Archive for the ‘Fremdgegessen’ Category

Falsches Vitello Tonnato

4. August 2010

… aber ein ECHT schöner Sonntags-Brunch in Tariks neuer Wohnung!

Vitello tonnato ist eine klassische Vorspeise der italienischen Küche: Dünn aufgeschnittenes, mit Weißwein und Gemüsen gekochtes Kalbfleisch, das kalt aufgeschnitten mit einer feinen Tunfischsauce serviert wird.
So, eigentlich müsste ich den Begriff „Vitello Tonnato“ jetzt komplett aus diesem Beitrag streichen um seriöse Googler nicht auf die falsche Fährte zu locken, denn bis auf Tunfisch und Kapern ist an dieser Variante überhaupt nichts mehr original:
Kein Kalb, sondern Putenbrust wurde unter der sehr üppigen Sosse verschüttet, die zu allem Überfluss auch noch mit Schmand und nicht mit Mayonaise zubereitet wurde.
Aber ich mag nunmal Milchprodukte und alles was sahnig ist, finde Sosse wichtiger als das Fleisch, ich mag es schnell und unkompliziert und beim Metzger gab es Samstag Abend einfach kein Kalb mehr.
Alles Ausreden? Dann probiert es doch selbst!

Für 300g Aufschnitt:
2 Dosen Tunfisch abgetropft
200g Schmand
3 EL Kapern abgetropft plus etwas mehr für die Deko
etwas Zitronensaft
evtl. etwas Wasser oder Weisswein für die Konsistenz
Pfeffer und Salz

Alles mit dem Mixstab fein pürieren und über das dünn geschnittene Fleisch geben. Mit Kapern und Zitronenscheiben dekorieren.
Köstlich auch als Sandwich-Belag mit etwas Salat und Tomate.

Wer bister bist hier gelesen hat findeWeitere echte und falsche Rezepte könnt ihr auch in diesen Blogs finden: Anonyme Köche oder lamiacucina.

Was gabs noch? Tariks köstliches Börek vom Backblech! :-)


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Tim Mälzers „Bullerei“

27. Mai 2010

Das Essen-Gehen nahm die letzte Woche scheinbar kein Ende, aber fand seinen vorläufigen Höhepunkt am Pfingstmontag: ein Abendessen in Tim Mälzers „Bullerei“ in Hamburg.

Das Restaurant verbreitet eine schöne Atmosphäre, bei den Gästen ist alles von 18 bis 80 vertreten und die Kellner/innen kommen sehr individuell und doch stimmig rüber – nett tätowiert und freudlich-entspannt.
Die Speisekarte lässt keine Wünsche offen. Aber man muss sich ja leider entscheiden und kann nicht alles probieren.
Daher fiel die Wahl auf das Überraschungsmenü mit 4 Gängen:

[vorweg] verschiedenes Brot aus der stylischen Bullerei-Tüte mit Pimpernelle-Frischkäse und Butter mit Salzkristallen

[I] Melonen-Paprika Gazpacho mit Zucchini, Aubergine & Garnele und Ricotta-Limonen Frühlingsrolle

[II] Spargelsalat mit Tomaten-Estragonschaum unter geräucherter Wachtelbrust

[III] Gegrillter Kalbsrücken auf Spitzkohl „Asia-Style“ mit Rhabarberkompott und Knoblauch-Kartoffelpüree

[IV] Bananen-Split „Bullerei-Style“ – Schokomousse mit marinierter Banane & Nussknusper mit Vanilleeis

Da es ja eine Überraschung war, war ich ohne Kamera unterwegs und das war auch gut so. So konnte ich entspannt und ohne Fotostress den Abend geniessen.
Ausserdem sollte das Überraschungs-Menü auch eine Überraschung bleiben, ausser vielleicht ich habe Lust das Ganze nochmal nachzukochen.

Infos zu Öffungszeiten und Reservierung auf www.bullerei.com.
Für einen Tisch an einem Wochenende sollte man mit 4 Wochen Vorlaufzeit rechnen.
Ansonsten lohnt sich sicher auch ein Essen im Deli, wo man nicht reservieren kann und schon ab 11 Uhr kleine Gerichte und die „Stulle des Tages“ bekommt.

Nachtrag: Natürlich war das Essen köstlich! Wie konnte ich vergessen das zu erwähnen? Wunderbare Zutaten, und tolle – nicht zu kühne – Kombinationen. Köstliche Geschmacks-Bomben, vor allem die geräucherte Wachtelbrust war einfach hervorragend! Angerichtet waren die Gerichte so wie der Rest des Restaurants rüberkommt: ungekünstelt aber doch stylisch. Auf jeden Fall zu empfehlen!
PS: Tim war sogar selbst da!
PPS: Und nochmal danke an unsere nette Kellnerin, die mir die Menüfolge so schön aufgeschrieben hat!


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Total föhr-wöhnt

21. Mai 2010

Notizen aus Föhr:
Den Nachmittag am Strand verbracht.
Ohne Meer. Das war weg.
In einer kleinen Bucht in den Dünen lässt es sich prima windgeschützt sonnenbaden.
Ein paar Verrückte waren sogar im Wasser.
Das Watt sieht aus wie gemalt.
(Am Horizont zu sehen: Langeneß)



Kaffee, Kuchen und Waffeln genossen in der Teestube in Nieblum.
Ein grösserer Magen muss her um alle Torten aus der Vitrine zu probieren.
Friesentorte, Himmelstorte, Rhabarberschnitte, …





Wochenmarkt in Oevenum – Essen, Handwerk … und Lamas!?
Grosseinkauf bei der Ovenumer Theekompagnie, besonders unseren Liebling: „Oevenumer Sommer“



Den Tag ausklingen lassen. Sonnenuntergang in Utersum mit Blick auf Sylt.

Eine Insel föhr Geniesser

19. Mai 2010


Ich bin mal wieder unterwegs.
Pünktlich mit meiner Ankunft in Wyk auf Föhr kommt auch die Sonne mal wieder raus entschädigt mich für 60 Minuten Hirn-rausblasen auf Deck der Fähre. Frisur ruinieren inklusive. Na gut – ich war zwischenzeitlich mal unter Deck für eine heisse Schokolade und 10 Seiten von meinem Buch, aber die Aussicht hat mich wieder nach draussen getrieben.



Gleich nach meiner Ankunft wurde schon mein erster kulinarischer Wunsch erfüllt: Scholle Finkenwerder Art – mit Speckstippe!
Im „Fischerhus“, einem kleinen Restaurant und Fischgeschäft mit einer Fischtheke, so schön, dass man sie malen will. Die kleineren Maischollen wurden im Paar serviert und waren butterzart.

Gut gefüllt sind wir auf einen Spaziergang auf der Strandpromenade aufgebrochen – musikalische Unterhaltung inklusive – und kamen genau bis zum nächsten Café…

Hätte noch was reingepasst nach der Scholle, dann wäre „Oma’s Milchreis“ einfach perfekt gewesen. Schon als Kind habe ich im Sommerurlaub in Dahme an der Ostsee den Milchreis in der „Milchbar“ geliebt. Mit Zucker, Zimt und flüssiger Butter!


Hier warten noch mehr Strandkörbe und Katamarane auf den Sommer.

Mein zweiter kulinarischer Wunsch: frische Nordsee-Krabben. Und zwar wirklich frische! Mitterweile sollte es bei jedem Krabbenliebhaber angekommen sein, dass die leckeren kleinen Scheisserchen eine halbe Weltreise hinter sich haben bevor wir sie uns einverleiben können. Die Krabben werden nach Marokko gefahren um dort gepuhlt und mit Konservierungsstoffen versetzt wieder nach Deutschland und in die ganze Welt verteilt zu werden. Unter anderem an Orte wie norddeutsche Fischmärkte, wo man erwartet regionale Produkte zu erwerben. Aber Pustekuchen…
Hier habe ich darüber einen tollen Artikel aus der Süddeutschen gefunden.

Hier in Wyk kauft man direkt am Hafen aus einem kleinen Büdchen heraus frische Krabben direkt vom Kutter. Mit Schale für 6 Euro das Kilo. Auch vor Ort geschälte bekommt man, aber natürlich für ganz andere Preise denn das Puhlen ist ein mühsames Gepicke.
Meine Mutter und ich haben das Kilo zusammen in 40 Minuten bewältigt. Vernascht war das ehemalige Kilo dann zu dritt nach 15 Minuten. Aber es war die Arbeit eindeutig wert!


Unser fertiges Abendessen: Föhrer Landbrot mit Rührei und Krabben

Strandkorb-Romantik … und ein Fischweck

26. April 2010






[Gereist] Lübeck und Timmendorfer Strand
[Gespürt] Sand, Sonne, fast umkippender Strandkorb ;-)
[Gegessen] FISCHbrötchen und FRANZbrötchen
[Gesehen] Himmel und Meer – blau in blau
[Gehört] Wellenrauschen, Möwenkreischen
[Gerochen] Strandkorb … weckt Kindheitserinnerungen!
[Gelesen] essen&trinken (tolle Spargelrezepte!)