Archive for the ‘Rezepte’ Category

Süss-saure Kürbis-Kugeln

21. September 2010

Wofür die wohl sind?

1. Tag:

– Kürbis auskugeln… nein, die Kugeln ausstechen.
– Essig und Wasser zu gleichen Teilen aufkochen.
– Essigmischung über die Kürbiskugeln giessen.
– Verschliessen und bis morgen warten.

2. Tag:

– Kürbis abgiessen und den Sud auffangen.
– Sud mit Kandis- oder braunem Zucker wieder aufkochen.
– Kürbiskugeln im Sud mitköcheln lassen bis sie glasig sind.
– Alles zurück ins Glas mit Zitronenschale, Ingwer, Nelken und Zimtstange.

…to be continued…

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Foodgawker – da gibts was zu glotzen!

8. September 2010

Eine lange Stille bei „Jessie schmeckts“ … das heisst nicht, dass ich in der Zwischenzeit verhungert bin. Der Genuss kommt bei mir selten zu kurz, aber manchmal muss das Hobby mal hintenanstehen, wenn es beruflich etwas mehr zu tun gibt.
Für die nächsten Wochen sind einige grössere Koch-Aktionen in Planung, dann gibt es endlich wieder gutes Material zum Bloggen!

In der Zwischenzeit möchte ich Euch eine sehr schöne Quelle kulinarischer Inspiration weitergeben.
Food-Bloggern und begeisterten Lesern von Food-Blogs wird das nichts Neues sein, aber allen anderen möchte ich dies gerne weitergeben:


Die schönsten Bilder und spannendsten Rezepte und Beiträge von allerlei Food-Blogs rund um die Welt werden hier zusammengesammelt und täglich aktualisiert. Viele hübsche Fotos von Leckereien samt Link zum Ursprungs-Beitrag, Foto-Album-like präsentiert – DAS ist meine liebste online Koch-Inspiration. Das Auge isst nunmal mit und dort kann ich mich einfach nicht sattsehen!
Über die ♥-Funktion kann man sich seine Lieblings-Links bookmarken und die Such-Funktion funktionert auch ganz gut – vorausgesetzt man weiss den englischen Begriff, nach dem man sucht. Und wie bei Google und anderen Suchmaschinen sollte man verschiedene Schreibweisen nicht ausser acht lassen.
Besonders lustig ist es, Rezepte in fremden Sprachen mit dem Google-Translator übersetzen zu lassen. Für eine Zutatenliste reicht es in den meisten Fällen, aber ich würde mich nicht 100% darauf verlassen…
Als zu Anfang noch die Überschrift meines Blogs als Text eingefügt war übersetzte der Translator in englisch: „Jessie tastes like!“ ;-)
Nicht, dass da jemand auf falsche Gedanken kommt!

Werft auf jeden Fall auch mal einen Blick die Partnerseiten:
Craftgawker – Handwerkliches, Kunst und Basteln
Weddinggawker – Ideen für die Hochzeit und Feste
Dwellinggawker – Alles rund ums Wohnen

Damit sollte euch in Zukunft nicht mehr langweilig werden, wenn es bei mir wieder mal länger nichts zu lesen gibt. Viel Spass damit!

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Menü der Saison – Mittwochsmenü [8]

15. August 2010

Möhrenquiche mit Apfelsalat
Kalbs-Involtini, Gorgonzola-Erbsen-Nudeln und Pfifferlinge
Rosen-Panna-Cotta mit Heidelbeer-Limetten-Sosse


Vorbereitung: Pfifferlinge putzen. Wichtig: gute Körperhaltung, sonst gibts einen steifen Nacken. Ein Kilo Pfifferlinge von Erde und Tannennadeln zu befreien kann schon seine Zeit in Anspruch nehmen, aber mit ein bisschen Musik und Vorfreude auf das Menü geht alles.


Farb-Attacke aus der Natur – vorher unbedingt schwarze Sachen anziehen! Diese echten Heidelbeeren sind nicht vergleichbar mit den farblosen Kultur-Heidelbeeren aus dem Supermarkt, blaue Finger und später lustige blaue Zungen, Zähne und Lippen sind vorprogrammiert!


Stunden später sind auch die Pfifferlinge sauber und knirschfrei. Es gibt schliesslich nichts schlimmeres als ein tolles Produkt wie Salat, Pilze oder Muscheln, bei denen man nicht mit Genuss zubeissen kann aus lauter Angst seine Plomben zu verlieren. Brrr….


Ich habe mich lange nicht SO genau an ein Rezept gehalten. Und es hat sich gelohnt: diese Möhrenquiche aus der essen&trinken ist top!


Ziemlich exotisch, diese Kombination: Möhren und Oliven, der Guss mit Ingwer und Curry. Dazu ein knackiger Apfelsalat mit deutschen Sommeräpfeln, Frühlingszwiebeln, Chili, Koriander und geröstetem Sesam.


Beim Anrichten mit meiner Küchenhilfe Christian, der definitiv deutlich überqualifiziert war aber mir dadurch viel Arbeit abgenommen hat … danke für die Hilfe – hat echt Spass gemacht!


Kalbs-Involtini in Pancetta (mit Christians Mystery-Füllung), Gorgonzola-Erbsen-Nudeln und Pfifferlinge. Zum schönen Anrichten die Nudeln mit einer grossen Fleischgabel aufrollen und auf die Mitte des Tellers setzen. Dann alles obendrauf aufhäufen (immer schön nach oben bauen!). Hier etwas vermurkst, aber der Wille war da.
Gorgonzola ist sicher nicht jedermanns Sache, aber wer den Geschmack mag, für den ist diese Variante sicher einen Versuch wert. Cremig und trotzdem mit einem gewissen Biss durch Cashew-Kerne und knackige Erbsen – sozusagen eine Mischung aus Sahnesosse und Pesto.
Das endgültige Rezept muss ich erst noch erstellen, bei Interesse gebe ich aber gerne eine grobe Zutatenliste.


Für mich das Highlight: (schon beim Probieren am Vorabend war ich hin und weg…) Panna-Cotta mit Rosenwasser, dazu Heidelbeer-Limetten Sosse

Zu den anderen Mittwochsmenüs: [1] [2] [3] [4] [5] [6]
(die 7 habe ich Euch unterschlagen)

Möhrenquiche
Quelle: essen&trinken 05/2009
Für 12 Stücke/Portionen

Mürbeteig:
300 g Mehl
0,5 Tl Salz
160 g Butter
1 Ei (Kl. M)
Belag:
850 schlanke Bundmöhren
Salz
60 g schwarze Oliven
Guss:
20 g frischer Ingwer
200 ml Schlagsahne
100 g Crème fraîche
2 El Currypulver
5 Eier (Kl. M)
Butter für die Form
Hülsenfrüchte zum Blindbacken
Salat:
2 El geschälte Sesamsaat
0,5 Bund Koriandergrün
1 Bund schlanke Frühlingszwiebeln
1 rote Pfefferschote
3 Äpfel
2 El Apfeldicksaft
2 El Zitronensaft
Salz
Pfeffer
1 Prise Zucker
4 El Öl

1. Für den Mürbeteig das Mehl auf die Arbeitsfläche häufen und mit Salz bestreuen. Die Butterwürfel dazugeben und mit einem großen Küchenmesser gut vermischen/durchhacken. Das Ei leicht verquirlen, zugeben und mit dem Mehl zügig verkneten. Noch 2-3 El eiskaltes Wasser dazugeben und alles rasch zu einem glatten Teig verkneten. Das Kneten sollte eher ein „zusammenschieben“ sein – je weniger hier geknetet wird, um so mürber wird der Teig später. Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und min. 30 Minuten kalt stellen.

2. Für den Belag die Bundmöhren putzen, dabei 1 cm Grün stehen lassen. (Hab ich vergessen.) Die Möhren in reichlich kochendem Salzwasser 5-6 Minuten bissfest garen, abschrecken und abtropfen lassen. Die Möhren der Länge nach halbieren. 8 Möhrenhälften beiseitestellen, den Rest in 1/2 cm breite Stücke schneiden. Oliven kalt abspülen und das Fruchtfleisch in Spalten vom Stein schneiden. (Oder kernlose verwenden – sie sollten aber Geschmack haben.) Für die Eiermilch Ingwer schälen und fein reiben. Mit Sahne, Crème fraîche, Currypulver, Eiern und 1 Prise Salz glatt rühren.

3. Eine Tarteform mit herausnehmbarem Boden (26 cm Ø) oder Springform dünn mit Butter einfetten oder den Boden mit Backpapier auslegen. Den Teig 3-4 mm dünn ausrollen und die Form damit auslegen. Dabei den Rand gut andrücken und überstehenden Teig abschneiden. Den Teig mit Backpapier bedecken, mit Hülsenfrüchten auffüllen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad (Gas 2-3, Umluft nicht empfehlenswert) auf der untersten Schiene 15-20 Minuten blindbacken. Backpapier mit den Hülsenfrüchten entfernen.

4. Die klein geschnittenen Möhren und Olivenspalten auf dem Teig verteilen. Die langen Möhrenhälften eventuell etwas kürzen und strahlenförmig darauf verteilen. Eiermilch nochmals durchrühren und vorsichtig über die Möhren gießen. Die Quiche im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad (Gas 2-3, Umluft 160 Grad) auf der untersten Schiene 50-55 Minuten backen. Gebackene Quiche auf dem Rost etwas abkühlen lassen.

5. Für den Salat Sesam in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Korianderblättchen von den Stielen zupfen und in kaltes Wasser legen. Frühlingszwiebeln putzen. Das Weiße und Hellgrüne in 4 cm lange Stücke schneiden, dann der Länge nach in sehr feine Streifen schneiden. Pfefferschote längs halbieren, entkernen und in feine Streifen schneiden. Äpfel halbieren, entkernen, erst in feine Scheiben, dann in sehr feine Streifen schneiden. Apfeldicksaft, Zitronensaft, Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker und Öl verrühren. Korianderblättchen trockenschleudern. Alle Zutaten mit dem Dressing mischen. Die Quiche mit dem Salat servieren.

Rosen-Panna Cotta
Quelle: eigene Kreation
10 Portionen á 100ml

700ml Sahne
300ml Vollmilch
10 Blätter Gelatine
100g Zucker
2 Vanilleschoten
4 EL Rosenwasser

Sahne, Milch, ausgekratztes Vanillemark, Vanilleschote und Zucker aufkochen und die Vanilleschote wieder entfernen. Die Gelatine in wenig Wasser einweichen, ausdrücken und in die nicht mehr kochende Sahnemischung einrühren bis sich alles aufgelöst hat. Mit dem Rosenwasser parfümieren und in kleine Förmchen, Tassen oder Dessertschälchen füllen. Die Panna Cotta wird fest genug zum Stürzen, dazu die Schälchen vor dem Befüllen mit Wasser ausspülen oder mit wenig neutralem Öl auswischen. Sollen die Desserts nicht gestürzt werden reichen auch 6 Blätter Gelatine – dann wird die Konsistenz zarter und schmelzender.
Abgedeckt mindestens 6 Stunden kalt stellen.
Die Förmchen kurz in heißes Wasser tauchen und auf Teller stürzen. Mit der Sosse servieren.

Heidelbeer-Limetten-Sosse
Inspiriation von: chocolate&tea
10 Portionen á 100ml

250g Heidelbeeren
Abrieb und Saft von 1-2 Limetten
50 ml Wasser
Zucker nach Geschmack
1 TL Speisestärke

Heidelbeeren, Wasser, Saft und Abrieb der Limetten mit etwas Zucker aufkochen und 10 min leicht köcheln lassen. Mehr Zucker nach Geschmack und Süsse der Beeren zugeben. Zum Andicken 1 EL Speisestärke in etwas Wasser auflösen und unter die kochenden Beeren rühren. Kalt stellen.


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Falsches Vitello Tonnato

4. August 2010

… aber ein ECHT schöner Sonntags-Brunch in Tariks neuer Wohnung!

Vitello tonnato ist eine klassische Vorspeise der italienischen Küche: Dünn aufgeschnittenes, mit Weißwein und Gemüsen gekochtes Kalbfleisch, das kalt aufgeschnitten mit einer feinen Tunfischsauce serviert wird.
So, eigentlich müsste ich den Begriff „Vitello Tonnato“ jetzt komplett aus diesem Beitrag streichen um seriöse Googler nicht auf die falsche Fährte zu locken, denn bis auf Tunfisch und Kapern ist an dieser Variante überhaupt nichts mehr original:
Kein Kalb, sondern Putenbrust wurde unter der sehr üppigen Sosse verschüttet, die zu allem Überfluss auch noch mit Schmand und nicht mit Mayonaise zubereitet wurde.
Aber ich mag nunmal Milchprodukte und alles was sahnig ist, finde Sosse wichtiger als das Fleisch, ich mag es schnell und unkompliziert und beim Metzger gab es Samstag Abend einfach kein Kalb mehr.
Alles Ausreden? Dann probiert es doch selbst!

Für 300g Aufschnitt:
2 Dosen Tunfisch abgetropft
200g Schmand
3 EL Kapern abgetropft plus etwas mehr für die Deko
etwas Zitronensaft
evtl. etwas Wasser oder Weisswein für die Konsistenz
Pfeffer und Salz

Alles mit dem Mixstab fein pürieren und über das dünn geschnittene Fleisch geben. Mit Kapern und Zitronenscheiben dekorieren.
Köstlich auch als Sandwich-Belag mit etwas Salat und Tomate.

Wer bister bist hier gelesen hat findeWeitere echte und falsche Rezepte könnt ihr auch in diesen Blogs finden: Anonyme Köche oder lamiacucina.

Was gabs noch? Tariks köstliches Börek vom Backblech! :-)


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Einlegen macht haltbar? Einspruch!

3. August 2010

Einmachen – Zweckentfremdet. Denn diese Gurken sind nicht in ihr pikantes Säurebad gelegt worden um besonders lange zu halten. Wie ich mich kenne überleben die beiden Gläser nämlich keine Woche.
Leider fehlt mir für grössere Vorratshaltung der Platz, sonst würde ich mit Sicherheit meine eigene Gurken-Collection im Keller unterbringen.
Und wie man auf dem Bild sieht steht noch eine weitere Einmach-Action an – Aprikosenmarmelade.

Zutaten: Gurken-Aufguss („Gurkenmeister“ – 1:2 mit Wasser verdünnen), pro Glas je 1 Zwiebel in Spalten, 1 EL Dill gehackt, 1 TL Chiliflocken, 1 EL Senfsaat, 1 TL Koriandersaat, 5 Pfefferkörner
Action: Aufguss aufkochen und über die Gurken und Gewürze in saubere, verschliessbare Gläser füllen. Verschliessen, 3 Minuten auf den Kopf stellen, fertig!

Gut, besonders edel ist es nicht gerade den „Gurkenmeister“ in meine feinen Gurken zu kippen, aber er war eben noch übrig.
Man sollte aber unbedingt vermeiden (wie ich vor ein paar Jahren) zu vergessen den Sud 1:2 zu verdünnen… :-) Sonst bekommt „sauer“ eine ganz andere Dimension.
Den Gurkenmeister verwende ich übrigens auch dann immer, wenn man als „geheime Zutat“ – z.B. im Kartoffelsalat oder in der Frankfurter Grünen Sosse – Gurkenwasser braucht. Da er sehr konzentriert ist braucht man nur einen kleinen Schluck und verwässert so nicht die Sosse.

Das kleine Gläschen ist sozusagen das Probe-Glas. Einen Tag später sind die Gurken-Scheibchen schon schön pikant und aromatisch. Die ganzen Gurken brauchen je nach Grösse einen oder zwei Tage mehr. Das knackige, das so kurz eingelegte Gurken haben machen sie für mich einfach unwiderstehlich – besonders spät nachts beim Bloggen.
So viel zum Thema „haltbar“… :-)


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