Posts Tagged ‘Eis’

Geschmacks-Feuerwerk

28. Februar 2011

Dieses Jahr hatte ich ein grandioses Silvester – ein gemeinsamer kulinarischer Abend in Zürich bei Fred und Frank. Ihr Kochlabor musste eingeweiht werden und hier ist ein Ausschnitt aus den vielen Leckereien die wir für die Gäste und uns gezaubert haben:


Winzige Mürbeteig-Tartletts mit einer Füllung aus grobem Senf, Balsamico-Zwiebeln und Ziegenkäse nach einer Idee von hier.


Lamm-Pralinés mit Pistazienkruste auf Brioche


Frank und ich, und hinten Fred bei der Arbeit


Fleissarbeit: Gemüse Brunoise für meine Ravioli….


… mit Ochsenschwanz- und Entenleber-Füllung
Hier findet ihr das Rezept, das mich dazu inspiriert hat. Absolut göttlich!


Franks Rote-Bete-Eis aus dem PacoJet. Ein visuelles und geschmackliches Wunderwerk!


Das Rote-Bete-Eis auf einem Bettchen von Grüner-Apfel-Crunch, das beim Entsaften der Äpfel für ebenso fantastisches Grüner-Apfel-Eis entstanden ist.


Franks St.Jacques mit Macadamia-Krokant und einer köstlichen Püree-Insel. Wer auf so einer Insel strandet hat ein Problem, denn er würde die Insel aufessen müssen und untergehen :-)
Und wie Frank und ich am nächsten Tag bei der Kochbuchlektüre gelernt haben: (Kartoffel-)Püree ist ein Vehikel für Butter und das Geheimnis besteht darin möglichst viel Butter hineinzukriegen.
So, wieder ein paar kalorienbewusste Freunde abgeschreckt … bei mir besser kein Kartoffelpü essen!!!


Und am dritten Tag schuf Frank das Meer … bzw. ein Noilly Prat-Fischfond-Gewässer…


Freds Austern-Trilogie mit überbackener und molekular nachgebauter Auster


Waldbeer-Thymian-Shots angelehnt an diese Brombeer-Thymian-Margeritas

Was es noch gab: Rehkeule mit Schokoladensosse, Wintergemüse und wieder köstliches Püree, Apfeleis mit Grüntee-Sosse und Tarte Tatin, verschiedene pikante Macarons, White Chocolate Cheesecake mit Kirschen-Coulis und spontan gebaute Kirsch-Lutscher.

Das Feuerwerk habe ich diese Jahr leider total verpasst, aber das hatten wir ja auf unseren Zungen.

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Eine Schnecken-Torte für Charlotte

15. August 2010

Wer sagt hier er mag keine Schnecken? Wie wäre es mit diesen hier:


Eine Eis-Charlotte für meine Schwester Charlotte: Bisquit-Schnecken-Hülle mit Himbeer- und Heidelbeer-Püree und einer Füllung aus cremigem Himbeer-Parfait


Hier sieht man wie die Bisquit-Schnecken in die richtige Form gebracht werden: Schüssel mit Folie auslegen und diese mit ganzen und halben Schnecken ordentlich auskleiden. Hier habe ich die Schnecken auf der Aussenseite sogar noch mit dem Püree bestrichen, damit alle ganz ordentlich ist.

Hats geschmeckt? Ja, aber nächstes Mal mache ich wieder eine normale Torte mit cremiger Sahne-Füllung und nicht mit Eis. Das Parfait lässt sich in dieser Form einfach nicht gut auf den Punkt antauen.


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… leckeres Frankfurt „to go“

19. April 2010

Zum Glück heisst dieser Blog „Jessie schmeckts“ und nicht „Jessie kocht“ – sonst hätte ich zur Zeit wenig zu berichten. Vor allem bei so grandiosem Wetter wie an diesem Wochenende hält mich nichts am Herd. Da heisst es nur raus an die frische Luft und Sonne tanken!
Auf dem Konsti-Markt haben wir uns schnell und mit knurrendem Magen mit dem Nötigsten eingedeckt und nach einem kleinem Fussmarsch inklusive Mainüberquerung erwartete uns am Maincafé schon ein kühler Gespritzter.
Für die Nicht-Hessen unter meinen Lesern: Gemeint ist ein gespritzter (mit Mineralwasser verlängerter) Apfelwein (oder auch „Äppler“), unser Frankfurter Nationalgetränk.
Ausgeschenkt wird er im tradionellen „Gerippten“ – einem Glas mit rautenförmigem Muster. Auch im Bild zu sehen ist der Westhafen-Tower (man sieht ihn auch im Vorspann von ProSieben NewsTime) der wegen der Ähnlichkeit auch gerne „Geripptes“ genannt wird.

Unser Picknick: Frisches Baguette, saftige Tomaten, knackige Radiesschen und pikanter Frischkäse. Besonders köstlich: die „Scharfe Käthe“ von Marktstand Dottenfelderhof mit Paprika und Olivenöl.

Und nun schaut Euch mal DIESEN Himmel an! Kein Wölkchen, kein Kondensstreifen … pures Wellness für die Augen!


Ein kleines Rätsel: Woher kommt dieses Eis und wo wurde es gegessen?

Die Lösung: Zwischen Maincafé und dem Sachsenhäusener Schweizer Platz liegt das Dulce auf der Schweizer Strasse. Sehr zu empfehlen: Macadamia-Noisette und Chai-Tea-Latte. Hmmmm :-)

Lemon Curd Parfait

10. Dezember 2009

Ich liebe Parfaits. Sie sind einfach herzustellen, tausendfach zu variieren und machen eine Eismaschine überflüssig.
Und ich liebe Lemon Curd. Cremig, vanillig, butterig und super-zitronig. Nur was kann man damit tun, ausser seinen Frühstücks-Toast damit zu veredeln?
Meine perfekte Lösung: eine Kombination aus beidem!

Und da ich noch ein grosses Glas selbstgemachtes Lemon-Curd im Tiefkühlfach hatte war es schwupp-di-wupp fertig!

Lemon Curd Parfait
Quelle: eigene Kreation
6 Portionen á 125ml (normale Muffinform)

250g Lemon Curd (Rezept unten)
200g Sahne
1 Bio-Zitrone, davon Saft und Abrieb

Lemon-Curd mit dem Saft und dem Abrieb der Zitrone verrühren.
Die Sahne steif schlagen und das Lemon Curd vorsichtig unterheben. Die Masse in Muffin- oder Timbaleförmchen geben und mindestens 4 Stunden ins Gefrierfach stellen. Besonders praktisch sind Muffinbleche aus Silikon. Aus ihnen lassen sich die Parfaits ganz leicht auslösen und die Portionsgrösse ist auch prima. Für eine perfekte Form achtet man beim Einfüllen darauf, dass alle Ecken mit der Creme ausgefüllt sind und es so keine Luftblasen gibt.
Die Parfaits nach den Anrichten noch einige Minuten auf dem Teller antauen lassen, schliesslich ist ein Parfait ja ein „halbgefrorenes“.

Weil ich die das Dessert optisch so schön fand habe ich es am Morgen nach dem Mittwochsmenü nochmal schön im Tageslicht fotografiert.

Die süssen nostalgischen Deko-Kügelchen in rosé-metallic sind mir in der Kleinmarkthalle in die Hände gefallen und hier haben sie – zumindest optisch – ihre perfekte Verwendung gefunden. Leider sind sie kaum zu zerbeissen und stören vielleicht den ein oder anderen beim Eis-Genuss.
Die rosé-farbene Sosse ist Marc-de-Champagne-Likör, den ich mit etwas Granatapfelsaft und -sirup vermischt habe.

Lemon Curd – englische Zitronencreme / Brotaufstrich
Quelle: eigene Variation
ergibt ca. 350g (ein grosses Marmeladenglas)

2 Bio-Zitronen
100g Zucker
50g Butter
2 Eier
1/2 Vanilleschote

Die Zitronen gut waschen, das Gelbe der Schale fein abreiben und den Saft auspressen (ca. 100ml). Das Mark der Vanilleschote herauskratzen.
Zitronensaft, Zitronenabrieb, Zucker, Butter und die Vanilleschote in einem Topf bei mittlerer Hitze rühren bis der Zucker ganz aufgelöst ist.
Eier in einer Schüssel verquirlen. Nach und nach kleine Mengen von der heissen Mischung zu den Eiern geben und gut verrühren bis alles vermischt ist. So stocken die Eier nicht wenn sie zur heissen Mischung kommen.
Die Mischung wieder in den Topf geben und bei niedriger Hitze so lange rühren bis die Masse cremig-dicklich wird.
Die Vanilleschote entfernen und die Masse durch ein Sieb streichen. Am Schluss das Vanillemark unterrühren und das Lemon Curd in sehr saubere Gläser mit Schraubdeckel oder in Weckgläser füllen.
Das Lemon-Curd hält sich im Kühlschrank nur etwa 4 Wochen. Es lässt sich aber sehr gut einfrieren und hält so viele Monate.