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Sag doch mal: „Bouillon!“

23. November 2009

„Ich koch dir etwas Dolles“, sagte der kleine Bär, „sag mir mal deine Leibspeise!“
„Springforelle mit Mandelkernsosse, Kartöffelchen und Semmelbröseln.“
„Haben wir nicht“, sagte der kleine Bär, „sag was anderes.“
„Eiernudeln mit Mandelkernsosse und Semmelbröseln“, sagte der kleine Tiger.
„Haben wir auch nicht“, sagte der kleine Bär, „sag noch etwas anderes.“
„Semmelbrösel“, sagte der kleine Tiger, aber die hatten sie auch nicht.
„Sag doch mal: Bouillon!“, sagte der kleine Bär.
„Ja, Bouillon“, rief der kleine Tiger, „das wollte ich haargenau sagen.“

(Aus: Janosch: Ich mach dich gesund, sagte der Bär.)

So viele Eingeständnisse hätte der kleine Tiger bei mir nicht machen müssen. Die Springforelle war schonmal da. Ob sie allerdings wirklich springen konnte, dafür kann ich die Hand nicht in die Semmelbrösel legen, im Tiefkühlfach war sie ziemlich ruhig.
Auf die Mandelkernsosse verzichte ich selbst auch ungern, die Mändelchen gehören bei mir einfach zur Forelle. Kartoffeln und Semmelbrösel hätte der Tiger aber nicht vermisst, denn stattdessen gab es bei mir:

* Getrüffelte Pilze
* Apfel-Rotkraut mit Fenchel (kommt das jemand bekannt vor?)

Pilze und Rotkraut habe ich in Gänseschmalz angebraten. Die Forelle hat sich deswegen nicht beschwert … sie ist wie immer in Butter geschwommen.
Und bevor jetzt jemand schreit … der Trüffel war kein echter Trüffel. Leider hat er auch so gut wie gar nicht danach geschmeckt, aber das war ja vorherzusehen. Zusammen mit den Pilzen ergab es allerdings einen sehr guten Geschmack und „getrüffelt“ hört sich so herrlich dekandent an.
Rotkraut und Fenchel waren die Reste vom Salat am Samstag, die Kombination macht nämlich wie erwartet auch gekocht eine sehr gute Figur!

Leider habe ich den Namen der Pilze vergessen. Irgendein Seidling. Sie wurden als „Steinpilz-ähnlich“ angepriesen und hatten eine schöne feste Konsistenz und einen milden Geschmack.

Voila, kleiner Tiger: Da wärst du sicher auch gesund geworden! Ganz ohne Bouillon!

Mittwochsmenü [2]

5. November 2009

Mittwochsküche

Hier sieht man lauter heiter Gesichter bei der zweiten Auflage des „Mittwochsmenü“ bei Manfred. Vielleicht schaffe ich Ess-Verrückte es bald ein kulinarisches Event für jeden Wochentag einzuplanen. Donnerstag Club Michel, Freitag Freitagsküche im Atelier Frankfurt… Die Möglichkeiten sind gegeben, nur Zeit und Magenfüllung müssten dementsprechend angepasst werden…
Wer Manfreds exclusiver (!) Einladung nicht gefolgt ist hat definitiv was verpasst!

Cook and Talk

Für mich war der Abend überraschend stressfrei, obwohl wir die Einkäufe erst um halb acht in der Wohnung hatten und für 20.00 Uhr eingeladen war. Aber dank durchdachter Planung hatte ich hauptsächlich Spass beim Kochen, das Chaos hat sich in Grenzen gehalten und am Ende waren alle waren satt und zufrieden.
Der grandiose Rotwein hat noch zusätzlich zur (meiner!) guten Stimmung beigetragen… Oder war es der Weisswein-Dampf der mir beim Risotto kochen die Sinne vernebelt hat?

Jessie kocht

Rohkostsalat

Ich wusste gleich, dass dieser Salat mir schmecken würde, als ich das Rezept in Nicole Stichs Kochbuch gelesen habe. Mit meinem Lieblings-Schafskäse und kleinen Blätterteig-Kisschen aufgepeppt war es der perfekte Einstieg für das Menü. Osso Buco ist unbestritten ein ordentlicher Magenfüller, da wollte ich mit etwas frischem, knackigen starten.
Fruchtige Orangen und Äpfel, knackiger Rotkohl und aromatischer Fenchel machen diesen Rotkohlsalat mit Feta zu einer echten Vitaminbombe!

Wie schon einmal erwähnt gehört Osso Buco zu meinen absoluten Lieblingsgerichten. Aber nur in DIESER Kombination! Mit Risotto alla Milanese und Gremolata. Und am Ende wird das Mark aus dem Knochen gelöffelt!

Semifreddo

Semifreddo, Halbgefrorenes oder auch Parfait ist die perfekte Möglichkeit ein Eisdessert zuzubereiten ganz ohne Eismaschine. Und das langsam auftauende Eis aussen abzuschaben ist für mich ein weitaus grösserer Genuss als eine Kugel Eis zu löffeln. Kürbiskernkrokant und -öl geben diesem Semifreddo eine leicht bittere Note, die aber perfekt mit der Cremigkeit von Sahne und Eiern harmoniert.
Und jetzt alle: „Hmmmmmm!“

Zum ersten Mittwochsmenü: [1]