Posts Tagged ‘Einmachen’

Einlegen macht haltbar? Einspruch!

3. August 2010

Einmachen – Zweckentfremdet. Denn diese Gurken sind nicht in ihr pikantes Säurebad gelegt worden um besonders lange zu halten. Wie ich mich kenne überleben die beiden Gläser nämlich keine Woche.
Leider fehlt mir für grössere Vorratshaltung der Platz, sonst würde ich mit Sicherheit meine eigene Gurken-Collection im Keller unterbringen.
Und wie man auf dem Bild sieht steht noch eine weitere Einmach-Action an – Aprikosenmarmelade.

Zutaten: Gurken-Aufguss („Gurkenmeister“ – 1:2 mit Wasser verdünnen), pro Glas je 1 Zwiebel in Spalten, 1 EL Dill gehackt, 1 TL Chiliflocken, 1 EL Senfsaat, 1 TL Koriandersaat, 5 Pfefferkörner
Action: Aufguss aufkochen und über die Gurken und Gewürze in saubere, verschliessbare Gläser füllen. Verschliessen, 3 Minuten auf den Kopf stellen, fertig!

Gut, besonders edel ist es nicht gerade den „Gurkenmeister“ in meine feinen Gurken zu kippen, aber er war eben noch übrig.
Man sollte aber unbedingt vermeiden (wie ich vor ein paar Jahren) zu vergessen den Sud 1:2 zu verdünnen… :-) Sonst bekommt „sauer“ eine ganz andere Dimension.
Den Gurkenmeister verwende ich übrigens auch dann immer, wenn man als „geheime Zutat“ – z.B. im Kartoffelsalat oder in der Frankfurter Grünen Sosse – Gurkenwasser braucht. Da er sehr konzentriert ist braucht man nur einen kleinen Schluck und verwässert so nicht die Sosse.

Das kleine Gläschen ist sozusagen das Probe-Glas. Einen Tag später sind die Gurken-Scheibchen schon schön pikant und aromatisch. Die ganzen Gurken brauchen je nach Grösse einen oder zwei Tage mehr. Das knackige, das so kurz eingelegte Gurken haben machen sie für mich einfach unwiderstehlich – besonders spät nachts beim Bloggen.
So viel zum Thema „haltbar“… :-)


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Querstreifen machen … glücklich!

22. September 2009

Streifenmarmelade

Der schöne Sommer geht dem Ende zu. Es ist Zeit seine Fruchtigkeit und Süsse noch ein paar Wochen zu konservieren, und zwar mit diesem überköstlichen Kalorienbömbchen:

Striped Delight
Gestreifter Brotaufstrich aus Erdbeeren und weißer Schokolade

500g Erdbeeren, geputzt und püriert
160g Gelierzucker 3:1

Erdbeerpüree und Zucker unter rühren aufkochen und mindestens 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Den Schaum abschöpfen und als Test der Gelierfähigkeit auf einen Teller geben und im Kühlschrank abkühlen lassen. Wird die Marmelade nicht fest einen halben Teelöffel Zitronensäure unterrühren.

100g Marzipanrohmasse
150g weisse Kuvertüre oder Schokolade
100ml Milch
1/2 Vanilleschote

Marzipanrohmasse kleinschneiden, Kuvertüre hacken und mit der Milch in einem Topf langsam erwärmen. Alles pürieren sobald die Kuvertüre geschmolzen ist. Vanilleschote auskratzen und das Vanillemark in die Creme geben.

Marmelade und Schokocreme abwechselnd in schöne Schraub- oder Weck-Gläser füllen. Nach jeder Schicht etwas abkühlen lassen, damit die Schichten sich nicht zu sehr vermischen. Verschliessen und im Kühlschrank lagern. Innerhalb von 3 Wochen verbrauchen.

Besonders schön und toll zum Verschenken sind die kleinen Sturzgläser von Weck.
Zu bestellen bei www.glaeserundflaschen.de

Die Gurken- und Zucchini-Challenge

18. August 2009

Zwei Riesen aus dem Garten

gurken2Was macht man aus zwei solchen Schwergewichten von jeweils einem Kilogramm Gewicht?
Marc hat mich herausgefordert aus einer riesigen Gurke sowie einer ebensogrossen Zucchini aus dem Garten seiner Mutter etwas leckeres zu zaubern.

Senfgurken - mis en place
Senf-Gurken
1 kg Gurke, geschält, entkernt, geschnitten
250ml Weissweinessig
250ml Wasser
1,5 TL grobes Meersalz
150g Zucker
3 EL Senfsaat
2 Lorbeerblätter
10 Pfefferkörner
frischer Dill (und Dillblüten wenn vorhanden – sieht schön aus)
1 Zwiebel, in Vierteln oder Ringen

SenfgurkenDen Aufguss 3 min kochen lassen und über die ins Glas geschichteten Gurken, Zwiebeln und Dill geben. Leider kann ich zum Geschmack noch keine Auskunft geben, da das Ganze ja paar Wochen ziehen müssen. (Ich gebe ihnen höchstens 2… hehe) Allerdings hat der Aufguss an sich schon wirklich gut geschmeckt. Die Mischung aus sauer, süß und salzig mag ich sehr, vor allem beim Sushi-Reis, den ich manchmal noch warm aus dem Topf essen will!

Dann ging es der Zucchini an den Kragen. Und um korrekt zu sein muss ich wohl von einer Zucchino sprechen und zwar einer männlichen. Dieser Zucchino spricht sich „Zuckino“, weil „cc“ italienisch zu seinem „k“-Laut wird. Dieser Zucchino also musste heute sein Leben lassen, und zwar zugunsten dieses amerikanischen Rezepts:

Zucchini-Bread
4 Eier Grösse M (oder 3 Grösse L)
1 cup brauner Zucker
1 cup Distel- oder Sonnenblumenöl
3 cups Weizenmehl
2 gestr. TL Backpulver
2 cups geraspelte Zucchini (ohne Kerne)
1 TL Salz
abgeriebene Schale einer halben Zitrone
etwas Bourbon-Vanille(-zucker) oder Vanillearoma
Wal- oder Pekannüsse nach Geschmack

Ein cup entspricht dem Volumen von 240ml Flüssigkeit. Es gibt Tabellen zum Umrechnen von cup in Gramm je nach Zutat, aber diese Art abzumessen ist eigentlich sehr simpel. Einfach eine Tasse finden, die ziemlich genau 240ml fasst und schon spart man die Waage.
Die Eier und den Zucker in einer Schüssel cremig rühren bis der Zucker aufgelöst ist. Hierfür reicht ein Schneebesen. Die restlichen Zutaten mit einem Rührlöffel unterrühren bis ein zäher Teig entsteht. Den Teig in 16 gefettete Muffinformen verteilen und bei 175°C ca. 15 min goldgelb backen. (In einer Kastenform entsprechend länger, mindestens 40 min) Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben.
Dies ist eine weniger süsse Variante, die ich bevorzuge. Das Originalrezept hatte 2 cups Zucker vorgesehen – ich finde es lustig, dass selbst so eine süsse Variante im übersüssten Amerika offensichtlich noch nicht als Kuchen durchgeht, sondern als Brot.
Man isst es auch zum Frühstück warm mit einem Stück Butter darauf. Enjoy!

Zucchini Bread