Archive for the ‘Sonstiges’ Category

Mieses Karma oder einfach nur spitze?

1. Juni 2010

Nur so ein Gedanke:

Haben Spargelspitzen ein mieses Karma?

Klar, Bruchspargel ist schon eine tolle Sache, man bekommt zu einem günstigen Preis das schönere Stück vom Spargel und muss dann noch nicht mal schälen!
Aber der Spargelstecher hat sich sicher jedesmal geärgert, wenn er mal wieder danebengestochen und die edle Stange geköpft hat.
Überträgt sich das diese schlechte Laune dann auf meine geliebten Spargel? Und wenn ja – welche Lebensmittel haben dann auch noch ein schlechtes Karma – und welche ein gutes?


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Postsecret Goes Kitchen

27. April 2010

Postsecret ist eine der Seiten, die ich regelmässig besuche. Jeden Sonntag werden hier 20 Postkarten veröffentlicht auf denen Menschen ein Geheimnis, eine Sehnsucht, eine schlechte Angewohnheit oder ähnliches gestehen.
Frank Warren, der Erfinder des Projekts, hatte urspünglich nur eine Installation auf einer Kunstausstellung geplant und das Ganze später im Internet fortgesetzt. Heute bekommt er 1000 Postkarten pro Woche, von denen er nur 20 auswählt. Es sind auch schon Bücher erschienen.

Kulinarische Geheimnisse hatte ich bisher noch keine entdeckt, daher hat mir diese so gut gefallen:

Habt Ihr auch ein „kulinarisches“ Geheimniss? Dann könnt Ihr sie gerne hier als anonymen Kommentar loswerden :-)

Kochen für’s Klima – Ökologische Ernährung

22. Dezember 2009

Das wissen wir schon lange:
Wer selbst kocht kann damit etwas für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden tun. Und es ist günstiger als Fertigprodukte und auswärts essen.
Aber ist Kochen auch gut für die Umwelt?
Wie können wir mit unserer Ernährung etwas Gutes für unseren Planeten tun?

16% der 4,4 Tonnen Kohlendioxid, die Haushalte durchschnittlich pro Jahr verursachen, entfallen auf die Ernährung.
Das sind die Rädchen, an denen wir drehen können: Auswahl der Produkte, Einkauf, Lagerung und Zubereitung.

1. Auswahl der Produkte

Fleisch und Milchprodukte:

Die Viehhaltung ist global für 18% aller Treibhausgase verantwortlich. Das ist mehr als der gesamte Transportsektor weltweit verursacht. Für die Erzeugung tierischer Lebensmittel muss ein Vielfaches an Futterpflanzen eingesetzt werden: Bei der Produktion von einem
Kilogramm Rindfleisch werden 6,5kg CO2 freigesetzt! Ein Kilogramm Obst verursacht dagegen nur 0,5kg CO2, ein Kilogramm Gemüse sogar nur 150g CO2.
Eine weitgehend vegetarische Ernährung wäre also umweltfreundlicher, wobei hier noch zwischen den Fleischsorten unterschieden werden kann: Die Erzeugung von Rindfleisch verursacht 4 mal so viel CO2 wie die von Schweinefleisch oder Geflügel. Ebenso ungünstig wie Rindfleisch sind Milchprodukte, vor allem fette Produkte wie Butter, Sahne und Käse.

Fisch:
Bei Fisch kommt statt der CO2-Belastung etwas anderes zum Tragen: Nachhaltigkeit.
Welchen Fisch kann ich unter ökologischen Gesichtspunkten bedenkenlos kaufen?
Als annehmbar was ihren Bestand, die Beifänge und die Auswirkungen der Fangmethoden angeht, gelten derzeit: Alaska-Wildlachs, Hering, Hoki, Makrele, Seelachs und Zander. Karpfen, Lachs und Forellen sowie Muscheln und Garnelen aus ökologischer Teichwirtschaft sind ebenfalls empfehlenswert.

Marine Stewardship Council: Zertifikat für nachhaltige Fischerei

Da es noch keine gesetzlichen Bestimmungen über die ökologische Aquakultur gibt, findet man kein Bio-Siegel auf Fisch und Fischprodukten. Die ökologischen Anbauverbände Naturland, Bioland, Bio Ernte Austria und die britische Soil Association haben verbindliche Richtlinien für die ökologische Fisch- und Meerestierzucht erlassen. Karpfen, Forellen, Lachs, Shrimps und Muscheln aus diesen zertifizierten Zuchten findet man in Bio-Supermärkten und gut sortierten Bio-Läden mit Kühlmöglichkeiten.
Auch einige konventionelle Supermärkte wie Kaufhof, Tegut, Edeka manchmal auch Nordsee haben Bio-Fisch und Bio-Garnelen im Angebot. Die Zeichen der Anbauverbände, zum Beispiel das Naturland-Siegel und das Bioland-Siegel, stehen dabei nachweislich für Bio-Qualität.

Tiefkühlprodukte:
Tiefkühlprodukte verursachen durch das Einfrieren, die Tiefkühlkette und den Transport der Tiefkühlprodukte zum Supermarkt im Durchschnitt 2000g CO2-Emissionen pro Kilogramm Lebensmittel. Einzelne Tiefkühlprodukte können jedoch stark von diesem Mittelwert abweichen. Tiefkühlfleisch verursacht 6000g C02 während bei Tiefkühlgemüse nur 400g CO2 erzeugt werden.
Tiefgekühlte Pommes Frites produzieren rund 23-mal mehr CO2 als frisch geerntete Kartoffeln. Ein Gefrierschrank, der durchschnittlich 500 Kilowattstunden an Strom im Jahr verbraucht, erzeugt zusätzlich 300.000g CO2 pro Jahr für die Lagerung von Tiefkühlprodukten.

Bioprodukte:
Bioprodukte, die ohne Mineraldünger, der mit viel Energie hergestellt wird, angebaut werden, reduzieren die CO2-Emissionen um circa 15% im Vergleich zu konventionell angebauten Lebensmitteln.

Regionale, heimische Lebensmittel:
Die Klimabelastung durch den Transport hängt von der zurückgelegten Strecke und dem verwendeten Transportmittel ab.
Lebensmittel aus der Region legen nur geringe Entfernungen zurück und sind daher klima-freundlicher.
Flug-Transporte von Waren belasten das Klima mehrere hundert Mal stärker als Transporte mit Hochseeschiffen. Mit dem Flugzeug werden oft frische, leicht verderbliche Obst- und Gemüsesorten wie etwa exotische Früchte (Mango, Ananas etc.) oder im Winter Bohnen und Zuckerschoten transportiert.

Heizung gegen Transportweg:
Es gibt aber auch Ausnahmen von der allgemeinen Regel. Eine davon erkannte das Institut für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg, als es die Klimabilanz von Salaten aus Deutschland und Spanien verglich. Die Besonderheit der Studie war, dass die Forscher die verschiedenen Produktionsbedingungen in Deutschland im Sommer und im Winter berücksichtigten.
Ihr Ergebnis: Grundsätzlich erzeugen in Andalusien unter Folien gezogene Salate mehr Kohlendioxid als Salate aus dem heimischen Freilandbau. Doch die Bilanz verkehrte sich ins Gegenteil, als sie Wintersalate aus beheizten deutschen Gewächshäusern mit dem spanischen Gemüseanbau verglichen: Die benötigte Heizenergie aus fossilen Brennstoffen steigert die auf ein Kilo Salat entfallende Kohlendioxidmenge so sehr, dass sie sogar die Transportkilometer von Andalusien nach Deutschland wettmacht!
Ein Kopfsalat beim Freilandanbau verursacht 140g CO2-Emissionen pro Kilogramm. Der Kopfsalat im Gewächshaus erzeugt bei seiner Produktion mit 4450g CO2 ungefähr die 30-fachen CO2-Emissionen.

2. Einkauf

Zum Einkaufen zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren – das ist nicht nur gesund, sondern auch gut fürs Klima. Bei einer Fahrt mit einem Auto mittlerer Klasse werden so viele klimaschädliche Gase freigesetzt wie für den Anbau und Handel von einem Kilogramm
frischem Gemüse.
Die so genannte „Last Dirty Mile“ (vom Geschäft nach Hause) kann einen klimagünstigen Einkauf von regionalen Bioprodukten der Saison gleich wieder zunichte machen. Also: Auto öfter stehen lassen, Wege verknüpfen und Vorräte anlegen!

3. Lagerung

Der Einsatz von Kühl- und Gefrierschränken mit „A+“ und „A++“ laut Energieeffizienzlabel helfen Strom zu sparen. Kühlschrank und Gefrierfach sollten nur so gross sein wie gerade notwenig. Freier Platz in der Gefriertruhe sollte mit Styropor-Klötzen ausgefüllt werden. Denn jedesmal wenn man die Klappe öffnet wird die kalte Luft durch warme von aussen ausgetauscht und muss wieder heruntergekühlt werden.
In einem Drei-Personen Haushalt werden durchschnittlich 2800 kWh an Strom pro Jahr verbraucht, davon fallen jeweils 18% auf Kühlschrank und Gefriertruhe.

4. Zubereitung

Gas- oder Elektroherd lautet die Gretchenfrage, die ganz eindeutig beantwortet werden kann:
Das Kochen mit Erdgas ist preiswerter und umweltfreundlicher als das Kochen mit dem Elektroherd. Die Hälfte aller Haushalte in Deutschland nutzt diesen Vorteil.
Beim Kochen am Elektro-Herd gehen bis zu zwei Drittel der eingesetzten Energie verloren. Dies ist beim Kochen mit Gas nicht der Fall – zudem ist die Hitze des Gasherdes exakter regulierbar. Dies ist ein Grund weswegen Kochprofis immer den Gasherd empfehlen. Für Herdplattennutzer gilt: Die Herdplatte sollte nicht größer als der Topf sein, der auf ihr steht. Außerdem spart Kochen mit geschlossenem Deckel rund ein Viertel des Stromes. Auch kann die Nachwärme der Platte genutzt, der Herd also früher abgestellt werden. Das funktionert auch mit dem Backofen. Hülsenfrüchte können vorgequollen werden, um so die Kochzeit zu verkürzen. Schnellkochtöpfe sparen bis zu 50% der Energie. Die beste Alternative zu Gas ist ein Induktionsherd.

Nachdem ich das jetzt alles weiss, werde ich trotzdem nicht auf mein gelegentliches Steak verzichten. Ich werde auch weiterhin Milchprodukte kaufen, Butter Margarine vorziehen, Tee aus Asien trinken und ab und zu Ananas aus Costa Rica essen.
Ich werde aber auch weiterhin auf dem Erzeuger-Markt einkaufen und dort zu Fuss hingehen. Ich esse mein Sushi mit Lachs aus Aquakultur statt Tunfisch und mag Salat am liebsten im Sommer.
Ich weiss nun welche Faktoren einen Unterschied machen und habe jetzt einen Grund endlich mal das Sous-Vide-Verfahren in der Thermobox auszuprobieren anstatt lange im Ofen zu Schmoren! Dazu lade ich gleich viele Gäste ein, die alle mit dem Fahrrad kommen …
Und ich mache meinen Blog CO2-neutral! Macht mit!


Angebote und Einkaufen klimaneutral -  bei kaufDA.de

Ernährungsbezogene Pro-Klima-Kampagnen:
„Meat Free Monday“ Paul McCartney
http://www.supportmfm.org/
Einkaufen für den Klimaschutz:
http://carrotmobfrankfurt.de/
Was ist ein Carrot-Mob?
http://carrotmob.org/faq-deutsch/

Links:
Verbraucher-Initiative: http://www.oeko-fair.de
Nachhaltige Fischerei: http://www.msc.org/
CO2-Rechner: http://uba.klima-aktiv.de/index.php?cat=start

Quellen:
www.focus.de, www.zdf.de, www.oeko-fair.de, www.oegut.at

Olivenöl zum Nikolaus

6. Dezember 2009

2 Liter feinstes Olivenöl aus Spanien hat mir der Nikolaus diese Jahr gegönnt. Das heisst ich habe es meinen Eltern abgeschwatzt.
Ich bin kein Profi im Olivenöl-Tasting, aber geschmacklich sagt es mir schon sehr zu. Es ist fruchtig aber mit wenig Säure und hat einen würzigen, sogar ein bisschen scharfen Nachgeschmack.

Wie wäre es mit einem Olivenöl-Tasting unter Freunden? Jeder bringt sein Lieblings-Öl mit und wir verschaffen uns einen groben Überblick?
Slowfood hat dazu ein paar Guidelines veröffentlicht:

Wie man Olivenöl verkostet
Eine Anleitung von Giovanni Fantone

Vor uns steht ein Testbecher mit einer kleinen Menge Olivenöl. Dieses wird nach Durchführung der im Folgenden beschriebenen Schritte von uns beurteilt.
1. Testbecher mit dem Olivenöl gegen das Licht halten
Wir prüfen das Aussehen des Öls, seine Farbigkeit und Konsistenz
2. Riechen
Wir nehmen das Glas in die Hand, umschließen es, decken es mit der Hand ab und schwenken es leicht hin und her – auf diese Weise erwärmen wir das Öl und verteilen es auch an den Wänden des Glases. Dann halten wir das Glas unter die Nase, decken es ab und nehmen mit einem tiefen Atemzug durch die Nase das Aroma des Öls auf. Wir lassen diesen Eindruck ein wenig auf uns wirken und atmen dann langsam durch die Nase wieder aus. Der Mund bleibt hierbei geschlossen.
3. Einen Schluck nehmen
Wir nehmen langsam einen kleinen Schluck und verteilen das Öl im Mund, indem wir es mit der Zunge gegen den Gaumen drücken. Auf diese Weise spüren wir auch die Konsistenz des Öls, z.B. pastös oder leicht. Bei leicht geöffneten Lippen atmen wir zunächst langsam und dann stärker ein – wir ziehen die Luft durch die Zähne in den Mund. Das hierbei nicht zu vermeidende Geräusch des ,Schlürfens‘ muß uns nicht irritieren: es ist normal und zur Verkostung erforderlich. In dieser Phase des Verkostens ist es wichtig, dass das Öl sich auf allen Geschmackspapillen verteilen kann.
5. Das Öl im Mund ,ausruhen‘ lassen
Der Mund ist geschlossen und wir achten darauf, dass das Öl sich
gut im Mundraum verteilt hat, dabei können wir auch immer wieder leicht
durch die Nase ein- und ausatmen. Hierbei nehmen wir Geschmack, Aroma und Konsistenz des Öls wahr.
6. Das Öl schlucken
Wir schlucken das Öl (mittlerweile eine Öl-Speichel-Luft-Emulsion), halten die Lippen zusammengepresst und atmen durch die Nase aus.
7. Besinnen
Wir lassen den Gesamteindruck auf uns wirken und versuchen dann,
diesen Eindruck zu beschreiben.

Ja, das hört sich schon sehr professionell an… Aber ich glaube dass eine Verkostung mit leckerem Brot, ein paar Tapas und dem ein oder anderen Glas Wein für einen stimmungsvolleren Abend sorgen wird. Who’s in?

Food-Photography Workshop

10. November 2009

Stilllife

Godiva Pralinen

Salz

Salz Makro

Dies sind ein paar Bilder, die ich beim meinem Foto-Kurs (über die VHS) am Wochenende zustande gebracht habe.
Mal wieder habe ich gemerkt, dass Kochen für mich die perfekte Kunstform ist. Meine Kreativität ist nämlich sehr stark von der Zweckmässigkeit des kreierten abhängig. Wenn ich nicht vorhätte die Bilder im Blog zu verarbeiten hätte ich wahrscheinlich gar nichts zustande gebracht. Und einfach nur ein paar essbare Dinge zusammenlegen und fotografieren erscheint mir einfach nur sinnlos und reizt mich gar nicht. Daher habe ich letztendlich Dinge fotografiert, die mir sinnvoll erscheinen und die ich schön finde.
Was ich „erschaffe“ muss hinterher einen Zweck erfüllen und was eignet sich da besser als etwas leckeres zu kochen? Und wenn man es dann auch noch teilen kann ist der Zweck perfekt!

Maronen schmecken fabelhaft und geben jetzt bei mir im Wohnzimmer eine wunderschöne Herbst-Deko ab. Sie stehen auch auf meiner Liste mit Zutaten, mit denen ich gerne mehr ausprobieren möchte. Bei Maronen denke ich an Weihnachtsmarkt und Glühwein, durch die Stadt bummeln mit dickem Schal und Handschuhen. Vor ein paar Wochen habe ich auf dem Antik-Flohmarkt auf der Konstablerwache aber schon ein paar gegessen und mich sehr gefreut, dass auch ausserhalb von Weihnachtsmärkten mal welche angeboten werden.
Mit Decke (eins meiner Lieblingsstücke und darf auf meiner Couch nicht fehlen), Körbchen und Granatapfel fand ich die Kombination sehr schön herbstlich und stimmungsvoll. Ok, ich gebe zu, das ist jetzt aber alles was ich mir an künstlerischen Gedanken hierzu gemacht habe.

Die Pralinen waren hauptsächlich schön. Weil ich auf den letzten Drücker die „Zutaten“ für den Fotokurs gekauft habe hatte meine Lieblings-Chocolaterie Opitz schon zu. Die Pralinen von Godiva hatten lange nicht diesen zarten Schmelz, und von Suchtpotential kann im Gegensatz zu Opitz keine Rede sein. Vor allem die dick mit Kakao gepuderten Schoko-Sahne-Trüffel „Chocolate-Lover“ von Opitz sind einfach der Wahnsinn.
Jetzt hab ich mir richtig Appetit drauf gemacht und muss wohl nochmal vorbeihuschen heute….

Achtung – die Salz-Bilder haben keine Farbfehler! Das milde Murray-River-Salz aus Australien hat tatsächlich diesen Rosa-Ton. Die wunderschönen kristallinen Stukturen erinnern fast an Schneeflocken und laden nur dazu ein Fotos davon zu machen. Leider habe ich kein Makro-Objektiv, sonst könnte ich mir vorstellen jetzt professionelle Salz-Fotografin zu werden.
Die kleinen Blättchen knistern zwischen den Fingern und schmelzen förmlich im Mund, man sollte sie daher erst ganz kurz vor dem Verzehr über das Gericht geben oder als Tisch-Salz zum (Nach-)Würzen verwenden.
Das Salz gibt es bei der Genuss-Akademie oder bei cri-cri.