Beef! Für echte Kerle … und MICH!

Beef!Das erste Kochmagazin NUR für Männer – für „Männer mit Geschmack“! Na, dann sollte ich besser wissen, was diese (wohl auch MEINE) Zielgruppe so interessiert. Und verhindern, dass sie etwas erfahren, das ich vielleicht noch nicht weiss. Und vor allem: „Wie man eine Frau ins Bett kocht!“ Bitte was????
Daher kam ich um die Lektüre (hätte fast gesagt den Verzehr) dieses Magazins nicht herum.
Online bei www.beef.de kamen wir Frauen im Interview mit Chefredakteur Jan Spielhagen erstmal schlecht weg im Bezug auf unsere Koch-Leidenschaft:

>>Männer kochen anders als Frauen. Frauen kochen, weil sie müssen. Für die Kinder, die mittags nach Hause kommen und Hunger haben, oder am Abend für den Partner. Männer kochen, weil sie wollen. Weil sie das Kochen als Hobby entdeckt haben, als Leidenschaft. (Interviewer: Dann kochen Frauen nicht leidenschaftlich gern?) Doch, sie kochen leidenschaftlich gern gesund, leidenschaftlich gern schnell, leidenschaftlich gern günstig, leidenschaftlich gern praktisch. Die männliche Leidenschaft ist ganz anders. Sie ist ausschweifend, exzentrisch, detailverliebt und angeberisch.<<

Aha! Das heisst dann wohl, dass alle Foodie-Girls, Food-Bloggerinnen und fressverliebte so wie ich im Herzen (im Bauch?) eigentlich MÄNNER sind!
Dann ein Hoch auf unsere ausschweifende, männliche Leidenschaft!

Gefreut hat mich, dass Jennifer McLagans „fat“-Kochbuch es in die „Top 7 der kostbarsten, dicksten, ausgefallensten Kochbücher der Saison“ geschafft hat.
Kommentare hierzu: Nicht geeignet für Jockeys, Asketen und fast alle Frauen. (Wusste ichs doch … ich bin unnormal.)
Dafür ist es geeignet für jeden der weiss, dass ohne Fettmarmorierung kein Steak und ohne Butter fast nichts gut schmeckt. Definitiv!

Weitere interessante Themen in „Beef!“ 1/2009:
Schön illustriertes 16-seitiges Wein-Dossier, sehr appetitliche Bilder von rohem Fleisch und leckeren Saucen (Die acht besten Saucen der Welt, z.T. aber etwas übertrieben perfektionistische Zubereitung)
Dafür eher fragwürdige Beiträge:
Mozzarella selbst machen (schade um die viele Milch, das wird doch nix…), 7 Gerichte die Männer ohne Rezept können müssen (die erste Rezeptstrecke ohne Rezepte – aber für Toast Hawaii muss man ja wirklich nicht KOCHEN!), und ein Vier-Gänge-Menü (Centerfold mit Schritt-für-Schritt-Fotos) – für das man sich alle! Zutaten nach Hause liefern lassen kann (650€ für 6 Personen … happig!)

Fazit: Für die 9,80€ besser ein Stück Fleisch kaufen (Mit Fettrand! Für echte Mädels!) und es sich schmecken lassen!

Und für alle Männer, die jetzt gerne noch wissen wollen, wie man eine Frau ins Bett kocht: Haha! Das wird nicht verraten!

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2 Antworten to “Beef! Für echte Kerle … und MICH!”

  1. MN Says:

    Ein weitere, ungenügender, Versuch sich neben den drei führenden, deutschen, Foodmagazinen zu platzieren, um einen Krümel vom Keks abzuspalten.
    Ein Heafpost, dass spätestens beim nächsten Rindfleich-Skandal glücklich macht…
    Und wie man Frauen ins Bett kocht weiß selbst der unbedarfteste Frankfurter…viel Geld, große Klappe, schlechte Kockunst….
    Mahlzeit

  2. queenofsoup Says:

    was sagt frau jessie zu meinem aktuellen liebsten kochmagazin, dem effilée? http://www.effilee.de/ – fand das am anfang sehr wunderbar, mittlerweile ist es mir ein wenig zu hübsch. aber unvergessen bleibt doch jener einer britischen food-journalistin, die beschloss, lieber dick und glücklich zu sein als dünn und die complimentary käse-pakete, die in die redaktion geliefert wurden, zu ignorieren…

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