Panier dich glücklich! – Ein Schnitzel-Tutorial


Hier haben wir einen Beutel farbloser Krümel. Eher unspektakulär, oder? Und wer bitte kommt auf die Idee im Asialaden Semmelbrösel zu kaufen? Im Land der Semmelknödel, der Frikadellen-Verlängerung, der Markklösschen-Verfestigung und der panierten Schnitzel in Klodeckelgrösse?


Aber halt – es handelt sich hier nicht um stinknormales Paniermehl! Ein Wunderpulver bröseliger Knusprigkeit verbirgt hinter dieser poppigen Aufmachung: Japanische Semmelbrösel mit Namen „Panko“.

Wikipedia:
„Panko (jap.: パン粉) oder Panko-Mehl ist die Brotkrume, das Paniermehl in der japanischen Küche. Panko wird aus einem Weißbrot ohne Krusten hergestellt. So hat es eine hellere Beschaffenheit als die meisten Panadearten der westlichen Küche. Die einzelnen Brotkrumen sind lockerer und luftiger als die uns bekannten Semmelbrösel, und bekommen nach dem Frittieren oder Braten eine bissige und knusprige Schicht. Panko eignet sich zum Panieren von Fisch, Meeresfrüchten, Gemüse, Hühner- und Schweinefleisch. Außerhalb Japans wird Panko in der asiatischen und nicht-asiatischen Küche immer beliebter und ist dadurch häufig in den asiatischen Märkten zu bekommen. Panko wird weltweit, besonders in den asiatischen Ländern einschließlich Japan, Korea, Thailand, China und Vietnam, produziert. Die wesentlichen Zutaten sind Weizenmehl, Maisstärke, gehärtetes Palmöl, Tapiokastärke, Salz, Zucker und Trockenhefe.“



Die weitere Vorgehensweise ist allerdings wieder konservativ:
Fleisch trockentupfen und salzen, ab in Mehl – Ei – Brösel. Hier handelt es sich übrigens um Putenfleisch aus der Keule. Ins Ei kommt nur ein Schluck Milch. Keine Experimente bitte!


Ich finde, das sieht vielversprechend aus, oder??


Jetzt ab in die Wanne … äh … Pfanne, ihr süßen Schnitzelchen. Hier mit Pflanzenöl, Butterschmalz wäre mir aber lieber gewesen. Ich mag sie übrigens gerne klein. Das war in meiner Familie schon immer so, ausserdem können sie sich so besser in der Pfanne zusammenkuscheln.


Einmal wenden bitte! Und dank der wunderbaren Maillard-Reaktion kommt jetzt auch endlich geschmack-versprechende Farbe ins Spiel.
Das im Mund schon zusammenlaufende Wasser bitte nochmal kurz runterschlucken – es dauert noch ein paar Minuten.


Voila – ein Schnitzeltürmchen vollendeter Knusprigkeit. Und glaubt mir: innen saftig, saftig, saftig!

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2 Antworten to “Panier dich glücklich! – Ein Schnitzel-Tutorial”

  1. Claus Says:

    Jaja, dieses Panko-Zeugs ist schon allererste Sahne…

  2. Petra aka Cascabel Says:

    Auch ich bin ein großer Panko-Fan!

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