Archive for the ‘Rezepte’ Category

Green Monster Juice

6. Dezember 2012

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Heute morgen habe ich mal den Entsafter bemüht und diesen wunderbaren „Green Monster Juice“ gezaubert. Soll ja der totale Trend sein in Hollywood. Wobei ich auch schon mal schwer lachen musste, als ich in einer dieser Klatsch-Zeitungen eine Fotos-Collage von verschiedenen Hollywood-Stars und -Sternchen sah, alle mit einem grossen Plastikbecher voll mit diesem quietschgrünen Super-Saft und darunter stand sinngemäß: „Neuer Trend – supergesunder Matcha-Tee“. Da haben die Praktikanten, die ja bekanntlich solche Fotos zusammensuchen und sich was schlaues dazu ausdenken müssen, wohl schlecht recherchiert. Diese grünen Säfte – oder Shakes – bestehen aus frisch gepresstem Fruchtsaft, der mit allerlei grünem Gemüse – vor allem Blattgemüse – angereichert wird. Zum Beispiel Apfel- oder Ananas-Saft mit Spinat, Grünkohl, Sellerie und Blattsalaten. Mit dieser Methode kann man raue Mengen von gesundem Gemüse ganz fix in sich reintrinken, die man sonst niemals schaffen würde, und somit unendlich viele Antioxydantien und Vitamine aufnehmen. Allerdings braucht es auch Zeit den Entsafter wieder zu reinigen…

Wer das Obst und Gemüse mit dem Mixer zerkleinert spart Zeit und bekommt zusätzlich noch eine gute Portion Ballaststoffe dazu, die im Entsafter ja bekanntlich abgeschieden werden. Das klappt leider nicht mit Karotten, aber die sind ja auch nicht grün. Gute Mixer (die Trend-Amerikaner lassen sich so ein Gerät auch mal 600 Dollar und mehr kosten)  schaffen locker halb-festes Gemüse und Obst wie Apfel, Ananas und Stangensellerie.

 

Mein Rezept (ergibt 1l Saft)

1/2 grosse Ananas, 1 grosser Apfel, 3 Stangen Sellerie, 3 grosse Hände Spinatblätter (entsaftet)
1/2 Avocado, 1 Kiwi (untergemixt)

Nächstes Mal versuche ich das wirklich mal mit Grünkohl. :-)

Viel Spass beim ausprobieren!

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Wantans & Gyoza

17. April 2012

Eine Füllung, zwei Sorten Teigtaschen:

Einmal Suppen-Wantan …


(more…)

Holy Cherry!!!

6. August 2011

Ein kleiner Vorgeschmack auf mein nächstes Menü im Salon Noir: Diese eingelegten „Kirschen-als-Oliven“ sind eine Offenbarung!

„Kirschen-als-Oliven“
Quelle: http://newfinmysoup.blogspot.com

1/2 kg frische (Süss-)Kirschen
1 Bio-Orange
1 Bio-Zitrone
5 Knoblauchzehen
4 Zweige Rosmarin
6 Zweige Thymian
2 frische Lorbeerblätter
100 ml Olivenöl
50 ml Sherry Essig
1/4 TL grobes Meersalz

Kirschen entkernen und in eine verschliessbare Schüssel geben. Mit dem Sparschäler jeweils die Hälfte der Orangen- und Zitronenschale abschälen. Knoblauchzehen schälen und mit der Messerklinge flach drücken. Olivenöl und Essig mischen und mit dem Knoblauch, Salz und Zitrusschalen zu den Kirschen geben. Vorsichtig vermengen und über Nacht durchziehen lassen.

Für alle, die keinen Kirschenentkerner haben habe ich hier eine praktische, aber auch optisch schöne Alternative:
Die Kirschen auf der unteren Seite (gegenüber dem Stängel) kreuzweise einschneiden. Dann mit einem Essstäbchen (die ganz einfachen Einweg-Stäbchen aus Holz sind am besten) am Stielanstatz einstechen und den Kern nach unten herausdrücken. Dazu ab besten die Kirsche fest in die geschlossene Faust nehmen. Funktoniert einwandfrei und sieht ausserdem schön aus.

Mittwochsmenü [9]

2. März 2011

Bei den Mittwochsmenüs haben wir uns mittlerweile verzählt und den Überblick verloren. Egal, gepostet wird was lecker war!

Januar 2011: Draussen war es kalt und drinnen somit Zeit für Raclette. Am Stück natürlich! Käse-Grillmeister Manfred hat den Käse aus Frankreich mitgebracht und uns an der Grillmaschine mit cremig-knusprigem Käse versorgt. Ich war verantwortlich für den kulinarischen Rahmen in Form von Salat und Dessert.
Als Highlight gab es einen kleinen Käse-Brand, der aber leider nicht dokumentiert werden konnte.

Dieser fruchtig-nussige Salat ist mittlerweile zu meinem neuen Lieblings-Salat geworden:

* Grundsalat: hier Friseé und „Wildkräuter“-Salatmischung (war aber eigentlich bloss Baby-Mangold und -Spinat), bei späteren Varianten habe ich Salatherzen längs in Streifen geschnitten und mit etwas Radicchio gemischt
* Knackige grüne, kernlose Trauben, in Scheiben
* Eine sehr feste Birne, in feinen Scheiben (ganz wichtig ist, dass die Birne nicht weich und süss ist sondern eher wie ein Gemüse daherkommt, denn die Granatapfelkerne und die Trauben sind schon sehr süss)
* Granatapfelkerne
* geröstete, gehackte Haselnüsse
* Vinaigrette aus wenig Weissweinessig und neutralem Öl, abgerundet mit Granatapfelsirup, Apfeldicksaft und einem Schuss Arganöl (Walnussöl statt neutralem Öl bringt sicher einen ähnlich nussigen Geschmack)

Das Dessert: Tarte au Citron nach einem Rezept von Bouchon, gefunden hier.

Ich mag es ja gerne sauer, aber ein bisschen zu viel war es vielleicht schon. Der Mürbeteig mit gemahlenen Pinienkernen widerum war einfach köstlich.

Schoko hoch zwei

10. Oktober 2010

Cake Pops, Cake Balls, Cakesicles oder wie man sie nennen mag: für mich muss die Geschichte des Naschens neu geschrieben werden!
Perfekt – diese kleinen Portionen, die einem schon ein kleines Versprechen geben: Davon schaffst du nur eins! Und zwar genüsslich vom Stiel gelutscht. (Ich rede nicht von mir, sondern vom Durchschnitts-Schokolagiker. Ich packe auch 3…)

Zum ersten Mal probiert habe ich etwas in der Art auf einer Luxus-Messe in Palma de Mallorca. Hier hatte eine Konditorei einen Tisch voller Leckereien aufgebaut und uns gleich in ihren Bann gezogen. Abwechselnd, um nicht aufzufallen, sind meine Kollegen und ich zum Stand geschlichen um uns mit den kleinen Schoko-Sünden am Stiel einzudecken.

In amerikanischen Blogs findet man sie jetzt öfter, diese Cake Pops. Allerdings überzeugen diese eher nicht durch die inneren Werte, denn der Kuchen kommt meistens aus der Packung. Schön bunt sollen sie sein, der Schokoladen-Überzug ist meistens eine eingefärbte Fettglasur mit Geschmack, die sich „Candy Melt“ nennt.
Das geht mir natürlich gegen alle Prinzipien!
Süßes mag ich am liebsten sahnig oder schokoladig, und wenn schon Schokolade dann auch richtig!
Meine Variante für Cake-Pops stelle ich Euch hier vor. Es müssten ca. 80 Stück ergeben. Die vorgeformten Kugeln lassen sich leicht einfrieren und später irgendwann weiterverarbeiten.

Achtung: Dies ist kein fertiges Rezept, nur eine Zusammenstellung der Grundrezepte, die ich verwendet habe. Ich habe einiges verändert, aber nicht mehr alles im Kopf…
Da die Schokoteilchen ein totaler Kalorien-Hammer sind und man so einen Schoko-Schock erstmal verkraften muss kann es eine Weile dauern, bis ich diese Aktion wiederhole. Aber dann verspreche ein genaues Rezept zu erstellen.

|||| Cake Pops Sacher Style ||||

Schokoladenbiskuit: Johan Lafers Sachertorte

8 Eier
Salz
260 g Zucker
200 g Halbbitter-Kuvertüre
200 g Butter
50 g Puderzucker
200 g Mehl

1. Die Eier trennen. Eiweiß mit 1 Prise Salz halbsteif schlagen, dabei den Zucker nach und nach einrieseln lassen. Die Kuvertüre fein hacken, im heißen Wasserbad langsam schmelzen. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.

2. Butter und Puderzucker in der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät schaumig rühren. Eigelb nach und nach unterrühren. Dann die Kuvertüre unterrühren und anschließend ein Drittel des Eischnees unter die Buttermasse rühren. Restlichen Eischnee ebenfalls unterheben. Das Mehl nach und nach darübersieben und unterheben.

3. Den Boden einer Springform (26 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen. Die Masse hineinfüllen und im vorgeheizten Backofen bei 170 Grad ca. 1 Stunde backen (Gas 1-2, Umluft 150 Grad). Den Tortenboden aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.

Basic-Buttercreme

100 g Eiweiß
150 g Zucker (kein Puderzucker)
200 g Butter

Das sauber getrennte Eiweiß in einer Schüssel kurz mit dem Schneebesen anschlagen. Dann den Zucker dazu.

Die Eiweiß-Zuckermasse nun mit dem Schneebesen über dem Wasserbad gut durchschlagen. So lange schlagen, bis sich der Zucker im Eiweiß gelöst hat. Dies könnt Ihr gut testen in dem Ihr die Masse zwischen zwei Fingern reibt. Ist es noch körnig – weiter schlagen. Ist es cremig, also keine Körnchen mehr drin, die Schüssel vom Wasserbad runter. Dies dauert etwa 3 – 5 Minuten.

Nun die Küchenmaschine mit dem Ballonschläger ausrüsten und die Masse in die Rührschüssel geben. Jetzt gilt es, Luft in die Eiweiß-Zuckermischung zu schlagen. Alles so lange schlagen, bis eine steife Masse entsteht. Sieht dann aus wie Baisermasse.

Jetzt den Ballonbesen gegen den normalen Schlagrührer austauschen. Also der Zwischenrührbesen, zwischen Ballonschläger und Knethaken.

Nun kann die weiche Butter in Stückchen zugefügt werden. Während der Rührphase sieht es so aus, als ob sich die Materialien trennen und grieseln, weiter schlagen lassen, das Ganze verbindet sich dann relativ schnell wieder und wird zu einer geschmeidigen Creme.

Der schöne Kuchen von Lafer wird, sobald er kalt ist, in erbsengrosse Stücke zerbröselt und mit der Buttercreme vermischt.
Ca. 3 EL Kakaopulver zugeben. (Mir war die Mischung zu hell und zu wenig schokoladig.) Zu diesem Zeitpunkt kann jetzt auch Aroma oder Alkohol zugefügt werden, bei der Sacher-Variante passt gut ein Schuss Rum. Ich habe keinen Alkohol verwendet, aber die Kugeln in selbstgemachter Aprikosenmarmelade gewälzt.

Jetzt müssen die Lutscherstiele oder halbierte Kaffee-Umrühr-Stäbchen in die Kugeln gesteckt werden und die Kugeln wandern für eine Weile ins Eisfach. Die Ganache haftet dann schneller daran und beim Überziehen schmilzt nichts ab. Ausserdem sitzen die Stäbchen fester und nichts kann abfallen.

Zeit die Ganache zuzubereiten:

Hier habe ich in einem bestehenden Rezept rumgepfuscht und bin nicht mehr 100% sicher. Und da ich die Kugeln auf 2 Anläufe hergestellt habe weiss ich auch nicht ob die Menge für alle Kugeln reicht.
Aber wie man sieht: es ist ein Haufen Schokolade. In kleineren Mengen oder bei grösserem Geldbeutel kann man statt Kuvertüre natürlich auf etwas besseres zurückgreifen.

Ganache – halbfeste Schokoladenglasur

600g Zartbitter-Kuvertüre (70%), 200g Herren-Schokolade, 40g Kakaopulver, 100g Zucker, 100ml Wasser, 100ml Schlagsahne

Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Kakaopulver mit dem Wasser, Zucker und Sahne in einem Topf gut verrühren, kurz aufkochen und mit der Kuvertüre verrühren. Ganache kurz abkühlen lassen und dann die Pops damit überziehen.

Im Prinzip habe ich die Ganache vom Schoko-Mousse-Torten-Rezept vervielfacht, zusätzlich dunkle Herrenschokolade dazugegeben und Zucker und Flüssigkeiten etwas reduziert. Zu fest kann es eigentlich nicht werden, denn wenn Wasser (oder Sahne) fehlt grisselt die Ganache und wird nicht glatt. Dann muss man etwas Wasser hinzufügen, bis es eine schön glänzende Masse ergibt.

Die überzogenen Pops nach Belieben verzieren und auf eine glatte Platte setzen, die in den Kühlschrank passt. Später kann man sie ablösen und ich Papiermanschetten oder kleine Gläser setzen.

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