Posts Tagged ‘Backen’

The short life of a pie

13. Dezember 2012

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Beim Umräumen des Gefrierfachs fiel mir ein Stück Mürbeteig in die Hände und mit ein paar anderen Zutaten die weg mussten ergab sich daraus ein leckerer Limetten-Curd Pie mit Avocado.
Also eigentlich zwei kleine. In diesen praktischen Silikon-Tarte-Formen lässt sich Teig ganz einfach verteilen – ganz ohne Ausrollen. Dadurch bleibt der Mürbeteig auch mürber, vorausgesetzt man hat auch vorher nicht geknetet.
Für eine schönere Farbe und Cremigkeit habe ich der Füllung aus Ei, Zucker, etwas Butter und Limettensaft die halbe Avocado und paar Blätter Spinat untergemogelt.

Liebe Grüße,
Eure Jessie

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We ♥ old-fashioned Kaffeekränzchen!

3. Mai 2010



Mit 30 gehöre ich jetzt seit einer Woche endlich zur erwachsenen und seriösen Gesellschaft (unter 30 gilt man heutzutage ja noch als „Jugendlicher“). ;-) Da passt doch ein feines, old-fashioned Kaffeekränzchen hervorragend zum Anlass.
Mit hübschem Porzellan mit Blütenmustern, Sammeltassen, Spitzendeckchen und Blumen aus Omas Garten war die Dekoration farbenfroh und stilecht nostalgisch. Statt neumodischem Schnickschnack wie Latte Machiato gab es Filterkaffee und Likörchen, aber auch Prosecco und frischen Minztee.
Und wie in alten Zeiten wurde mit den Kalorien nicht gegeizt: Für die zwei Biskuitrollen mit Erdbeeren und Himbeeren ging einiges an Schlagsahne drauf und in dem super schokoladigen Schokokuchen aus dem Kochbuch von Delicious Days verschwand fast ein komplettes Stück Butter, dafür aber nur 3 Esslöffel Mehl. Immer wieder ein Wunder!
Ausserdem gab es eine schnelle Nuss-Kirsch-Torte und ein Rhabarber-Tiramisu, das ich euch zur Rhabarber-Zeit dringend noch vorstellen muss – ein Photo gab es schonmal hier.

Die Biskuitrollen waren für mich eine Premiere, ich backe ja eher selten und schon gar keine kompletten Kuchen – wer soll die denn essen? Ich habe nunmal keine ganze Familie zu verköstigen.
Die Biskuitrollen waren allerdings so flott fertig dass das sicher nicht das letzte Mal war. We ♥ Kaffeekränzchen!

5 Eier
120 g feinster Backzucker
Prise Salz
(1/2 TL Zitronenschale, fein abgerieben)
80 g Mehl
40 g Kartoffelstärke
Puderzucker oder Stärkemehl zum Bestreuen
200-300g Schlagsahne
Zucker oder Vanillezucker nach Geschmack
250g (oder mehr) Himbeeren, Erdbeeren oder anderes Obst
4 Blatt Gelatine (bei sofortigem Verzehr nicht nötig)

Backofen auf 200 Grad vorheizen (bei Ober- und Unterhitze, bei Heißluft auf 180 Grad vorheizen).
Eier trennen. Eiklar mit einer Prise Salz steifschlagen.
Eigelbe und Zucker in einer mittelgrossen Schüssel so lange schlagen bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat.
Eischnee auf die Ei-Zucker-Masse geben, Zitronenschale dazugeben und Mehl und Stärke darübersieben. Alles vorsichtig unterheben. Masse schnell aber mit Vorsicht auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, mit einer Palette gleichmäßig verstreichen und im Ofen auf mittlerer Schiene etwa 8-10 Minuten hell backen. Ofentür geschlossen halten.
Ein Stück Backpapier von der Größe des Backblechs mit Puderzucker oder Stärke bestreuen. Gebackenes Biskuit auf das Backpapier stürzen und mitgebackenes Papier abziehen.

Die Schlagsahne schlagen und nach Geschmack und je nach Obstsorte süssen. 4 Blatt Gelatine einweichen und in einem Topf bei ganz geringer Hitze mit 2 EL Wasser auflösen. Mit etwas Sahne oder etwas Fruchtpüree verrühren und dann vorsichtig in die übrige Sahne unterheben und das Obst untermischen.
Sahne-Frucht-Masse auf den abgekühlten Biskuit geben und mit Hilfe des Backpapiers aufrollen. Die Rolle mit Puderzucker bestäuben.
Die fertige Rolle lässt sich auch toll einfrieren.

Zitronen-Mohn-Muffins

24. Januar 2010



Backen und vor allem Kuchen backen ist nicht mein Steckenpferd. Vielleicht weil man nicht alle 5 Minuten probieren und sich im Laufe des Prozesses immer mehr auf das Endergebnis freuen kann (deshalb liebe ich Schmorgerichte…).
Aber die Zitronen-Mohn-Kombination ging mir schon seit einer Woche nicht aus dem Kopf.
Nach einem kurzen Besuch bei Foodgawker – wo ich sonst vor allem neue Inspirationen suche – wurde mir klar, dass ich da nicht die erste war. Über 30 wunderschöne Kombinationen von Mohn und Zitrone, in allen Formen und mit verschiedensten Toppings und Frostings.
Als Backmuffel möchte ich mich dann aber genau an das Rezept halten (was ich sonst nie tue) und genau da liegt der Hase im Pfeffer:
Amerikanische Rezepte und ihr „Baking Soda“ und „Baking Powder“:

Baking Soda = Natron
Baking Powder = Backpulver = Natron mit Zusatz von einem Säuerungsmittel

Ausführlicher:
BAKING SODA ist Natriumhydrogencarbonat (kurz Natron). Im Handel wird Natron auch unter Bezeichnungen wie „Speisesoda“, „Backsoda“, Speisenatron (z. B. in Rezepten) und unter den Traditionsmarken „KaiserNatron®“ oder „Bullrich-Salz®“ gehandelt.

BAKING POWDER = Backpulver = eine Mischung aus (meist) Natriumhydrogencarbonat und einem Säuerungsmittel, oft Dinatriumdihydrogendiphosphat (E 450a) oder Monocalciumorthophosphat (E 341a), einem sauren Salz. So genannte natürliche Backpulver enthalten als Säuerungsmittel Zitronensäure (E 330) oder Weinsäure (E 334); auch Weinstein (E 336).

Das würde heissen, ich sollte in Zukunft auch Natron im Haus haben, allerdings kommt da noch das Problem hinzu, dass das deutsche Backpulver von der Backtriebkraft angeblich nicht mit dem amerikanischen Baking Powder übereinstimmt.
Ich habe mich dann doch an ein deutsches Rührteig-Rezept gehalten um auf Nummer sicher zu gehen.

Aber kann man eigentlich zu viel Backpulver oder Soda verwenden? Was passiert dann? Ich freue mich über Erfahrungsberichte und Ratschläge!

Zitronen-Mohn-Muffins
Quelle: www.chefkoch.de
1 Kastenkuchen oder 12-15 Muffins

250 g weiche Butter
100 g Mohn (ganze Samen)
1 Vanilleschote
150 g feinster Backzucker
5 Eier
Abrieb von 2 unbehandelten Zitronen
Saft von 1 Zitrone
250 g Mehl
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
150 g Puderzucker (für den Guss)

Zitronen gut waschen und die Schale abreiben.
Butter schaumig rühren, Mohn, Zucker, die ausgekratze Vanille, Zitronenabrieb und 5 Eier dazugeben und gut glattrühren.
Mehl mit Backpulver und der Prise Salz mischen und zur bisherigen Masse sieben. Alles zusammen nochmals kurz, aber gut verrühren und den Teig in eine gut gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kastenform oder in Muffinformen füllen.

Bei 175° ca. 60min backen, Muffins dauern erheblich kürzer (ca. 15min) Am besten die Probe mit dem Holzstäbchen machen.

Puderzucker in ein Schüsselchen geben und etwas Zitronensaft dazurühren. Ich mache meinen Guss sehr dick weil es auf den Muffins schön aussieht und habe hier ein bisschen violette Lebensmittelfarbe hinzugefügt.
Bei einem Kastenkuchen kann man mit einem Holzstäbchen Löcher in den Kuchen stechen und einen eher dünnen Guss (100g Puderzucker auf Saft von 2 Zitronen) darüber- und hineingiessen. So wird der Kuchen besonders saftig und zitronig. Dann den Kuchen einen Tag durchziehen lassen. Eine dicke Glasur sieht dann trotzdem zusätzlich schön aus.

Schoko-Himmel

11. Oktober 2009

Dieses Schoko-Schätzchen ist nichts für Kalorien-Zähler und Salat-Knabberer. Die kleine Kuppel mit 18cm Durchmesser besticht durch „innere Größe“ – je 400g Schokolade und Sahne stecken in diesem Traum von Torte. Unter ihrer Decke steckt ein geradezu überirdischer Schoko-Schaum. Hüftgold in absoluter Bestform!

Schoko-Mousse-Torte

Cupola con mousse al cioccolato – Schoko-Mousse-Torte

Für den Boden:
40g Edelbitter-Kuvertüre (70%), 1 Ei, 30g weiche Butter, 30g feiner Zucker, 50g Mehl
Die Kuvertüre grob hacken und in eine kleine Schüssel geben. Im warmen Wasserbad schmelzen. Ei, Butter und Zucker mit den Quirlen des Handrührers cremig-schaumig rühren. Erst die geschmolzene Schokolade, dann das Mehl zugeben und unterrühren. Teig in einer kleine mit Backpapier ausgelegte Springform (18cm Durchmesser) streichen und bei 180°C im vorgeheizten Backofen auf der 2. Schiene von unten 10 min backen (Ober-/Unterhitze). Abkühlen lassen und vom Papier lösen.

Für die Schokoladenmousse:
200g Edelbitter-Kuvertüre (70%), 2 Blatt Gelatine, 2 Eier, 1 EL Zucker, 3 EL brauner Rum, 50g Baiser, 350g Schlagsahne
Die Kuvertüre grob hacken und im Wasserbad schmelzen. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Eier, Zucker und Rum in einen Schlagkessel geben und über dem kochenden Wasserbad cremig-dicklich aufschlagen. Flüssige Kuvertüre unterrühren. Gelatine gut ausdrücken, zugeben und in der warmen Schokoladenmasse auflösen. Im kalten Wasserbad kalt rühren.
Baiser in grobe Stücke schneiden. Sahne steif schlagen. Sahne nach und nach vorsichtig unter die kalte Schokoladenmasse heben. Baiserstücke zugeben und unterheben.
Eine Eisbombenform (18cm Durchmesser, Inhalt 1,5l) mit Klarsichtfolie auslegen und die Schokoladenmousse einfüllen. Den Tortenboden auflegen und leicht andrücken. 4 Stunden ins Tiefkühlfach stellen.

Für die Canache (Schokoladenglasur)
150g Zartbitter-Kuvertüre (70%), 20g Kakaopulver, 60g Zucker, 70ml Wasser, 50ml Schlagsahne, 20g Baiser zum Dekorieren
Die Kuvertüre hacken und im Wasserbad schmelzen. Kakaopulver mit dem Wasser, Zucker und Sahne in einem Topf gut verrühren, kurz aufkochen und mit der Kuvertüre verrühren. Canache ca. 30 min abkühlen lassen, bis sie zähflüssig ist.
Schokoladenmousse-Torte aus der Form lösen, Folie entfernen und die Torte auf eine Tortenplatte setzen. Die Canache von der Mitte aus auf die Torte giessen und mit einer Palette zügig rundherum verstreichen. In den Kühlschrank stellen und über Nacht auftauen lassen.
Baiser grob zerbröseln und über die Torte streuen.

Zubereitungszeit ca. 1:30 Stunden (plus Gefrier- und Kühlzeit)

Tipp: Mehrere Blätter Butterbrotpapier leicht überlappend unter die Ränder der Torte auf die Tortenplatte legen. Diese kann man leicht herausziehen wenn die Canache aufgestrichen wurde (sofort!) und die Tortenplatte ist beim Servieren rundherum schön sauber.

Autschn, das zwiebelt!

4. Oktober 2009

Zwiebelkuchen-Muffins
Seit ich keine Kontaktlinsen mehr trage kann ich keine Zwiebeln mehr schneiden ohne ganze Flüsse von Tränen zu produzieren. Aber das soll kein Nachteil sein – die Taucherbrille liegt seitdem in der Küche bereit.
Die war heute Mittag wieder in Gebrauch, denn der französische Zwiebelkuchen – auch Pissaladière – vom Club Michel hat mich so überzeugt, dass ich heute schon die zweite Eigenkreation davon zubereite, um euch das Rezept zu liefern. Beim ersten Mal habe ich einen klassischen Hefeteig gemacht und den Kuchen auf dem Blech gebacken. Sehr lecker! Aber da ich ja aus praktischen Gründen gerne von allem die „petit“ Version zubereite, habe ich jetzt eine Buffet-taugliche Muffin-Variante für euch:
Für 12 Muffins habe ich knapp ein Kilo Zwiebeln in Halbringe geschnitten und in etwas Butterschmalz und einem Teelöffel braunem Zucker leicht angebräunt und gedünstet. Später habe ich dann noch frischen Thymian dazugegeben, mit Meersalz gewürzt und ein Teelöffelchen Gänseschmalz reingeschmuggelt. Gänsefett ist übrigens besser als sein Ruf, es hat ca. 68% ungesättigte Fettsäuren, davon ca. 11% mehrfach ungesättigte. Und laut meinem „fat“-Kochbuch soll es eine super Handcreme abgeben….
Die Zwiebeln in die mit dem Blätterteig ausgelegten Muffinformen geben und etwas andrücken da ja kein Eierguss oder ähnliches für zusätzliche Festigkeit sorgt. Jeden Muffin mit einer Olive (schwarze, getrocknete, am besten aus Frankreich) und einem Sardellenfilet belegen.
Die Sardellenfilets sollten nur in Salz eingelegt sein. Man spült sie mit Wasser ab oder wässert sie ein paar Minuaten damit sie milder schmecken und nicht ganz so salzig sind. Übriggebliebene können in Olivenöl eingelegt weiter aufgewahrt werden.
Nach dem Backen die Muffins mit frischem Thymian bestreuen und mit gutem Olivenöl beträufen.

Im Anschluss habe ich zum ersten Mal mit meiner neuen digitalen Spiegelreflex-Kamera ein Bild für den Blog gemacht. Und dafür, dass ich totaler Foto-Laie bin und von den tausend Einstellungen sogut wie nichts verstehe….. bin ich ganz zufrieden!
Ende Oktober mache ich einen Foto Kurs bei der VHS: Food Photography! Ich kann es kaum erwarten!

Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in die neue Woche!