochen der Beinscheibe schön obendrauf.

Da kann jetzt „pfui“ sagen wer will – Jessie schmeckts!

Die Minestrone mit der Bohne (oder zwei)

22. März 2010

Minestrone gehört zu meinen Lieblingssuppen. In meine Version gehören auf jeden Fall:
Karotten, Lauch, Staudensellerie, grüne Bohnen, weisse Bohnen (am besten Riesenbohnen) und Tomaten. Und natürlich Parmesan!
Nudeln widerum mag ich nicht in der Minestrone. Und auch Zucchini finde ich nicht so passend.

Heute habe ich zuerst Speck angebraten, die letzten Stängel von meinem riesen Strauss glatter Petersilie dazugegeben und mit Wasser abgelöscht.
Weitere Vorgehensweise: Ein paar Pfefferkörner dazugeben und eine Dose Tomatenstücke. Wenn die Flüssigkeit kocht grüne Bohnen, Karotten, Sellerie und Lauch dazugeben, je nach Grösse der Stücke evtl. nacheinander, damit alles gleichzeitig gar wird. Geschmacklich habe ich ein bisschen nachgeholfen mit Gemüsebrühe (ohne Geschmacksverstärker).
Intensiver gemüsig wird die Minestrone wenn man Gemüsesaft zur Brühe dazugibt, anstatt oder zusätzlich zu der Dose Tomaten.
(Mein Tipp: Gemüsesaft von Alnatura im kleinen Tetra-Pack, z.B. bei dm) Wer die Vitamine schonen will tut das erst kurz vor dem Servieren.
Zum Schluss die weissen Bohnen dazugeben und gerade nur erwärmen lassen, ab in den Teller und mit Parmesan und Petersilie bestreuen.
Leider habe ich heute so kurzfristig keine Riesenbohnen bekommen, aber die kleineren weissen Bohnen aus dem Glas tun es zur Not auch.

Und das Ganze geht ratz-fatz. Sozusagen: Zack – die Bohne(n)! :-)

Kochen für’s Klima – Ökologische Ernährung

22. Dezember 2009

Das wissen wir schon lange:
Wer selbst kocht kann damit etwas für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden tun. Und es ist günstiger als Fertigprodukte und auswärts essen.
Aber ist Kochen auch gut für die Umwelt?
Wie können wir mit unserer Ernährung etwas Gutes für unseren Planeten tun?

16% der 4,4 Tonnen Kohlendioxid, die Haushalte durchschnittlich pro Jahr verursachen, entfallen auf die Ernährung.
Das sind die Rädchen, an denen wir drehen können: Auswahl der Produkte, Einkauf, Lagerung und Zubereitung.

1. Auswahl der Produkte

Fleisch und Milchprodukte:

Die Viehhaltung ist global für 18% aller Treibhausgase verantwortlich. Das ist mehr als der gesamte Transportsektor weltweit verursacht. Für die Erzeugung tierischer Lebensmittel muss ein Vielfaches an Futterpflanzen eingesetzt werden: Bei der Produktion von einem
Kilogramm Rindfleisch werden 6,5kg CO2 freigesetzt! Ein Kilogramm Obst verursacht dagegen nur 0,5kg CO2, ein Kilogramm Gemüse sogar nur 150g CO2.
Eine weitgehend vegetarische Ernährung wäre also umweltfreundlicher, wobei hier noch zwischen den Fleischsorten unterschieden werden kann: Die Erzeugung von Rindfleisch verursacht 4 mal so viel CO2 wie die von Schweinefleisch oder Geflügel. Ebenso ungünstig wie Rindfleisch sind Milchprodukte, vor allem fette Produkte wie Butter, Sahne und Käse.

Fisch:
Bei Fisch kommt statt der CO2-Belastung etwas anderes zum Tragen: Nachhaltigkeit.
Welchen Fisch kann ich unter ökologischen Gesichtspunkten bedenkenlos kaufen?
Als annehmbar was ihren Bestand, die Beifänge und die Auswirkungen der Fangmethoden angeht, gelten derzeit: Alaska-Wildlachs, Hering, Hoki, Makrele, Seelachs und Zander. Karpfen, Lachs und Forellen sowie Muscheln und Garnelen aus ökologischer Teichwirtschaft sind ebenfalls empfehlenswert.

Marine Stewardship Council: Zertifikat für nachhaltige Fischerei

Da es noch keine gesetzlichen Bestimmungen über die ökologische Aquakultur gibt, findet man kein Bio-Siegel auf Fisch und Fischprodukten. Die ökologischen Anbauverbände Naturland, Bioland, Bio Ernte Austria und die britische Soil Association haben verbindliche Richtlinien für die ökologische Fisch- und Meerestierzucht erlassen. Karpfen, Forellen, Lachs, Shrimps und Muscheln aus diesen zertifizierten Zuchten findet man in Bio-Supermärkten und gut sortierten Bio-Läden mit Kühlmöglichkeiten.
Auch einige konventionelle Supermärkte wie Kaufhof, Tegut, Edeka manchmal auch Nordsee haben Bio-Fisch und Bio-Garnelen im Angebot. Die Zeichen der Anbauverbände, zum Beispiel das Naturland-Siegel und das Bioland-Siegel, stehen dabei nachweislich für Bio-Qualität.

Tiefkühlprodukte:
Tiefkühlprodukte verursachen durch das Einfrieren, die Tiefkühlkette und den Transport der Tiefkühlprodukte zum Supermarkt im Durchschnitt 2000g CO2-Emissionen pro Kilogramm Lebensmittel. Einzelne Tiefkühlprodukte können jedoch stark von diesem Mittelwert abweichen. Tiefkühlfleisch verursacht 6000g C02 während bei Tiefkühlgemüse nur 400g CO2 erzeugt werden.
Tiefgekühlte Pommes Frites produzieren rund 23-mal mehr CO2 als frisch geerntete Kartoffeln. Ein Gefrierschrank, der durchschnittlich 500 Kilowattstunden an Strom im Jahr verbraucht, erzeugt zusätzlich 300.000g CO2 pro Jahr für die Lagerung von Tiefkühlprodukten.

Bioprodukte:
Bioprodukte, die ohne Mineraldünger, der mit viel Energie hergestellt wird, angebaut werden, reduzieren die CO2-Emissionen um circa 15% im Vergleich zu konventionell angebauten Lebensmitteln.

Regionale, heimische Lebensmittel:
Die Klimabelastung durch den Transport hängt von der zurückgelegten Strecke und dem verwendeten Transportmittel ab.
Lebensmittel aus der Region legen nur geringe Entfernungen zurück und sind daher klima-freundlicher.
Flug-Transporte von Waren belasten das Klima mehrere hundert Mal stärker als Transporte mit Hochseeschiffen. Mit dem Flugzeug werden oft frische, leicht verderbliche Obst- und Gemüsesorten wie etwa exotische Früchte (Mango, Ananas etc.) oder im Winter Bohnen und Zuckerschoten transportiert.

Heizung gegen Transportweg:
Es gibt aber auch Ausnahmen von der allgemeinen Regel. Eine davon erkannte das Institut für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg, als es die Klimabilanz von Salaten aus Deutschland und Spanien verglich. Die Besonderheit der Studie war, dass die Forscher die verschiedenen Produktionsbedingungen in Deutschland im Sommer und im Winter berücksichtigten.
Ihr Ergebnis: Grundsätzlich erzeugen in Andalusien unter Folien gezogene Salate mehr Kohlendioxid als Salate aus dem heimischen Freilandbau. Doch die Bilanz verkehrte sich ins Gegenteil, als sie Wintersalate aus beheizten deutschen Gewächshäusern mit dem spanischen Gemüseanbau verglichen: Die benötigte Heizenergie aus fossilen Brennstoffen steigert die auf ein Kilo Salat entfallende Kohlendioxidmenge so sehr, dass sie sogar die Transportkilometer von Andalusien nach Deutschland wettmacht!
Ein Kopfsalat beim Freilandanbau verursacht 140g CO2-Emissionen pro Kilogramm. Der Kopfsalat im Gewächshaus erzeugt bei seiner Produktion mit 4450g CO2 ungefähr die 30-fachen CO2-Emissionen.

2. Einkauf

Zum Einkaufen zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren – das ist nicht nur gesund, sondern auch gut fürs Klima. Bei einer Fahrt mit einem Auto mittlerer Klasse werden so viele klimaschädliche Gase freigesetzt wie für den Anbau und Handel von einem Kilogramm
frischem Gemüse.
Die so genannte „Last Dirty Mile“ (vom Geschäft nach Hause) kann einen klimagünstigen Einkauf von regionalen Bioprodukten der Saison gleich wieder zunichte machen. Also: Auto öfter stehen lassen, Wege verknüpfen und Vorräte anlegen!

3. Lagerung

Der Einsatz von Kühl- und Gefrierschränken mit „A+“ und „A++“ laut Energieeffizienzlabel helfen Strom zu sparen. Kühlschrank und Gefrierfach sollten nur so gross sein wie gerade notwenig. Freier Platz in der Gefriertruhe sollte mit Styropor-Klötzen ausgefüllt werden. Denn jedesmal wenn man die Klappe öffnet wird die kalte Luft durch warme von aussen ausgetauscht und muss wieder heruntergekühlt werden.
In einem Drei-Personen Haushalt werden durchschnittlich 2800 kWh an Strom pro Jahr verbraucht, davon fallen jeweils 18% auf Kühlschrank und Gefriertruhe.

4. Zubereitung

Gas- oder Elektroherd lautet die Gretchenfrage, die ganz eindeutig beantwortet werden kann:
Das Kochen mit Erdgas ist preiswerter und umweltfreundlicher als das Kochen mit dem Elektroherd. Die Hälfte aller Haushalte in Deutschland nutzt diesen Vorteil.
Beim Kochen am Elektro-Herd gehen bis zu zwei Drittel der eingesetzten Energie verloren. Dies ist beim Kochen mit Gas nicht der Fall – zudem ist die Hitze des Gasherdes exakter regulierbar. Dies ist ein Grund weswegen Kochprofis immer den Gasherd empfehlen. Für Herdplattennutzer gilt: Die Herdplatte sollte nicht größer als der Topf sein, der auf ihr steht. Außerdem spart Kochen mit geschlossenem Deckel rund ein Viertel des Stromes. Auch kann die Nachwärme der Platte genutzt, der Herd also früher abgestellt werden. Das funktionert auch mit dem Backofen. Hülsenfrüchte können vorgequollen werden, um so die Kochzeit zu verkürzen. Schnellkochtöpfe sparen bis zu 50% der Energie. Die beste Alternative zu Gas ist ein Induktionsherd.

Nachdem ich das jetzt alles weiss, werde ich trotzdem nicht auf mein gelegentliches Steak verzichten. Ich werde auch weiterhin Milchprodukte kaufen, Butter Margarine vorziehen, Tee aus Asien trinken und ab und zu Ananas aus Costa Rica essen.
Ich werde aber auch weiterhin auf dem Erzeuger-Markt einkaufen und dort zu Fuss hingehen. Ich esse mein Sushi mit Lachs aus Aquakultur statt Tunfisch und mag Salat am liebsten im Sommer.
Ich weiss nun welche Faktoren einen Unterschied machen und habe jetzt einen Grund endlich mal das Sous-Vide-Verfahren in der Thermobox auszuprobieren anstatt lange im Ofen zu Schmoren! Dazu lade ich gleich viele Gäste ein, die alle mit dem Fahrrad kommen …
Und ich mache meinen Blog CO2-neutral! Macht mit!


Angebote und Einkaufen klimaneutral -  bei kaufDA.de

Ernährungsbezogene Pro-Klima-Kampagnen:
„Meat Free Monday“ Paul McCartney
http://www.supportmfm.org/
Einkaufen für den Klimaschutz:
http://carrotmobfrankfurt.de/
Was ist ein Carrot-Mob?
http://carrotmob.org/faq-deutsch/

Links:
Verbraucher-Initiative: http://www.oeko-fair.de
Nachhaltige Fischerei: http://www.msc.org/
CO2-Rechner: http://uba.klima-aktiv.de/index.php?cat=start

Quellen:
www.focus.de, www.zdf.de, www.oeko-fair.de, www.oegut.at

Und Sonntag kommt die Wiederholung

17. September 2009

Collage

Mein Grossvater hat mir einmal in mein Poesie-Album geschrieben:
Der verlorenste aller Tage ist der an dem man nicht gelacht hat.

Und ich sage:
Der verlorenste aller Tage ist der an dem man nicht gut gegessen hat.

Deshalb ist es spätestens am Ende der Woche nötig, kulinarische Defizite auszugleichen. Und das gerne mit Gerichten, die bereits vielfach getestet und für gut befunden wurden.

Jakobsmuscheln mit einem „Ketchup“ aus grünen Tomaten und Mango, dazu karamellisierte Mango

Lamm-Hüftsteak mit Feigensosse, gelbe Karotten mit Ingwer und Ahornsirup, dazu Kartoffelgratin

Warme Tartes aux mirabelles mit Vanillesosse