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We ♥ old-fashioned Kaffeekränzchen!

3. Mai 2010



Mit 30 gehöre ich jetzt seit einer Woche endlich zur erwachsenen und seriösen Gesellschaft (unter 30 gilt man heutzutage ja noch als „Jugendlicher“). ;-) Da passt doch ein feines, old-fashioned Kaffeekränzchen hervorragend zum Anlass.
Mit hübschem Porzellan mit Blütenmustern, Sammeltassen, Spitzendeckchen und Blumen aus Omas Garten war die Dekoration farbenfroh und stilecht nostalgisch. Statt neumodischem Schnickschnack wie Latte Machiato gab es Filterkaffee und Likörchen, aber auch Prosecco und frischen Minztee.
Und wie in alten Zeiten wurde mit den Kalorien nicht gegeizt: Für die zwei Biskuitrollen mit Erdbeeren und Himbeeren ging einiges an Schlagsahne drauf und in dem super schokoladigen Schokokuchen aus dem Kochbuch von Delicious Days verschwand fast ein komplettes Stück Butter, dafür aber nur 3 Esslöffel Mehl. Immer wieder ein Wunder!
Ausserdem gab es eine schnelle Nuss-Kirsch-Torte und ein Rhabarber-Tiramisu, das ich euch zur Rhabarber-Zeit dringend noch vorstellen muss – ein Photo gab es schonmal hier.

Die Biskuitrollen waren für mich eine Premiere, ich backe ja eher selten und schon gar keine kompletten Kuchen – wer soll die denn essen? Ich habe nunmal keine ganze Familie zu verköstigen.
Die Biskuitrollen waren allerdings so flott fertig dass das sicher nicht das letzte Mal war. We ♥ Kaffeekränzchen!

5 Eier
120 g feinster Backzucker
Prise Salz
(1/2 TL Zitronenschale, fein abgerieben)
80 g Mehl
40 g Kartoffelstärke
Puderzucker oder Stärkemehl zum Bestreuen
200-300g Schlagsahne
Zucker oder Vanillezucker nach Geschmack
250g (oder mehr) Himbeeren, Erdbeeren oder anderes Obst
4 Blatt Gelatine (bei sofortigem Verzehr nicht nötig)

Backofen auf 200 Grad vorheizen (bei Ober- und Unterhitze, bei Heißluft auf 180 Grad vorheizen).
Eier trennen. Eiklar mit einer Prise Salz steifschlagen.
Eigelbe und Zucker in einer mittelgrossen Schüssel so lange schlagen bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat.
Eischnee auf die Ei-Zucker-Masse geben, Zitronenschale dazugeben und Mehl und Stärke darübersieben. Alles vorsichtig unterheben. Masse schnell aber mit Vorsicht auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, mit einer Palette gleichmäßig verstreichen und im Ofen auf mittlerer Schiene etwa 8-10 Minuten hell backen. Ofentür geschlossen halten.
Ein Stück Backpapier von der Größe des Backblechs mit Puderzucker oder Stärke bestreuen. Gebackenes Biskuit auf das Backpapier stürzen und mitgebackenes Papier abziehen.

Die Schlagsahne schlagen und nach Geschmack und je nach Obstsorte süssen. 4 Blatt Gelatine einweichen und in einem Topf bei ganz geringer Hitze mit 2 EL Wasser auflösen. Mit etwas Sahne oder etwas Fruchtpüree verrühren und dann vorsichtig in die übrige Sahne unterheben und das Obst untermischen.
Sahne-Frucht-Masse auf den abgekühlten Biskuit geben und mit Hilfe des Backpapiers aufrollen. Die Rolle mit Puderzucker bestäuben.
Die fertige Rolle lässt sich auch toll einfrieren.

Food-Photography Workshop

10. November 2009

Stilllife

Godiva Pralinen

Salz

Salz Makro

Dies sind ein paar Bilder, die ich beim meinem Foto-Kurs (über die VHS) am Wochenende zustande gebracht habe.
Mal wieder habe ich gemerkt, dass Kochen für mich die perfekte Kunstform ist. Meine Kreativität ist nämlich sehr stark von der Zweckmässigkeit des kreierten abhängig. Wenn ich nicht vorhätte die Bilder im Blog zu verarbeiten hätte ich wahrscheinlich gar nichts zustande gebracht. Und einfach nur ein paar essbare Dinge zusammenlegen und fotografieren erscheint mir einfach nur sinnlos und reizt mich gar nicht. Daher habe ich letztendlich Dinge fotografiert, die mir sinnvoll erscheinen und die ich schön finde.
Was ich „erschaffe“ muss hinterher einen Zweck erfüllen und was eignet sich da besser als etwas leckeres zu kochen? Und wenn man es dann auch noch teilen kann ist der Zweck perfekt!

Maronen schmecken fabelhaft und geben jetzt bei mir im Wohnzimmer eine wunderschöne Herbst-Deko ab. Sie stehen auch auf meiner Liste mit Zutaten, mit denen ich gerne mehr ausprobieren möchte. Bei Maronen denke ich an Weihnachtsmarkt und Glühwein, durch die Stadt bummeln mit dickem Schal und Handschuhen. Vor ein paar Wochen habe ich auf dem Antik-Flohmarkt auf der Konstablerwache aber schon ein paar gegessen und mich sehr gefreut, dass auch ausserhalb von Weihnachtsmärkten mal welche angeboten werden.
Mit Decke (eins meiner Lieblingsstücke und darf auf meiner Couch nicht fehlen), Körbchen und Granatapfel fand ich die Kombination sehr schön herbstlich und stimmungsvoll. Ok, ich gebe zu, das ist jetzt aber alles was ich mir an künstlerischen Gedanken hierzu gemacht habe.

Die Pralinen waren hauptsächlich schön. Weil ich auf den letzten Drücker die „Zutaten“ für den Fotokurs gekauft habe hatte meine Lieblings-Chocolaterie Opitz schon zu. Die Pralinen von Godiva hatten lange nicht diesen zarten Schmelz, und von Suchtpotential kann im Gegensatz zu Opitz keine Rede sein. Vor allem die dick mit Kakao gepuderten Schoko-Sahne-Trüffel „Chocolate-Lover“ von Opitz sind einfach der Wahnsinn.
Jetzt hab ich mir richtig Appetit drauf gemacht und muss wohl nochmal vorbeihuschen heute….

Achtung – die Salz-Bilder haben keine Farbfehler! Das milde Murray-River-Salz aus Australien hat tatsächlich diesen Rosa-Ton. Die wunderschönen kristallinen Stukturen erinnern fast an Schneeflocken und laden nur dazu ein Fotos davon zu machen. Leider habe ich kein Makro-Objektiv, sonst könnte ich mir vorstellen jetzt professionelle Salz-Fotografin zu werden.
Die kleinen Blättchen knistern zwischen den Fingern und schmelzen förmlich im Mund, man sollte sie daher erst ganz kurz vor dem Verzehr über das Gericht geben oder als Tisch-Salz zum (Nach-)Würzen verwenden.
Das Salz gibt es bei der Genuss-Akademie oder bei cri-cri.

Dinner zum Wegrennen?

23. Juni 2009
Rhabarber-Tiramisu

Zum Geburtstag hat mein Mitbewohner Julian mir einen Gutschein geschenkt: Die Teilnahme an einem „Running Dinner“.
Ein Running-Dinner bietet die Gelegenheit sich von wildfremden Leuten in deiner eigenen Wohnung die Haare vom Kopf fressen zu lassen während einem andere wildfremde Menschen die Reste der letzten Woche vorsetzen. Und man bezahlt natürlich noch dafür.
Neutral formuliert: Es handelt sich um ein organisiertes Koch-Event. Mit einem Kochpartner bereitet einen Gang von drei Gängen zu, die im Laufe des Abends in 3 verschiedenen Wohnungen serviert werden. Ein Gang wird in der eigenen Wohnung (oder der des Kochpartners) zubereitet und angerichtet, dabei bewirtet man außerdem 4 weitere Gäste. Beim nächsten Gang – 2 Stunden später und in einer anderen Wohnung – trifft man wieder 4 neue Leute und beim letzten genauso. Am Ende des Abends treffen sich alle Teilnehmer noch auf einen Drink.
Soweit die Theorie. Zunächst brachte mein Kochpartner eher bescheidene Kochkenntnisse mit, was mir allerdings mehr kreativen Freiraum gegeben hat.
Man will ja nicht tiefstapeln, daher gab es gleich 2 Desserts – Klassiker, saisonal angehaucht:

Rhabarber-Tiramisu und Panna Cotta auf Erdbeerspiegel

Die eigentliche Herausforderung war aber die Anleitung meines Kochpartners ohne ihn dabei auf eine Küchenhilfe zu reduzieren. Meine Freundin Anne-Marie hat mich vorher angewiesen doch bitte kein „Koch-Nazi“ zu sein, und meinem Kochpartner auch eine kleine Chance zu geben sich einzubringen.
Unser Dessert samt Tischdeko kam jedenfalls sehr gut an und alle hatten einen schönen Abend. Ein Teil der Gruppe hat noch bis 4 Uhr in der Früh weitergefeiert! Ein gelungenes Event!

In Frankfurt gibt es mehrere Anbieter für diese Veranstaltungen, unter anderem:
www.runningdinner.de
www.jumpingdinner.de